Donnerstag, 14. Mai 2020

Alle kantonalen Meisterschaften abgesagt

Die kantonalen Meisterschaften der Aktiven, der Junioren und der Senioren fallen in diesem Jahr dem Coronavirus zum Opfer. Die drei grössten Titelkämpfen im Kanton Aargau werden allesamt auf das Jahr 2021 verschoben.

Bereits im Juni – genauer am 22. Juni – hätten die Aargauischen Meisterschaften der Aktiven in Obersiggenthal beginnen sollen. Doch die Verantwortlichen entschieden, das Turnier um ein Jahr zu verschieben. Das genaue Austragungsdatum fürs nächste Jahr steht noch nicht fest. Mittlerweile ist klar, dass auch die Aargauischen Senioren Meisterschaften verschoben werden. Das Traditionsturnier wäre in diesem Jahr zum 70. Mal auf der Anlage des TC Teufenthal ausgetragen worden. Jetzt findet die Jubiläumsausgabe erst im Sommer 2021 statt. Dasselbe gilt für die Aargauischen Junioren Meisterschaften, die im September vom TC Aarau organisiert worden wären. Auch diese Meisterschaften wurden um ein Jahr verschoben.

Samstag, 2. Mai 2020

Corona-Update: Das sind die Vorgaben für die Öffnung der Tennisanlagen ab dem 11. Mai

Das müssen die Tennisclubs und Tenniscenter im Kanton Aargau umsetzen, wenn sie ab dem 11. Mai ihre Plätze wieder öffnen wollen. Der Kanton Aargau und der Aargauische Tennisverband erheben keine zusätzlichen Vorgaben oder Vorschriften im Vergleich zu den Vorgaben des Bundes.

Bis zum 11. Mai
  • Alle Tennisclubs und Tenniscenter, die ihre Anlagen ab dem 11. Mai wieder öffnen wollen, brauchen ein eigenes Schutzkonzept. Mustervorlagen dafür gibt es hier.
  • Die Hygiene- und Distanzregeln des BAG sind einzuhalten. Vorlagen für die Plakate zu den Schutzmassnahmen gibt es hier.
  • Jeder Verein und jedes Center braucht einen Covid-19-Verantwortlichen. Diese müssen von den Clubs hier eingetragen werden. 
  • Jeder Verein und jedes Center muss seine Mitglieder über das Schutzkonzept und die neuen Regeln informieren. Die Vereine und Center sind auch für die korrekte Einhaltung der Regeln zuständig. Bei Nichteinhaltung der Regeln kann die Tennisanlage von den Behörden geschlossen werden.
Ab dem 11. Mai
  • Eine lückenlose Nachverfolgung, wer wann auf der Anlage war, ist zwingend nötig. Am effizientesten funktioniert dies mit einem digitalen Reservationssystem. Wer noch keines hat, findet hier das offizielle Angebot von Swiss Tennis.
  • Wettkämpfe sind bis mindestens am 8. Juni verboten. 
Fragen
Fragen können direkt an Swiss Tennis gerichtet werden unter der Mailadresse taskforce@swisstennis.ch

Mittwoch, 29. April 2020

Corona-Update: Finanzielle Unterstützung, Schutzkonzepte und kantonale Meisterschaften

Die Coronakrise trifft auch den Tennissport im Kanton Aargau hart. Derzeit sind alle Clubs und Center geschlossen. ATV-Präsident Roland Polentarutti liefert die Antworten auf die wichtigsten Fragen bezüglich finanzieller Unterstützung, dem Schutzkonzept für Tennisanlagen und bezüglich der Durchführung der kantonalen Meisterschaft der Aktiven und der Junioren.

1. Unter dem nachstehenden Link findet ihr Hinweise auf die neuen Swisslos-Fonds-Massnahmen des Regierungsrats für gemeinnützige und wohltätige Organisationen und Personen. Diese Massnahmen sollen dazu dienen, Organisationen und Personen, welche keinen Anspruch auf Bundesmittel haben, aufzufangen und ihren finanziellen Schaden, im Rahmen der Möglichkeiten, abzufedern. Gesuche für die Swisslos-Fonds-Massnahmen COVID-19 können ab Montag, 20. April 2020, über das kantonale Gesuchsportal eingereicht werden.

2. Am letzten Donnerstagmorgen fand eine Telefonkonferenz mit allen Regionalverbandspräsidenten und Vertretern von Swiss Tennis statt. Dabei wurden die Möglichkeiten und Anforderungen an eine Öffnung der Tennisclubs und Center ab Anfang Mai besprochen. Am Mittwoch 29. April 2020 wird der Bundesrat entscheiden, wie es weitergeht. Weitere Informationen zum vorgesehenen Schutzkonzept, das jeder Club und auch die Center bei einer Öffnung umsetzen müssen, findet ihr bei Swiss Tennis.

3. Betreffend unseren Kantonalen Meisterschaften sind in Absprache mit den durchführenden Clubs - Stand heute - die ATM Aktive outdoor im TC Obersiggenthal (22. Juni – 5. Juli) und die ATM Junioren outdoor im TC Aarau (26. August – 6. September) leider abgesagt. Die beiden Veranstalter haben sich bereit erklärt, diese Meisterschaften nun im 2021 auszutragen. Herzlichen Dank!

Montag, 23. März 2020

Coronavirus: Interclub findet im Herbst statt

Der Zentralvorstand von Swiss Tennis hat an einer ausserordentlichen Telefonkonferenz entschieden, die nationale Interclub-Meisterschaft, an der jährlich über 30 000 Teilnehmende mitmachen, in einem ersten Schritt von Mai/Juni auf den Spätsommer (29. August bis 28. September 2020) zu verschieben.
Weitere Informationen zur Verschiebung der Interclubsaison finden Sie hier

Zudem hat Swiss Tennis ein Dokument veröffentlicht mit den Antworten auf die Fragen, die in den letzten Tagen am häufigsten gestellt wurden. Dieses finden Sie hier.

Auch Swiss Tennis Präsident René Stammbach meldet sich mit einem Schreiben. Dieses können Sie hier nachlesen.

Montag, 16. März 2020

Viele Favoritensiege und eine Überraschung

Am Wochenende sind im Tenniscenter in Zofingen in zehn Einzel- und drei Doppelkategorien die neuen Aargauer Senioren Meister in der Halle gekürt worden.

Bei der Neuauflage der Aargauischen Senioren Meisterschaften in der Halle – die letzte Austragung fand 2016 statt – traten mehr als 120 Seniorinnen und Senioren an. Besonders stark besetzt war dabei die Altersklasse der über 55-Jährigen. Dort kam es im Endspiel zum Kräftemessen der beiden top gesetzten R3-Spieler Martin Gloor und Hannes Aeberhard. Letzter vermochte sich gegen den frisch gebackenen Schweizer Meister in der Altersklasse 60+ mit 6:3, 6:1 durchzusetzen.
In der Kategorie der über 65-Jährigen war Pancho Frey (R5) die grosse Figur. Frey, der das Tenniscenter in Zofingen bis vor zwei Jahren geführt hatte, war eine Klasse für sich. Im Halbfinal- und Finalspiel liess er seinen Gegnern Hans Huber (R4) und Beat Rennhard (R4) keine Chance und gewann jeweils überlegen mit 6:0, 6:0. Damit sichert er sich als ungesetzter Spieler den kantonalen Meistertitel.

Favoritensiege für Döbeli und Fisch
Einen Favoritensieg gabs dafür in der Altersklasse 75+. Dort wurde Paul Döbeli (R5), seines Zeichens Vize-Schweizer-Meister in dieser Kategorie, seiner Favoritenrolle als Nummer eins der Setzliste gerecht. Döbeli bezwang im Endspiel den an Nummer zwei gesetzten Milan Makanec (R6) mit 6:4, 6:2.
Bei den Seniorinnen 30+ kam es zum finalen Duell zwischen Petra Fisch (R3) und Stefanie Kessler (R3), die zuvor die top gesetzte Beatrice Baumgartner-Ziegler (R2) eliminiert hatte. Im Final war dann aber Petra Fisch, die Nummer zwei des Turniers, die stärkere Spielerin. Sie konnte sich in zwei Sätzen mit 6:4, 6:2 durchsetzen.

