Montag, 8. August 2022

Weniger Teilnehmende als erhofft

Mit 225 Teilnehmenden bleiben die Organisatoren der Aargauischen Senioren Meisterschaften in Teufenthal etwas unter den eigenen Erwartungen. Einen Lichtblick gibt es trotzdem: die Kategorie 30+ bei den Frauen.

Die Aargauischen Senioren Meisterschaften finden in diesem Jahr zum 71. Mal in Teufenthal statt. Am Freitag werden die ersten Bälle der diesjährigen Ausgabe übers Netz geschlagen. Es sind in diesem Jahr allerdings deutlich weniger Spielerinnen und Spieler mit dabei im Vergleich zu den Zeiten vor Corona. Damals knackten die Teufenthaler die 300er-Grenze locker.
In diesem Jahr sind es 225 Spielerinnen und Spieler – praktisch gleich viele, wie im letzten Jahr, als man wegen Corona mit einem entsprechenden Rückgang gerechnet hatte. «Die Teilnehmerzahlen sind leider etwas unter den Erwartungen geblieben. Dass wir nicht automatisch wieder bei den Vor-Coronazahlen sind, war uns klar. Wir hofften aber auf eine Steigerung im Vergleich zum letzten Jahr. Die ist leider ausgeblieben», sagt Turnierleiter René Schwendimann.

Mehr Konkurrenz
Was die Gründe für die ausbleibende Steigerung sind, haben die Organisatoren noch nicht abschliessend analysiert. «Einerseits haben wir festgestellt, dass sehr viele neue Turniere entstanden sind und damit unsere Konkurrenz grösser ist und andererseits hat sich das Ferienverhalten der Teilnehmenden verändert. Leider ziehen mehr Spielerinnen und Spieler die Ferien der Teilnahme an der ATSM vor», so Schwendimann.
Gemeinsam mit seinem Team wird Turnierleiter René Schwendimann im Hinblick auf das nächste Jahr einige Neuerungen prüfen. Auch bereits in diesem Jahr gibt es eine Anpassung: Die Qualifikationsturniere wurden in eigenständige R6/R9-Kategorien umgewandelt, die bis zum Schluss ausgespielt werden. «Diese Anpassung haben wir noch nicht gross kommuniziert, aber sie ist bereits in diesem Jahr gut angelaufen», freut sich Schwendimann.

Starke Seniorinnen 30+
Und das ist nicht das einzig Positive. Der grösste Lichtblick ist für René Schwendimann und sein Team die Kategorie 30+ der Frauen. «Dort haben wir im Vergleich zu früheren Jahren ein extrem hohes Niveau. Das macht uns Freude und wir hoffen, dass wir in den kommenden Jahren darauf aufbauen können», so Schwendimann. Angeführt wird diese Konkurrenz von Nadine Sanfilippo (R2, TC Neuenhof) und Titelverteidigerin Bettina Ernst (R2, TC Buchs). Weiter sind drei R3- und zwei R4-Spielerinnen mit dabei. Attraktives Matches sind also garantiert.
Das gilt auch für die Kategorie 35+ der Männer, die von Lokalmatador Philippe Ruch (R1, TC Teufenthal) angeführt wird. Sein nominell härtester Widersacher ist Michel Keppler (R2, TC Lenzburg). Mit Pascal Rennhard (R3, TC Rohrdorferberg) und Patrick Richner (R3, TC Teufenthal) figurieren zwei weitere starke Spieler mit Aussenseiterchancen im Tableau.

Neuauflage Hegi vs. Ruetti?

In der Kategorie 45+ ist Christian Truog (R4, TC Lenzburg) top gesetzt vor Hans Reinle (R4, TC Buchs). Auf der Rechnung muss man aber sicherlich auch Deon Bowman (R4, TC Teufenthal) haben, der schon etliche kantonale Meistertitel gewonnen hat. Bei den Senioren 55+ ist José Taborda (R3, TC Brugg) der nominell stärkste Spieler und bei den Senioren 65+ ist dies Robert Vögtlin (R4, TC Obersiggenthal).
Bei den Senioren 70+ läuft es derweil wohl auf dein Duell zwischen Max Hegi (R4, TC Bremgarten) und Bruno Ruetti (R4, TC Menziken) hinaus. Die beiden, die sich im Vorjahr im Halbfinal gegenüber standen, sind die klar stärksten Spieler des Tableaus. Meinrad Kueng (R6, TC Wettingen) ist der Favorit bei den Senioren 75+.

