Dienstag, 4. August 2020

Die Finalrunde haarscharf verpasst

Die Frauen des TC Zofingen qualifizieren sich in ihrer ersten NLA-Interclubsaison nicht für die Finalrunde. Am Ende hat ein einziger Sieg gefehlt.

Drei Punkte haben die Frauen des TC Zofingen im letzten NLA-Gruppenspiel geholt. «Nur» drei Punkte ist man versucht zu sagen, denn die Gegnerinnen aus Sursee hatten zuvor in vier Begegnungen lediglich ein einziges Match gewonnen. Die Zofingerinnen hätten aber eigentlich möglichst viele Punkte benötigt, um das Saisonziel «Finalrunde» doch noch zu erreichen.
Mit den drei gewonnen Punkten – Valentina Ryser und Alina Granwehr gewannen im Einzel und im Doppel blieben Caroline Werner und Alina Granwehr siegreich – zogen die Zofingerinnen zwischenzeitlich an den direkten Konkurrentinnen aus Kreuzlingen vorbei. Doch diese schlugen sich auswärts in Chiasso wacker und holten sich – unter anderem auch weil Chiasso nicht in Bestbesetzung antrat – zwei Punkte. Damit schoben sich die Ostschweizerinnen in der Endabrechnung wieder vor die Zofingerinnen. Mit einem Punkt Vorsprung.

Zu viele Chancen nicht genutzt
Ein einziger Matchgewinn hat dem jungen Team aus Zofingen also am Ende für die Teilnahme an der Finalrunde gefehlt. Ein Punkt, den die Zofingerinnen im Verlauf ihrer ersten Nationalliga-A-Saison in verschiedensten Partien hätten gewinnen können. Nicht weniger als neun Mal mussten sie sich erst in einem Champions Tie Break geschlagen geben. Und zwei Mal verloren sie ein Match, in dem sie gar Matchbälle hatten. Das macht die verpasste Finalrunde umso bitterer. «Wir sind natürlich schon sehr enttäuscht. Die Finalrunde war unser Ziel und das wäre durchaus möglich gewesen», so Teambetreuer Christoph Meyer.
Auf der anderen Seite dürfen die Zofingerinnen trotzdem stolz sein, dass sie mit ihrer jungen und auf dieser Stufe noch unerfahrenen Equipe in der ersten NLA-Saison die arrivierten Teams zu fordern vermochten. Das sieht auch Meyer so. «Wir haben gesehen, dass wir mit den besten Teams mithalten konnten. Darauf dürfen wir stolz sein, auch wenn es nicht zur Finalrunde gereicht hat.»

Wichtige Erkenntnisse gewonnen
Meyer hat nach dem ersten NLA-Jahr, in welchem die Zofingerinnen unter anderem vom Aargauischen Tennisverband und dem Swisslos Sportfonds Aargau unterstützt wurden, bereits die Lehren für die kommende Saison gezogen. «Wir müssen uns insbesondere im Doppel noch steigern. Wir haben uns zwar bereits im Verlauf dieser Saison verbessert, aber es hat noch immer Luft nach oben», so Meyer. «Wichtig ist zudem, dass wir ein breiteres Kader haben. Wir brauchen eine Spielerin mehr, die jederzeit eine Partie gewinnen kann. Die Saison ist zwar nur kurz, aber sehr intensiv. Da kann es entscheidend sein, dass eine Spielerin mal pausieren kann. Aber auch so war es für uns eine tolle und lehrreiche Woche.»

Text und Bild von Fabio Baranzini

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