Dank Nervenstärke zum Sieg
Neben den vier offenen Kategorien wurden an den diesjährigen Aargauer Hallen Meisterschaften auch sechs Kategorien ausgetragen, die sich explizit an Breiten- und Hobbysportler gerichtet haben. In der mit 15 Teilnehmern grössten Konkurrenz in der Kategorie 35+ (R5/R9) war Andres Klausner (R5) der stärkste Spieler. Er gewann seine drei Partien allesamt ohne Satzverlust und war am Ende der verdiente Sieger. Frank Fötschl (R6) musste dagegen hart für seinen Titel kämpfen. Im Endspiel der Kategorie 45+ (R5/R9) lieferte er sich einen offenen Schlagabtausch mit Stephan Schenk (R5). Fötschl behielt das bessere Ende für sich und gewann mit 11:9 im Champions Tie Break, das an Stelle eines dritten Satzes ausgetragen wurde.
Adrian Oster (R7) heisst der Sieger in der Kategorie 55+ (R6/R9). Er bezwang gleich drei stärker klassierte Spieler und verdiente sich damit den Turniersieg redlich. Bei den über 65-Jährigen (R6/R9) war Amadeo Lüscher (R6) der Stärkste. Er zeigte sich im Turnierverlauf vor allem auch nervenstark, gewann er doch sowohl im Halbfinal, wie auch im Final im Champions Tie Break. Bei den Seniorinnen 30+ (R5/R9) setzte sich Andrea Gerber (R7) durch und in der Altersklasse 50+ (R5/R9) schwang Annette Bernauer (R5) obenaus – auch sie dank zwei Erfolgen im Champions Tie Break in den letzten beiden Runden. Benjamin Schmid (R8) und Boris Wengert (R6) heissen die Sieger im Männerdoppel, Pascale Huber (R6) und Susanne Gemperle (R7) gewinnen im Frauendoppel und in der Mixedkonkurrenz siegen Denise Wyss (R6) und Peter Wyss (R5).

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Montag, 9. März 2020

Neustart ist ein voller Erfolg

Am kommenden Wochenende werden in Zofingen die Aargauischen Senioren Meisterschaften erstmals nach drei Jahren Unterbruch wieder ausgetragen. Die Neuauflage kommt bei den Spielerinnen und Spielern gut an.

2016 wurden die Aargauischen Senioren Meisterschaften in der Halle zum letzten Mal durchgeführt. Seither nicht mehr. Grund für die Streichung des Turniers war die zu geringe Teilnehmerzahl. In diesem Jahr wagte man nun einen Neustart. Die Verantwortlichen des Tennis & Squashcenters in Zofingen haben das Turnier wieder ins Leben gerufen. Und die Neuauflage kommt gut an. «Wir hatten wie unsere Vorgänger mit rund 50 Teilnehmern gerechnet. Dass wir jetzt 122 Spielerinnen und Spieler haben, die an den Aargauischen Senioren Meisterschaften teilnehmen, zeigt, dass es der richtige Entscheid war, das Turnier wieder ins Leben zu rufen», freut sich Organisatorin Sandra Laubi.
Im Vergleich zu früheren Austragungen ist ein Unterschied auszumachen. Die Organisatoren in Zofingen haben es geschafft, dass nicht nur die Elite des Kantons an den Meisterschaften teilnimmt. «Die Aargauischen Senioren Meisterschaften sind in diesem Jahr ein richtiger Breitensportanlass geworden», so Laubi. Diese Entwicklung wurde mit der Ausschreibung der verschiedenen Kategorien gefördert. So gibt es in jeder Altersklasse zwei unterschiedlich starke Konkurrenzen, damit die Niveauunterschiede nicht zu gross sind und auch Einsteiger und Hobbyspieler Partien auf Augenhöhe austragen können. Zudem werden auch Doppel- und Mixedkonkurrenzen ausgetragen.

Einige Cracks am Start
Obwohl viele Breitensportler dabei sind, hat es auch in diesem Jahr einige Cracks am Start, die zu den Besten ihres Fachs gehören. So spielt zum Beispiel in der Kategorie 55+ Martin Gloor (R3, TC Teufenthal) mit. Er ist vor wenigen Tagen Schweizer Meister geworden in der Altersklasse der über 60-Jährigen. Mit Peter Schoch (R5, TC Wettingen) und Hans Huber (R4, TC Zofingen) sind zwei weitere ehemalige Schweizer Meister am Start. Die beiden spielen in der Kategorie 65+ mit und gehören dort zum Favoritenkreis. Genau wie Beat Rennhard (R4, TC Zofingen) und Pancho Frey (R5, TC Aarau).
Auch in der Altersklasse der über 75-Jährigen spielen mit Paul Döbeli (R5, TC Muri) und Milan Makanec (R6, TC Obersiggenthal) zwei Akteure mit, die in ihrer Altersklasse schweizweit zu den Besten gehören. Bei den Seniorinnen gehört Beatrice Baumgartner-Ziegler (R2, TC Rothrist) in die Kategorie der Spielerinnen, die der nationalen Spitze angehört. Sie zählt in der Altersklasse 50+ zu den Besten des Landes und wird sich in Zofingen an den kantonalem Meisterschaften mit den Spielerinnen in den Altersklassen 30+ und 40+ messen.

Weitere Infos unter: www.tenniscenterzofingen.ch/atsm

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Sonntag, 8. März 2020

Das sind die zehn neuen Aargauer Junioren Meister

Fast 100 Juniorinnen und Junioren aus dem Kanton Aargau haben an den vergangenen beiden Wochenenden an den Aargauer Junioren Meisterschaften im Sportcenter Baregg in Baden-Dättwil um die Titel gekämpft.

Enger hätte die Entscheidung im Final der Königskategorie U18 der Junioren nicht ausfallen können. Die beiden Finalgegner Silvan Schück (R3, TC Bremgarten) und Steven Naef (R3, TC Mutschellen) – die Nummer eins und zwei des Turniers – lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, der im Tie Break des dritten Satzes gipfelte. Dort behielt Schück das bessere Ende für sich und konnte sich damit den Aargauer Meistertitel sichern. Bei den Juniorinnen ging der Turniersieg kampflos an Shirin Paroubek (R3, TC Brugg). Ihre Finalgegnerin Farah Emina Puric (R3, TC Entfelden) konnte nicht antreten.

Orloff und Frey holen die Titel
Sowohl bei den Juniorinnen als auch bei den Junioren war die U16-Kategorie stärker besetzt als die Königsklasse. Bei den Junioren konnte sich dabei der top gesetzte Philip Orloff (R1, TC Zofingen) durchsetzen. Er musste zwar im Halbfinale gegen Darius Elia Kuster (R3, TC Baden) hart kämpfen und konnte erst im Tie Break des dritten Satzes gewinnen, war im Final gegen Arenui Luethi (R2, TC Aarau) jedoch der stärkere Spieler. Mit 6:4, 6:1 siegte Orloff im Endspiel.
Im Final der U16-Juniorinnen kam es zum Aufeinandertreffen der beiden top gesetzten Spielerinnen Tanja Siegrist (R1, TC Entfelden) und Aimée Frey (R1, TC Frick). Nach einem ausgeglichenen Startsatz setzte sich am Ende Frey mit 7:6, 6:1 durch und sichert sich damit den kantonalen Meistertitel bei den unter 16-Jährigen.

Wittmer gewinnt in Extremis
In der U14-Kategorie war Yannick Castelnuovo (R3, TC Entfelden) der klar stärkste Spieler. Auf dem Weg ins Endspiel gab der Youngster in drei Partien nur gerade vier Games ab. Die letzte Hürde auf dem Weg zum Titel war Duri Zimmermann (R3, TC Brugg), der sich ähnlich souverän fürs Endspiel qualifiziert hatte wie sein Finalgegner. Doch Castelnuovo war auch in diesem Match der bessere Spieler und gewann deutlich mit 6:3, 6:2.
Bei den Juniorinnen war es in derselben Altersklasse dagegen eine äusserst umkämpfte Angelegenheit. Im Final duellierte sich die top gesetzte Lea Markovic (R3, TC Frick) mit Nastassja Wittmer (R3, TC Unteres Aaretal). Wittmer war es, die sich in diesem ausgeglichenen Duell mit 6:3, 2:6, 7:6 durchsetzen und sich über den Turniersieg freuen konnte.

Cristea und Strässle souverän
Bei den U12-Junioren ist Titus Cristea (R4, TC Brugg) richtiggehend durchmarschiert. Der an Nummer zwei gesetzte Cristea gab auf dem Weg zum Turniersieg nur gerade fünf Games ab – und das in vier Matches. Im Finalspiel bezwang er Robin Rutishauser (R5, TC Bremgarten) mit 6:0, 6:2. Bei den Juniorinnen ging der Titel in dieser Kategorie an die top gesetzte Lina Strässle (R4, TC Neuenhof). Sie wurde ihrer Favoritenrolle als Nummer eins der Setzliste gerecht und gewann ihr Finalspiel gegen Medea John (R5, TC Frick) deutlich mit 6:1, 6:1. Bei den Jüngsten (U10) konnten sich derweil Maksim Zmijanjac (R7, TC Huba) und Misa Celcer (R7, TC Brugg) in die Siegerliste eintragen lassen.

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Sonntag, 1. März 2020

Zwei Premieren und ein Jubiläum

An den Schweizer Meisterschaften der Senioren im Sportcenter AARSPORTS in Birrhard trumpfen die Aargauer gross auf. Nicht weniger als fünf Schweizer Meistertitel und insgesamt zwölf Medaillen gehen an die Aargauer Delegation.

Fünf Mal konnten sich die Aargauer Seniorinnen und Senioren am Sonntag über eine Goldmedaille an den nationalen Titelkämpfen freuen. Drei Mal davon war es ein ganz besonderer Erfolg. Für Slobodan Mavrenski (R1, TC Reinach) in der Kategorie 35+ und für Martin Gloor (R3, TC Teufenthal) in der Altersklasse 60+ war es nämlich der aller erste Schweizer Meistertitel überhaupt bei den Senioren.
Mavrenski, der aufgrund seiner Klassierung schon vor dem Start des Turniers zu den Favoriten gezählt hatte, wurde dieser Rolle gerecht. Auf dem Weg zum Titel gab er keinen einzigen Satz ab und gewann das Finalspiel gegen Luca Bortolani (R2) mit 6:2, 7:6. Martin Gloor spielte sich mit dank drei Siegen souverän ins Endspiel, wo er dann aber vom top gesetzten Peter Fickentscher (R2) hart gefordert wurde. In drei Sätzen konnte sich Gloor mit 7:6, 2:6, 6:3 durchsetzen und holte sich damit seine erste Goldmedaille.

25. Titel für Sandra Hopfner
Der dritte ganz besondere Schweizer Meistertitel geht auf das Konto von Sandra Hopfner (R2, TC Wettingen). Im Gegensatz zu Martin Gloor und Slobodan Mavrenski war es für sie nicht der erste Schweizer Meistertitel. Ganz im Gegenteil. Sie feiert ein Jubiläum und holt sich ihren insgesamt 25. Schweizer Meistertitel. Sie blieb auf dem Weg zum Turniersieg in der Altersklasse der über 55-Jährigen ungefährdet und gewann ohne Satzverlust.
Die Aargauer Delegation konnte sich aber gleich noch über zwei weitere Schweizer Meistertitel freuen. Und zwar war Peter Schoch (R5, TC Wettingen) in der Altersklasse 75+ der Stärkste. Er setzte sich in einem reinen Aargauer Final gegen Paul Döbeli (R5, TC Muri) mit 6:2, 6:4 durch und holte sich damit seinen vierten Schweizer Meistertitel. Den dritten Triumph feierte Peter Hausherr (R7, TC Bremgarten) in der Altersklasse 80+. Er setzte sich im Endspiel gegen den favorisierten und deutlich besser klassierten Hanspeter Born (R5) mit 6:3, 7:6 durch.

Drei Mal Silber und vier Mal Bronze
An den nationalen Titelkämpfen der Senioren gab es für die Aargauer Vertreterinnen und Vertreter neben den fünf goldenen noch sieben weitere Medaillen. Neben der bereits erwähnten Silbermedaille von Paul Döbeli bei den über 75-Jährigen gab es auch silberne Auszeichnungen für Herbert Gloor (R3, TC Buchs) in der Altersklasse 65+ und für Michelle Paroubek (R1, TC Brugg) in der Kategorie 45+. Bronze gab es derweil für Ruedi Buergi (R5, TC Wohlen Niedermatten) bei den Senioren 65+, für Kurt Sigl (R7, TC Bremgarten) in der Altersklasse der über 75-Jährigen, für Mirjam Hächler (R4, TC Teufenthal) in der Kategorie 40+ und für Bettina Berger (R2, TC Möhlin) bei den Seniorinnen 45+.

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Samstag, 22. Februar 2020

Die Aargauer Senioren gehen auf Medaillenjagd

Am Donnerstag beginnen im Sportcenter AARSPORTS in Birrhard die Schweizer Senioren Meisterschaften. Einmal mehr stellt die Aargauer Delegation dabei gleich mehrere vielversprechende Medaillenkandidaten.

Sandra Hopfner könnte am kommenden Wochenende ein ganz besonderes Jubiläum feiern. Die Spielerin des Tennisclub Wettingen könnte nämlich ihren sage und schreibe 25. Schweizer Meistertitel bei den Seniorinnen gewinnen. Und die Chancen dafür stehen ganz gut. Sie ist in der Kategorie 55+ als einzige R2-Spielerin die Nummer eins des Turniers. Aber die Konkurrenz ist keinesfalls zu unterschätzen, denn es befinden sich gleich drei R3-Spielerinnen im selben Tableau.
Sandra Hopfner ist zwar auf dem Papier die aussichtsreichste Medaillenkandidatin aus dem Kanton Aargau, doch sie ist bei weitem nicht die einzige. Gleich drei Aargauer Vertreter sind in der Setzliste ihrer Kategorie an Nummer zwei gesetzt. Es sind dies Martin Gloor (R3, TC Teufenthal), sein Namensvetter Herbert Gloor (R3, TC Buchs) und Michelle Paroubek (R1, TC Brugg).

Paroubek hart gefordert
Martin Gloor tritt in der Kategorie 60+ an. Der R3-Spieler des TC Teufenthal wartet noch auf seinen ersten Schweizer Meistertitel bei den Senioren. Dies nachdem er im letzten Sommer in derselben Altersklasse bereits die Silbermedaille gewonnen hatte. Auch Herbert Gloor, der in der Kategorie 65+ antritt, gehört als Turniernummer zwei sicherlich zu den Titelanwärtern. Im Gegensatz zu Martin Gloor konnte er bereits einmal einen Schweizer Meistertitel gewinnen. Vor acht Jahren setzte er sich ebenfalls bei den Titelkämpfen in der Halle durch.
Wie man Schweizer Meistertitel gewinnt, weiss auch Michelle Paroubek. Sie hat nämlich bereits deren zwölf gesammelt. Und vielleicht gibts am nächsten Wochenende bereits die 13. Goldmedaille. Die Konkurrenz von Paroubek ist allerdings stark. Vor allem Alexandra Hellige und Corinne Erni, die genau wie Paroubek eine R1-Klassierung aufweisen, dürften der Spielerin des TC Brugg das Leben schwer machen.

Weitere Medaillenkandidaten
Zusätzlich zu Sandra Hopfner und dem Trio Martin Gloor, Herbert Gloor und Michelle Paroubek dürfen sich noch weitere Aargauer Seniorinnen und Senioren berechtigte Medaillenhoffnungen machen. Da wäre Slobodan Mavrenski (R1, TC Reinach), der in der Kategorie 35+ antreten wird. Er figuriert zwar nicht in der Liste der Gesetzten, gehört aufgrund seiner Klassierung aber dennoch zu den Medaillenanwärtern. Dasselbe gilt für Béatrice Baumgartner-Ziegler (R2, TC Rothrist) in der Kategorie 50+. Auch sie darf sich als ungesetzte Spielerin Hoffnungen auf eine Medaille machen.
Mit Beat Rennhard (R4, TC Zofingen) in der Altersklasse 70+ und Daniel Müller (R3, TC Teufenthal) bei den über 60-Jährigen figurieren noch zwei weitere Aargauer in den Top drei ihrer Kategorie. Es ist also gut möglich, dass die Aargauer Delegation auch bei der diesjährigen Ausgabe der Schweizer Meisterschaften fleissig Medaillen sammeln wird.

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Dienstag, 18. Februar 2020

«TennisTotal» und Amra Sadikovic bündeln ihre Kräfte

Ab der nächsten Sommersaison arbeitet die Tennisschule «TennisTotal» von Martin Koth mit der «tennis academy Amra Sadikovic» zusammen. Die frühere Profi-Spielerin wird sich dabei um den Wettkampfbereich kümmern.

Im Hinblick auf die neue Sandsaison, die Ende April beginnt, hat Martin Koth sein Trainerteam verstärkt. Der Inhaber der Tennisschule «TennisTotal», die ihren Sitz seit 2008 in Wettingen hat und seit einem Jahr im Tennisclub Lenzburg einen zweiten Standort betreibt, hat Amra Sadikovic ins Boot geholt.
Die frühere Profispielerin aus Birr wird sich dabei ausschliesslich um den Wettkampfbereich kümmern. «Amra ist eine ideale Verstärkung für unser Team», ist Martin Koth überzeugt. «Unsere Tennisschule war im Kids Bereich und im Breitensport schon länger stark aufgestellt. Mit Amra haben wir jetzt auch einen richtigen Profi im Bereich Wettkampftennis an Bord.»

Zwei Mal wöchentlich in Lenzburg
Vorerst wird Sadikovic ausschliesslich auf der Anlage des Tennisclub Lenzburg für «TennisTotal» unterrichten. Geplant ist, dass sie jeweils am Dienstag- und am Freitagabend im Einsatz stehen wird. Sadikovic, die während ihrer Profikarriere die Weltnummer 126 war und 2016 ihr grösstes Match auf dem Center Court von Wimbledon gegen Serena Williams bestritten hat, wird in Lenzburg sowohl Kinder als auch Erwachsene betreuen, sofern diese ambitioniert Wettkampftennis spielen. «Ich freue mich auf die neue Herausforderung und möchte hier in Lenzburg etwas Längerfristiges aufbauen», sagt Sadikovic.
Die 30-Jährige kann auf einen grossen Erfahrungsschatz aus ihrer Aktivzeit zurückgreifen und möchte ihr Wissen an ihre Schützlinge weitergeben. «Neben der Arbeit im technischen und taktischen Bereich werde ich mich auch um die Planung und Betreuung meiner Spielerinnen und Spielern kümmern. Gerade die Trainings- und Turnierplanung ist extrem wichtig», betont Amra Sadikovic, die seit ihrem Rücktritt vom Profisport vor einem Jahr ihre eigene Academy mit Standort in Birrhard betreut.

Für die Zukunft gerüstet
Martin Koth und Amra Sadikovic sind überzeugt, dass sie dank der Partnerschaft ihrer beiden Tennisschulen für die Zukunft bestens gerüstet sind. «Gemeinsam sind wir breiter abgestützt und können den Spielerinnen und Spielern aus der Region ein breiteres Angebot offerieren», sagt Martin Koth. «Es ist wichtig, dass wir in der Aargauer Tennisszene künftig noch stärker zusammenarbeiten – auch über die Clubgrenzen hinaus. Das geschieht aktuell leider noch zu selten.» Martin Koth und Amra Sadikovic hoffen, dass sie ihre Partnerschaft in Zukunft weiter ausbauen und vielleicht auch noch an anderen Standorten gemeinsam unterrichten können.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.tennistotal.ch und www.sadikovic.ch

Montag, 3. Februar 2020

Janis Simmen wird in Tarbes U14-Vize-Weltmeister

Der Lenzburger Janis Simmen erreicht am prestigeträchtigen Juniorenturnier «Les Petits As» in Tarbes als erster Schweizer seit 18 Jahren das Endspiel. Für den 13-Jährigen war das nicht nur aus sportlicher Sicht eine ganz besondere Erfahrung.

Am Ende hat es nicht ganz zur Krönung gereicht. Aber trotzdem: Janis Simmen darf mehr als stolz sein auf seine Woche in Tarbes (FRA). Beim prestigeträchtigen U14-Turnier «Les Petits As», das als inoffizielle U14-Weltmeisterschaft gilt, hat der 13-jährige Lenzburger als erster Schweizer seit 18 Jahren das Finale erreicht. «Das ist sicher der mit Abstand grösste Erfolg meiner Karriere bis jetzt», freut sich Janis Simmen am Tag nach seinem Finalspiel, das er gegen den stark aufspielenden Ukrainer Oleksandr Ponomoar, die Nummer drei Europas in der Altersklasse U14, mit 4:6, 1:6 verloren hat.

Die Erwartungen übertroffen
Das Turnier in Tarbes ist aber nicht nur was das sportliche Niveau in dieser Alterskategorie angeht kaum zu toppen, sondern auch punkto Organisation lassen sich die Verantwortlichen nicht lumpen. Die Partien wurden in aufwändig produzierten Livestreams mit Kommentatoren direkt übertragen, gespielt wurde auf einem Center Court, der Platz bot für mehr als 1000 Zuschauer und die Finalspiele wurden mit Schieds- und Linienrichtern, sowie Ballkids ausgetragen. «Ich habe vor dem Turnier die Finals des letzten Jahres geschaut und wusste daher, dass das Turnier riesig ist. Aber als ich dann wirklich dort war, wurden meine Erwartungen nochmals übertroffen», so Simmen, der nach seinem Halbfinalsieg zehn Minuten damit beschäftigt war, Autogramme zu schreiben. «Das war schon krass. Es hatte so viele Kinder, die ein Autogramm haben wollten. Und dabei sind wir Spieler ja eigentlich alle selber nur Kids, die einfach relativ gut Tennisspielen können.»

Holpriger Start
Bei seinem ersten Auftritt auf der grossen Bühne in Tarbes hatte sich Janis Simmen noch etwas schwer getan. Er traf in Runde eins auf den Einheimischen Clément Bergantz, der vom französischen Publikum lautstark unterstützt wurde. «Ich hatte zu Beginn Mühe mit dem Belag, da die Bälle sehr hoch absprangen. Zudem war ich etwas nervös, mein Gegner spielte gut und das Publikum war gegen mich. So war das Match ein ziemlicher ‘Knorz’», so Simmen, der schlussendlich in drei Sätzen gewann.
Nach dem holprigen Start kam Janis Simmen, der am Stützpunkt des Aargauischen Tennisverbandes in Zofingen trainiert, immer besser in Fahrt. In Runde zwei schlug er den Rumänen Luca Preda, immerhin die Nummer 18 Europas, in zwei Sätzen. Und auch in der Runde danach liess er gegen den Spanier Rafael Segado Esteve, dem er schon zwei Mal unterlegen war, nichts anbrennen und gewann in zwei Sätzen. Seine spielerisch stärkste Leistung rief der junge Lenzburger dann im Viertelfinal ab gegen den Tschechen Petr Brunclik. Die europäische Nummer vier der U14-Altersklasse deklassierte er gleich mit 6:0, 6:2.

Viel gelernt
Im Halbfinal setzte sich Janis Simmen dann in einem hart umkämpften Spiel gegen den Amerikaner Alexander Razeghi durch und qualifizierte sich als erster Schweizer seit Robin Roshardt im Jahr 2002 fürs Endspiel des Turniers «Les Petits As» in Tarbes. Ein Erfolg, der auch für den 13-jährigen Lenzburger überraschend gekommen ist. «Es war vor dem Turnier mega schwierig abzuschätzen, wie gut die Gegner sein würden, da diese aus der ganzen Welt kommen. Wir wussten nicht so recht, was uns da erwarten würde», so Simmen. «Nach der ersten Runde konnte ich das Turnier so richtig geniessen und locker aufspielen. Ich hätte nie gedacht, dass ich es bis ins Finale schaffen würde.»
Dass Janis Simmen im Finale – vor allem ab dem zweiten Satz – von Rückenschmerzen gehemmt wurde, konnte seiner Freude über den Erfolg in Tarbes nichts anhaben. «Natürlich hätte ich gerne ohne Schmerzen gespielt. Es war aber auch so eine grossartige Erfahrung, diesen Final spielen zu können», so Simmen. «Ich habe an diesem Turnier gelernt, dass ich immer bis zum Schluss kämpfen muss. Im Vergleich zu Turnieren in der Schweiz wird im Ausland um jeden Punkt gekämpft und die Gegner lassen nie locker. Diese Erfahrung bringt mich sicher weiter.»

Text von Fabio Baranzini, Bilder «Les Petits As»

Vögele dank Finalqualifikation wieder in den Top 100

Die Aargauer Tennisspielerin Stefanie Vögele (WTA 117) hat in Amerika zum ersten Mal seit vergangenem Mai ein Endspiel erreicht. Dies dank zwei Siegen über Top 100 Spielerinnen, die sie zuvor noch nie geschlagen hatte.

Der Start ins neue Tennisjahr ist Stefanie Vögele nicht wie gewünscht geglückt. Sowohl beim Turnier in Shenzen als auch bei den Australian Open ist sie in der Qualifikation hängen geblieben. In Australien allerdings denkbar knapp in drei Sätzen in der letzten Qualifikationstrunde. Diese Woche gab es nun aber ein Erfolgserlebnis für die 29-Jährige. Sie trat beim mit 125'000 Dollar dotierten Turnier in Newport Beach (USA) an.
Dort war die derzeit stärkste Aargauer Tennisspielerin an Nummer sechs gesetzt. In den ersten beiden Runden wurde sie ihrer Favoritenrolle gerecht und qualifizierte sich dank zwei souveränen Siegen in zwei Sätzen für die Viertelfinals. Dort traf sie auf die einheimische Turniernummer drei Christina McHale (WTA 84). Gegen die Amerikanerin hatte Vögele bislang alle drei Duelle verloren, ohne dabei einen Satz zu gewinnen. Zuletzt vor knapp einem Jahr in Frankreich.

Premierensiege gegen McHale und Townsend
Diesmal aber konnte sich Stefanie Vögele durchsetzen. Sie gewann in drei Sätzen mit 6:1, 1:6, 6:4 und schaffte damit den Sprung in die Halbfinals. Dort wartete gleich die nächste Amerikanerin: Taylor Townsend (WTA 79). Gegen die 23-Jährige, die bei den US Open im letzten Jahr die Achtelfinals erreicht hatte, konnte Vögele ebenfalls noch nie gewinnen. Doch auch in diesem Direktduell konnte die Aargauerin diesmal eine Premiere feiern. Gegen die eigentlich aufgrund ihres Rankings zu favorisierende Townsend liess Vögele gar nichts anbrennen und siegte souverän mit 6:2, 6:3.

Brengle zu stark 
Damit qualifizierte sich Stefanie Vögele zum ersten Mal seit vergangenem Mai wieder für ein Endspiel. Und dort traf sie gleich noch ein drittes Mal auf eine Spielerin aus den USA, die im Ranking vor ihr klassiert ist. Diesmal war es Madison Brengle (WTA 95). Im Gegensatz zu McHale und Townsend hatte Vögele gegen die gleichaltrige Brengle bisher noch nie gespielt. Im ersten Satz blieb die Aargauerin ohne Chance und musste diesen mit 1:6 abgeben. Doch Vögele vermochte zu reagieren und entschied den zweiten Satz mit 6:3 für sich. Im entscheidenden Durchgang konnte dann aber Brengle wieder vorlegen und liess sich den Titel nicht mehr nehmen. Am Ende lautete das Resultate 1:6, 6:3, 2:6 aus der Sicht von Stefanie Vögele. Dank der Finalqualifikation sammelt die 29-Jährige jedoch 95 WTA-Punkte und wird sich in der Weltrangliste um einige Ränge nach vorne kämpfen. Neu steht sie ganz knapp wieder in den Top 100. Dies als Nummer 99 der Welt.

Text von Fabio Baranzini / Bild Oracle Challenger Series

Sonntag, 2. Februar 2020

Schweizer Festspiele bei den Juniorinnen

Céline Naef gewinnt die AKB Swiss Junior Trophy in Oberentfelden. Für sie ist es der bislang grösste Titel auf der ITF-Tour. Bei den Junioren konnte sich der Franzose Mathis Debru in die Siegerliste eintragen lassen.

Als Schweizer Tennisfan war es eine Freude, einen Blick auf das Tableau der Juniorinnen an der AKB Swiss Junior Trophy zu werfen. Denn diese Konkurrenz war in diesem Jahr fest in Schweizer Hand. Zum ersten Mal seit acht Jahren kamen alle vier Halbfinalistinnen im Einzel aus der Schweiz. Alina Granwehr, Céline Naef, Julie Sappl und Karolina Kozakova stiessen in die Vorschlussrunde vor. Diese vier Spielerinnen überzeugte auch im Doppel, standen sie doch allesamt im Final. Dies sehr zur Freude von Turnierdirektor Freddy Blatter. «Es ist toll, dass die Schweizerinnen in diesem Jahr so stark gespielt und die Chance genutzt haben, in der Heimat wichtige Punkte zu sammeln. Genau dafür organisieren wir dieses Turnier seit mittlerweile elf Jahren», so Blatter.

Naef agiert variantenreicher
Im Endspiel der Juniorinnen kam es zum Duell zweier frisch gekürter Schweizer Meisterinnen. Alina Granwehr, Titelträgerin in der Kategorie U18, trat gegen Céline Naef, Schweizer Meisterin U16, an. In der Anfangsphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Granwehr war die aktivere Spielerin, die versuchte, mit ihren harten Schlägen das Spielgeschehen zu diktieren. Naef hielt mit feiner Klinge dagegen. Sie überzeugte in der Defensive, streute immer wieder geschickt Slicebälle ein und variierte das Tempo ihrer Schläge.
Beim Stand von 5:4 für Naef hielten die Nerven von Granwehr dem Druck nicht mehr stand. Mit drei Doppelfehlern und einem leichten Vorhandfehler schenkte sie Naef das Break und damit den ersten Satz. Die 14-Jährige konnte diesen Schwung gleich mitnehmen und spielte auch im zweiten Durchgang äusserst solide. Granwehr versuchte es auf der Gegenseite zunehmend mit der Brechstange, beging dabei aber zu viele Fehler. So war auch der zweite Durchgang eine sichere Beute von Naef, die sich am Ende mit 6:4, 6:1 durchsetzen konnte. «Ich bin sehr zufrieden mit dem ganzen Turnier, vor allem weil ich meine beste Leistung im Final abrufen konnte», so Naef. «Ich hatte mir vorgenommen, um jeden Punkt zu kämpfen und stets aggressiv zu bleiben, auch wenn ich in der Defensive bin. Das ist mir richtig gut gelungen.»

Sebesta stärkster Schweizer
Céline Naef, die sich in diesem Jahr nun vorwiegend auf die U18-Kategorie konzentrieren wird, feiert in Oberentfelden ihren bislang grössten Einzelerfolg auf der ITF-Tour. Dank diesem Titel – notabene ohne Satzverlust – und der Finalqualifikation im Doppel an der Seite von Karolina Kozakova wird sie in der Juniorenweltrangliste einen grossen Sprung nach vorne machen. Alina Granwehr kann sich damit trösten, dass sie immerhin im Doppel den Titel gewinnen konnte. Dies gemeinsam mit Julie Sappl.
Bei den Junioren konnten die Schweizer Vertreter nicht derart stark auftrumpfen wie die Schweizerinnen. Für einen Lichtblick sorgte allerdings Jan Sebesta. Er kämpfte sich als ungesetzter Spieler bis in die Halbfinals vor und schaffte es dort als einziger, dem späteren Sieger Mathis Debru einen Satz abzunehmen. Der Franzose war in dieser Woche in Oberentfelden der stärkste Spieler. In einem attraktiven Endspiel mit vielen spektakulären Ballwechseln setzte er sich gegen Deutsch Neo Niedner mit 6:3, 6:4 durch. «Es war eine grossartige Turnierwoche mit tollen Finalspielen. Das Niveau war in diesem Jahr enorm hoch und wir durften am Finaltag erfreulich viele Zuschauer in der Halle begrüssen», zeigte sich Turnierdirektor Freddy Blatter zufrieden.

Hinweis: Weitere Informationen finden Sie unter www.swissjuniortrophy.ch

Samstag, 18. Januar 2020

Trotz budgetiertem Verlust: Die positiven Nachrichten überwiegen

An der 82. Generalversammlung des Aargauischen Tennisverbandes in Kirchdorf wurden mehrere Aargauer Nachwuchstalente für ihre Leistungen geehrt und der Vorstand informierte, weshalb er fürs nächste Jahr einen Verlust budgetiert.

Beginnen wir mit den positiven Nachrichten. Und davon gab es an der 82. Generalversammlung des Aargauischen Tennisverbandes einige. Zum Beispiel konnte Lisbeth Speich, verantwortlich für die Finanzen des ATV, auch in diesem Jahr einen Gewinn präsentieren. Etwas mehr als 8000 Franken können dem Vermögen gutgeschrieben werden. Und das obwohl eigentlich ein kleiner Verlust budgetiert war. «Es war ein gutes Jahr für den Aargauischen Tennisverband», kommentierte Speich das erfreuliche Ergebnis.
Ebenfalls erfreulich waren die Leistungen der Aargauer Nachwuchstalente. So konnte Sandra Laubi, die Juniorenverantwortliche des ATV, gleich mehrere Juniorinnen und Junioren für ihre Leistungen auszeichnen. Shana Rutz und Selina Oetiker vom TC Brugg gewannen in der Altersklasse U18 den Schweizer Meistertitel. Benedikt Meffert, Dominik Rothenfluh, Leandro Califano und Rafael Hernandez vom TC Rheinfelden sicherten sich in derselben Altersklasse die Silbermedaille und Lina Strässle gewann gemeinsam mit Konstantina Dobazas für den TC Neuenhof die Bronzemedaille in der Altersklasse U12. Ausgezeichnet wurden auch Janis Simmen und Philip Orlov, die beide am ATV-Stützpunkt in Zofingen trainieren. Sie haben an den Junioren Schweizer Meisterschaften überzeugt und 2019 mehrere Medaillen gewonnen.

Pilotprojekt und Meisterschaft auf Kurs
Und es gibt noch zwei weitere positive Nachrichten: Robert Vögtlin, Verantwortlicher 50+ im Aargauischen Tennisverband, konnte vermelden, dass das Pilotprojekt «Trainings für Interclubteams» gut angelaufen ist. «Wir haben mit drei Mannschaften trainiert und haben gutes Feedback erhalten», so Vögtlin. Erfreuliches hatte auch Darko Kostanschek zu berichten. Der OK-Präsident der Aargauischen Tennis Meisterschaften der Aktiven, die vom 22. Juni bis 5. Juli in Obersiggenthal ausgetragen werden, informierte die Anwesenden über den aktuellen Stand. «Wir sind auf Kurs. Wir haben die Sponsorensuche bereits jetzt erfolgreich abschliessen können und hoffen, dass über 300 Spielerinnen und Spieler an unserem Turnier teilnehmen werden», so Kostanschek.

Verlust budgetiert
Ganz alle Informationen und Themen der 82. Generalversammlung des ATV waren dann aber doch nicht positiv. So ist die Stelle des Verantwortlichen Sponsoring/Marketing im Vorstand weiterhin vakant. «Wir hoffen, dass wir im Verlauf des Jahres eine Lösung finden», sagt Präsident Roland Polentarutti, der genau wie seine Vorstandskollegen Lisbeth Speich, Heidi Gautschi, Fritz Gollonitsch, Sandra Laubi und Robert Vögtlin für ein weiteres Jahr gewählt wurde.
Nicht ideal präsentiert sich die Situation auch beim Budget fürs kommende Jahr. Dort erwartet der ATV einen Verlust von rund 13'000 Franken. Zugrunde liegt diesem Verlust eine Veränderung in der Verteilung der Gelder von Swiss Olympic. Diese gehen neu nicht mehr an die Regionalverbände. Das hat zur Konsequenz, dass rund 30'000 Franken weniger generiert werden können. Der Swisslos-Sportfonds Aargau hat sich nun aber bereit erklärt, 16'000 Franken – denselben Betrag wie im Vorjahr – erneut zu sprechen, obwohl dieser Betrag in der Vergangenheit jeweils abhängig war von der Höhe der Swiss Olympic Unterstützung. «Wir sind sehr dankbar, dass uns der Swisslos-Sportfonds Aargau zwei weitere Jahre unterstützt und hoffen, dass wir auch noch eine Anschlusslösung finden.»

Mehrinvestitionen sind geplant
Das Defizit im kommenden Jahr hängt jedoch nicht nur mit den geringeren Fördergeldern zusammen, sondern auch mit der Tatsache, dass der ATV investiert. Insbesondere in der Nachwuchsförderung wurde der eingesetzte Betrag von 90'000 auf 120'000 erhöht. Zudem fallen weitere Aufwände an, weil erstmals seit vielen Jahren die Aargauischen Senioren Meisterschaften in der Halle wieder ausgetragen werden und weil der ATV seine Unterstützung für die Interclubequipe der Frauen des Tennisclub Zofingen aufgrund des Aufstiegs in die Nationalliga A erhöht hat.

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Donnerstag, 16. Januar 2020

Die Aargauer Senioren Meisterschaft ist zurück

Nachdem die Aargauer Senioren Meisterschaften Indoor für einige Zeit von der Bildfläche verschwunden sind, leben sie in Zofingen wieder auf. Sie werden vom 13. - 15. März im Tenniscenter Zofingen ausgetragen. 

Folgendes wird an den kantonalen Senioren Meisterschaften in Zofingen geboten:
  • Kantonale Meisterschaften mit Einzel und Doppel über ein Wochenende
  • Freitag: 60+ und älter ab 10 Uhr
  • Samstag: Alle Kategorien ab 8 Uhr
  • Sonntag: Finalspiele
  • Am Spielerabend vom Freitag, 13. März erzählt Bernhard Schär, Radio SRF-Sportreporter in seiner packenden Art über seine Erlebnisse auf der Tennistour. Danach gibt’s Apéro Riche.
  • Alle TeilnehmerInnen erhalten ein Erinnerungsgeschenk, ein Getränk und einen Verpflegungsgutschein
  • Es gibt Geld- und Naturalpreise sowie Pokale
Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Anmelden kann man sich bis am 3. März 2020 bei Swiss Tennis

Weitere Information gibt es hier.

Text und Bild zur Verfügung gestellt

Kräftemessen mit der internationalen Konkurrenz

Am 25. Januar beginnt die AKB Swiss Junior Trophy in Oberentfelden. Das internationale Juniorenturnier ist der ideale Einstieg für regionale und nationale Tennistalente, um erste Erfahrungen und wichtige Punkte für die Juniorenweltrangliste zu sammeln.

Es ist mittlerweile schon fast zur Tradition geworden, dass ein Grossteil der stärksten Nachwuchstalente unseres Landes nach den Junioren Schweizer Meisterschaften Anfang Januar zum Ende des Monats nach Oberentfelden kommen, um sich dort der internationalen Konkurrenz zu stellen. Die ABK Swiss Junior Trophy, die in diesem Jahr bereits zum 11. Mal ausgetragen wird, bietet dafür die ideale Gelegenheit. Als Turnier der vierten Kategorie ist es einerseits eine gute Einstiegsmöglichkeit in den internationalen Tenniszirkus und ande-rerseits kann der Sieger oder die Siegerin des Turniers auch fleissig Weltranglistenpunkte sammeln und sich so im Ranking verbessern.
Zu letzterer Kategorie gehören sicherlich die beiden frisch gebackenen Junioren Schweizer Meisterinnen Alina Granwehr (U18) und Céline Naef (U16). Granwehr, die ohne Satzverlust ihren ersten U18-Titel gewonnen hatte, gehört in Oberentfelden als Turniernummer zwei und Weltnummer 226 zu den Titelkandidatinnen. Die erst 14-jährige Naef zählt dagegen eher zu den Aussenseiterinnen, hat jedoch auch schon bewiesen, dass sie auf dieser Stufe mehr als nur mithalten kann. Im Oktober gewann sie in Österreich ihren ersten internatio-nalen U18-Titel.

Niveau ist gestiegen
Turnierdirektor Freddy Blatter hofft auch, dass insbesondere jüngere Spielerinnen und Spie-ler die Chance nutzen, um in Oberentfelden anzutreten. «Gerade in der Qualifikation können auch 14- oder 15-Jährige mitspielen und so direkt vor der eigenen Haustür internationale Tennisluft schnuppern», sagt Blatter. Zu diesen Spielerinnen gehören beispielsweise Aimée Frey aus Frick, die Lostorferin Salome Fluri, die jüngst an den Schweizer Meisterschaften die Bronzemedaille geholt hat, oder der Oltner Nicolas Kobelt.
Obwohl die AKB Swiss Junior Trophy noch immer in die Kategorie «Einstiegsturnier» fällt, ist das Niveau in den letzten Jahren merklich gestiegen. «Das sind alles junge und hungrige Spielerinnen und Spieler, die ein sehr hohes Niveau haben. Da hat sich einiges getan im Vergleich zu den ersten Ausgaben des Turniers. Ich erwarte ab der ersten Runde richtig gu-tes Tennis», so Freddy Blatter.

ABK als Titelsponsor
Bei der elften Ausgabe des Turniers gibt es eine Neuerung. Und zwar wird das Turnier erstmals mit einem Titelsponsor ausgetragen. Die Aargauische Kantonalbank wird sowohl das Juniorenturnier im Januar, als auch das Turnier im Juli als Titelsponsor unterstützen. «Es freut uns sehr, dass die Aargauische Kantonalbank, die uns seit vielen Jahren unterstützt, in diesem Jahr bei unseren Juniorenturnieren als Titelsponsor dabei ist und uns die Treue hält. Das ist enorm wichtig für uns», so Freddy Blatter.
In den letzten vier Jahren haben jeweils direkt im Anschluss an die Swiss Junior Trophy die Profispieler am Tennis Pro-Open Aargau aufgeschlagen. Das wird in diesem Jahr nicht der Fall sein. 2020 findet kein Profiturnier statt in Oberentfelden. «Nach vier erfolgreichen Aus-tragungen haben wir uns entschieden, dass wir gerne eine Turnierstufe höher gehen und ein mit 50'000 Dollar dotiertes Profiturnier anbieten möchten», erklärt Freddy Blatter. «Das ist jedoch erst im kommenden Jahr möglich und deshalb haben wir uns entschieden, in diesem Jahr kein Profiturnier auszutragen und unsere Kräfte fürs nächste Jahr zu bündeln.»

Hinweis: Die AKB Swiss Junior Trophy findet vom 26. Januar bis am 1. Februar statt. Die Spiele werden jeweils tagsüber ausgetragen, die Finals am Samstag um 11:30 Uhr. Weitere Informationen unter www.swissjuniortrophy.ch 

Text und Bilder zur Verfügung gestellt

Sonntag, 12. Januar 2020

Zerrung stoppt Janis Simmen auf dem Weg zur Titelpremiere

An den nationalen Nachwuchstitelkämpfen gibt es für Janis Simmen (U14) und Sophie Lüscher (U18) die Silbermedaille. Ein Achtungserfolg gabs zudem für Frederik Tandeter (U14). 

Es hat über weite Strecken hervorragend ausgesehen für Janis Simmen (R1) an diesen Junioren Schweizer Meisterschaften. Der grossgewachsene Lenzburger wurde seiner Favoritenrolle in den ersten drei Partien der U14-Konkurrenz gerecht. Ohne grosse Probleme bezwang er seine Gegner – er gab pro Match maximal fünf Games ab – und qualifizierte sich so souverän fürs Endspiel.
Dort wartete der an Nummer zwei gesetzte Sam Pidoux (R2). Und auch in dieser Begegnung erwischte Simmen den besseren Start. Schnell führte er mit Break und lag wenig später mit 4:2 in Führung. Doch dann geschah es. Bei einer schnellen Richtungsänderung zwickte es Simmen an den Adduktoren im linken Bein. «Ich hatte schon nach meinem Viertelfinalspiel etwas Probleme mit den Adduktoren, brachte die Schmerzen jedoch mit Physiotherapie weg. Im Halbfinale hatte ich danach überhaupt keine Beschwerden, doch nach diesem Ballwechsel wurde es leider immer schlimmer», beschreibt Simmen.

Highlights warten
Das Game zum 5:2 brachte er zwar noch ins Trockene. Doch danach behinderte ihn die Verletzung – wohl eine Zerrung – immer mehr. Beim Stand von 5:7, 1:3 gab Simmen die Partie schliesslich auf. «Es ist schon bitter, dass ich das Finale so verliere. Ich weiss, dass ich das Turnier wohl gewonnen hätte, wenn ich ohne Schmerzen hätte weiterspielen können. Das macht es immerhin ein wenig einfacher, die Niederlage zu akzeptieren», sagt Simmen. Der Youngster des Tennisclub Lenzburg wird nun alles daransetzen, sich so schnell wie möglich zu erholen. Denn in den nächsten Wochen warten gleich mehrere Highlights auf ihn. Zuerst darf Janis Simmen die Schweiz an der Team Europameisterschaft (U14) in Belgien vertreten und danach warten in Frankreich zwei prestigeträchtige internationale U14-Turniere.

Satzball abgewehrt
Neben Janis Simmen war Sophie Lüscher (N3, 34) die zweite Aargauer Titelkandidatin. Sie hatte sich bei ihrer letzten Teilnahme an den Hallen Schweizer Meisterschaften den Turniersieg zum Ziel gesetzt. Dieses Vorhaben konnte die 17-Jährige aus Seengen allerdings nicht ganz in die Tat umsetzen, war am Ende aber dennoch zufrieden. «Es war ein gutes Turnier und ich habe meine Leistung abrufen können», bilanzierte sie nach dem Finalspiel.
Auf dem Weg dorthin blieb Sophie Lüscher in ihren drei Partien ohne Satzverlust. Nach einem souveränen Auftaktsieg geriet sie im Viertelfinalspiel gegen Lea Gietz (N4, 53) mit 2:5 ins Hintertreffen. «Ich wollte zu Beginn etwas zu viel und musste dann gar einen Satzball abwehren. Das war ein holpriger Start. Danach habe ich aber zu meinem Spiel gefunden und sicher gewonnen», blickt sie zurück auf die Partie, die sie am Ende mit 7:6, 6:1 für sich entschied. Im Halbfinale feierte sie dann einen souveränen 6:1, 6:2-Sieg über Julie Sappl (N3, 45) und erreichte damit das Endspiel gegen Alina Granwehr (N3, 31).

Ausgeglichener Startsatz
Für diese Partie nahm sich Lüscher einiges vor. «Ich wollte Alina zum Laufen bringen und schauen, dass ich die Ballwechsel diktieren kann», erklärt sie. Das war allerdings nicht ganz einfach, denn Granwehr ist bekannt dafür, dass sie sehr schnell und flach spielen kann. Die beiden lieferten sich ein ausgeglichenes Match, wobei Granwehr in den entscheidenden Momenten die Oberhand behielt. Der erste Satz ging mit 6:4 an die Turniernummer eins. Lüscher konnte in der Folge nicht mehr reagieren. «Bei mir kam nicht mehr ganz so viel aus den Beinen. Die 10 oder 15 Prozent weniger Leistung machten dann einen grossen Unterschied, denn sie spielte im zweiten Satz auch richtig gut. Alles in allem kann ich aber auch mit meinem Finalspiel zufrieden sein. Wir haben ein Match auf gutem Niveau gezeigt», so Lüscher, die als nächstes drei internationale Juniorenturnier ein Südamerika spielen wird.

Exploit von Tandeter
Von den sieben übrigen Teilnehmern aus dem Aargau mussten deren fünf bereits in der Startrunde die Segel streichen: Aimée Frey (R1, Frick, U16), Tanja Siegrist (R1, Schöftland, U16), Sascha Jankovic (R1, Baden, U18), Alexandru Lupo (R4, Bremgarten, U12) und Iva Ivanovic (R5, Döttingen, U12) verloren bei ihrem ersten Auftritt. Medea John (R5, Gipf-Oberfrick, U12) erreichte immerhin die zweite Runde. Ein Achtungserfolg gelang derweil Frederik Tandeter (R3, Wettingen, U14). Als Qualifikant eliminierte er zwei R2-Spieler, darunter die Turniernummer drei Julian Theler, und erreichte die Viertelfinals.

Text und Bilder Fabio Baranzini

Mittwoch, 8. Januar 2020

Lüscher und Simmen starten mit Titelchancen

An der Junioren Schweizer Meisterschaft dürfen sich die Aargauer Vertreter trotz prominenten Absenzen Chancen auf Medaillen ausrechnen. Allen voran Sophie Lüscher (U18) und Janis Simmen (U14).

An den Schweizer Junioren Meisterschaften ist auf die Aargauer Vertreter Verlass. In den letzten Jahren gab es praktisch immer mehrere Medaillengewinne zu bejubeln – egal ob im Sommer draussen auf Sand gespielt wurde oder im Winter in der Halle. Bei der kommenden Austragung der nationalen Nachwuchstitelkämpfe in der Halle, die am Freitag beginnen, fehlen jedoch zwei Spieler aus dem Aargau, die zuletzt fast immer eine Medaille gewonnen haben: Chelsea Fontenel und Jérôme Kym.
Beide wären in ihren Alterskategorien als Titelverteidiger in die Hallen Meisterschaften gestartet, fehlen jedoch diesmal in Kriens. Kym weilt in Australien, wo er erstmals an den Australian Open der Junioren teilnehmen kann und Chelsea Fontenel lebt und trainiert seit letztem Sommer in Florida. Das erfreuliche aus Aargauer Sicht: Obwohl zwei Aushängeschilder fehlen, sind die Chancen durchaus intakt, dass es auch diesmal Medaillen gibt.

Lüscher will sich in der Halle beweisen
Eine vielversprechende Medaillenkandidatin ist Sophie Lüscher. Die 17-Jährige aus Seengen, die im letzten Sommer Schweizer Meisterin geworden ist, bestreitet in diesem Jahr ihre letzte Saison bei den Juniorinnen. Entsprechend hat sie sich für ihre letzte Junioren Schweizer Meisterschaft in der Halle viel vorgenommen. «In erster Linie möchte ich meine beste Leistung abrufen können, aber mein Ziel ist der Titel», sagt sie. «Dass ich im letzten Sommer bereits den Titel draussen gewinnen konnte, ist eine zusätzliche Motivation und stärkt mir den Rücken. Nun will ich auch in der Halle beweisen, dass ich gewinnen kann.» Sophie Lüscher ist an den Nachwuchstitelkämpfen an Nummer zwei gesetzt.

Chance auf den ersten Titel
Noch etwas besser präsentiert sich – zumindest auf dem Papier – die Ausgangslage von Janis Simmen. Der 13-jährige Lenzburger ist in der Kategorie U14 als einziger R1-Spieler seiner Altersklasse an Nummer eins gesetzt. Damit gehört er automatisch zu den Titelkandidaten. Vor allem auch weil dem grossgewachsenen Youngster der schnelle Hallenbelag liegt. Angesprochen auf seine Ziele, will er sich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. «Für mich ist das Wichtigste, dass ich mich auf mein Spiel konzentriere und Satz für Satz schaue. Deshalb nehme ich mir kein konkretes Resultat als Ziel», sagt Simmen.
Dass er als Nummer eins ins Turnier startet, ist für ihn zwar eine Zusatzmotivation, «aber ich spüre schon auch den höheren Druck.» Simmen konnte in seiner Juniorenkarriere schon mehrere Medaillen an den nationalen Titelkämpfen holen. Noch fehlt aber eine Goldmedaille im Einzel in seiner Sammlung. Dass es am nächsten Wochenende klappen könnte, liegt durchaus im Bereich des Möglichen, denn die Form von Janis Simmen stimmt. Das hat er am letzten Wochenende bewiesen, als er ein Vorbereitungsturnier in der U16-Kategorie gewann.

Sieben weitere Aargauer
Neben Janis SImmen und Sophie Lüscher sind noch weitere Aargauer Vertreter an der Junioren Schweizer Meisterschaft im Einsatz. Es sind dies Sascha Jankovic (R1, Baden) in der Kategorie U18, Tanja Siegrist (R1, Schöftland) und Aimée Frey (R1, Frick) bei den unter 16-Jährigen, Frederik Tandeter (R3, Wettingen) in der Altersklasse U14, sowie Medea John (R5, Gipf-Oberfrick), Iva Ivanovic (R5, Döttingen) und Alexandru Lupo (R4, Bremgarten) bei den U12-Junioren.

Text und Bild Fabio Baranzini

Drei Trainingstage mit dem «Maestro»

Grosse Ehre für den jungen Aargauer Tennisprofi Jérôme Kym. Der 16-Jährige durfte drei Tage mit Roger Federer in Dubai trainieren. Nun geht es für den Youngster weiter nach Australien.

Silvester ist für Jérôme Kym in diesem Jahr kurz ausgefallen. Am 31. Dezember stand er bis am späten Nachmittag beim Silvester Cup in Derendingen auf dem Tennisplatz, wo er sich dank zwei starken Leistungen am Finaltag den Turniersieg sichern konnte. Und am nächsten Morgen gings gleich nach Zürich an den Flughafen. Ziel der Reise: Dubai.
Der Grund für den Trip in die Vereinigten Arabischen Emirate war alles andere als alltäglich. Severin Lüthi, Davis Cup Coach der Schweiz und Trainer von Roger Federer, hatte Jérôme Kym einige Tage zuvor angerufen und gefragt, ob er für drei Trainingstage mit Roger Federer nach Dubai fliegen würde. «Das hat mich natürlich sehr gefreut und ich habe sofort ja gesagt. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese tolle Chance bekommen habe», so Kym, der im vergangenen Jahr bereits das eine oder andere Mal mit dem Maestro ein paar Bälle schlagen durfte.

Australian Open warten
Diesmal aber gings zum ersten Mal ins Ausland für ein Training mit Federer. Und zum ersten Mal trainierte der 16-jährige Fricktaler an drei aufeinanderfolgenden Tagen mit dem 20-fachen Grand Slam Sieger. Kym war aber nicht der einzige Youngster, der in den Genuss von Trainingseinheiten mit Roger Federer gekommen ist. Mit Kym sind auch dessen Trainingskollegen Leandro Riedi und Dominic Stricker nach Dubai gereist. Das Trio wird heute nach Australien weiterreisen, wo es dann am Australian Open der Junioren teilnehmen wird. Für Kym ist das Turnier «down under» eine Premiere. Aufgrund seiner jüngsten Erfolge hat er sich in der Junioren Weltrangliste bis auf Platz 43 nach vorne gekämpft und darf nun zum ersten Mal bei einem Grand Slam Turnier der Junioren auflaufen.

Lockerheit mitnehmen Und was gibt es da für eine bessere Vorbereitung, als mit Roger Federer in Dubai zu trainieren. Doch wie waren denn nun die Trainingseinheiten mit dem vielleicht besten Tennisspieler der Geschichte? «Wir haben an allen drei Tagen zwei Mal miteinander trainiert. Dabei spielten wir jeweils zu zweit gegen Roger», erzählt Kym. «Die Intensität muss in jedem Ballwechsel sehr hoch sein und du musst dich länger konzentrieren können, als das in einem normalen Training der Fall ist.»
Wie fühlt sich das eigentlich an, wenn auf der anderen Seite auf einmal Roger Federer steht und die Bälle zurückschlägt? Ist man da nervös? «Das ist natürlich schon speziell, aber es war ja nicht das erste Mal, dass ich mit ihm trainieren durfte. Wir verstehen uns ziemlich gut und haben Spass auf dem Platz. So legt sich die Nervosität schnell», sagt Kym, der von den Trainings viel profitieren konnte. «Du kannst in jedem Training mit Roger etwas lernen. Diesmal habe ich vor allem versucht, die Lockerheit, die Roger während den Ballwechseln hat, mitzunehmen.»

Vorfreude ist gross
Mit dieser besonderen Erfahrung im Gepäck geht es für Kym nun weiter nach Australien. Zuerst wird er dort ein Vorbereitungsturnier bestreiten, ehe dann seine Grand Slam Premiere ansteht. «Ich freue mich riesig darauf, dass ich in diesem Jahr erstmals bei den Grand Slam Turnieren antreten kann. Da die Australian Open mein erstes Grand Slam Turnier sind, weiss ich noch nicht genau, was mich erwartet. Ich will einfach mein Tennis spielen und schauen, wie weit mich das bringt», so Kym.

Text von Fabio Baranzini

Tennisprofi Muhamed Fetov wird neuer Mitinhaber

Die Tennisschule Aarau-West der Blatter.Simmen GmbH festigt ihre Position als Tennis-Akademie Nummer 1 im Kanton. Muhamed Fetov gibt Tennis Training Baden West auf und wird per April 2020 Mitinhaber der Tennisschule in Oberentfelden. Somit konzentriert sich die Kompetenz in Oberentfelden.

Als Mitglied der Geschäftsleitung und Stellvertreter von Freddy Blatter will Fetov nach eigenen Angaben weitere innovative Kurse auf allen Stufen anbieten, die Tennis-Kids noch stärker fördern, mit einer langfristigen Planung die Schule auf ein sicheres Fundament stellen. Er sagt: «In jedem Bereich – vom Anfänger bis zum Profi – soll sich jeder bei uns dank individueller Betreuung, klarer Orientierung und koordiniertem Ablauf wohl fühlen.»

Die Tennisschule Aarau-West steht als Leuchtturm mitten im Kanton. Wer Tennis spielt, kennt den ehemaligen Davis Cup-Spieler Freddy Blatter und die langjährige Nummer 1 der Schweiz, Monica Blatter-Simmen, die seit 18 Jahren die Tennisschule mit einem professionellen Staff führen. Damit die Schule auf hohem Niveau weitergeführt werden kann, und die Nachfolge gesichert ist, haben sich die beiden Tennisprofis entschieden, einen dritten an Bord zu holen. Per 1. April 2020 tritt Muhamed Fetov als Mitinhaber ins Unternehmen ein. Fetov leitet aktuell mit Tennis Training Baden West seine eigene Schule. Amra Sadikovic brachte er 2016 auf den Center-Court in Wimbledon (Gegnerin Serena Williams). Von 2001 bis 2004 war er selber als Profi unterwegs. Als Nr. 11 der Schweiz wurde er zwei Mal U18-Schweizermeister; mit einem Sieg über Stan Wawrinka notabene. 2006 wurde er Schweizermeister in der Halle. Er spielte an den Swiss Indoors Basel und an den Swiss Open Gstaad. Aktuell ist er als N3 auf dem 58. Platz klassiert. Er steht zudem in der Ausbildung zum A-Trainer Swiss Tennis.

«Wir wollen unsere Tennisfamilie stärken», sagt Freddy Blatter. Seines Zeichens A-Trainer Swiss Tennis. «Das heisst, wir unterrichten auch in Zukunft Tennis auf allen Stufen für jedes Alter. Mit Muhamed Fetov haben wir den Partner gefunden, der unsere Philosophie teilt und auch weiterführt.» Für Fetov ist die Beteiligung an der Tennisschule Aarau-West die logische Fortsetzung seiner beruflichen Karriere. «Seit 2012 bin ich als Einzelunternehmer unterwegs. Die Zusammenarbeit in einem starken Team ist für mich eine neue Herausforderung, die ich gerne annehme.» Fetov nennt die Rafa Nadal Academy als Vorbild. «Wir brauchen motivierte und smarte Leute, die mit uns Schritt für Schritt weitergehen. Die Tennisschule Aarau-West verfügt mit all den Partnern und Sponsoren über ein enormes Netzwerk. Hier gilt es anzuknüpfen. Die Fussstapfen von Freddy Blatter sind gross!»

Die Tennisschule Aarau-West organisiert Tenniscamps und führt Turniere mit internationaler Beteiligung durch. Hier zu erwähnen die AKB Swiss Junior Trophy. Im U18-Bereich das grösste Tennisturnier Europas. Die Aktivitäten will Fetov weiterführen – ja ausbauen. «Schliesslich kann ich mich auf die Kompetenz von Monica und Freddy verlassen, die mir bis zur vollständigen Übernahme der Schule noch mindestens zwei Jahre zu Seite stehen.»

Text und Bild zur Verfügung gestellt