Baumgartner-Ziegler als Favoritin

Bei den Seniorinnen ist nicht nur die Kategorie 30+ stark besetzt, sondern auch die Altersklasse 45+. Dort ist die amtierende Schweizer Meisterin Beatrice Baumgartner-Ziegler (R2) die Spielerin, die es zu schlagen gilt. Ihre stärkste Herausforderin ist Brigitte Nadler (R3, TC Buchs).
In der Altersklasse 60+ sind mit Elisabeth Gloor (R4, TC Teufenthal), Ursula Voser (R4, TC Neuenhof) und Jutta Siegrist (R4, TC Teufenthal) gleich drei R4-Spielerinnen mit dabei, die den Titel wohl unter sich ausmachen werden. Die Finalspiele der Einzelkategorien finden am Donnerstag 25. August statt, die Doppelfinals am Freitag 26. August.

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Drei top Gesetzte aus dem Aargau

An den Senioren Schweizer Meisterschaften in Münsingen ist die Aargauer Delegation in diesem Jahr kleiner als üblich. Die Chancen stehen aber dennoch gut, dass es auch in diesem Jahr Edelmetall geben wird.

Vor einem Jahr gabs an den Senioren Schweizer Meisterschaften im Sommer insgesamt sieben Aargauer Medaillen – darunter drei goldene. Dass die Aargauer Delegation erneut derart viele Medaillen einheimsen wird, ist eher unwahrscheinlich. Nicht etwa, weil die Qualität der Aargauerinnen und Aargauer in diesem Jahr schlechter wäre, sondern die Anzahl der Teilnehmenden aus dem Aargau tiefer ist als auch schon. Insbesondere in den jüngeren Kategorien zwischen 30 und 50 Jahren.
Bei den älteren Konkurrenzen aber kommt man nicht an den Aargauerinnen und Aargauern vorbei. Bei den Seniorinnen 55+ beispielsweise ist Béatrice Baumgartner-Ziegler (R2) an Nummer eins gesetzt und gehört damit automatisch zu den vielversprechendsten Titelanwärterinnen in dieser Kategorie.

Gloor und Hausherr top gesetzt
Gar noch grösser sind die Medaillenchancen bei den Senioren 60+. Diese Kategorie ist – zumindest wenn man nach der Setzliste geht – fest in Aargauer Hand. Top gesetzt ist Martin Gloor (R3) vom TC Teufenthal. Als Nummer zwei folgt sein Clubkollege Daniel Müller (R3) und mit José Taborda (R3) vom TC Brugg ist auch der nominell drittstärkste Spieler aus dem Kanton Aargau. Die Chancen sind also absolut intakt, dass es in dieser Altersklasse bei den Senioren eine Medaille für die Aargauer Delegation geben wird.
Bei den Ältesten – den Senioren 80+ – könnte es ebenfalls eine Aargauer Medaille geben. Als Turniernummer eins startet in dieser Kategorie nämlich Peter Hausherr (R6) vom TC Bremgarten ins Turnier. Und mit dem ebenfalls R6 klassierten Milan Makanec vom TC Obersiggenthal kommt ein weiterer Medaillenkandidat aus dem Aargau.

Prominente Abwesende
Aus Aargauer Sicht sind in diesem Jahr jedoch gleich mehrere regelmässige Medaillensammler nicht mit am Start. Allen voran die beiden Seniorinnen Sandra Hopfner und Michelle Paroubek. Hopfner hat bereits schier unglaubliche 27 Schweizer Meistertitel bei den Seniorinnen gewonnen und Paroubek deren 14. Aber auch Alain Dedial, der im März Schweizer Meister geworden ist, und Philippe Ruch, der bereits mehrere Medaillen gewonnen hat, sind diesmal nicht am Start.

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Freitag, 5. August 2022

Der ATV unterstützt das Sport Forum Aargau am 9.9. im Tägi Wettingen

Bei der diesjährigen Ausgabe des Sport Forum Aargau, das unter dem Motto «Sport und sein Potenzial – Grosses erreichen» steht, werden Extrembergsteiger Reinhold Messner, Philosoph Ludwig Hasler und die frühere Weltklasse Biathletin Selina Gasparin auftreten. Das Sport Forum Aargau findet am 9.9. ab 18:30 Uhr im Tägi Wettingen statt.

Sichere dir jetzt dein Ticket und höre ihre Geschichte zum Thema «Sport und sein Potenzial – Grosses erreichen». Der Aargauische Tennisverband ist Mitglied der IG Sport Aargau und unterstützt diesen Event im Tägi Wettingen. Wir freuen uns über möglichst viele Vertreterinnen und Vertreter aus der Aargauer Tennisszene, die an diesem Event in Wettingen dabei sein werden.

Weitere Informationen zum Sport Forum Aargau gibt es hier.


 

Samstag, 16. Juli 2022

Eine Einzel- und drei Doppelmedaillen

An den Junioren Schweizer Meisterschaften in Bern blieben die ganz grossen Exploits aus Aargauer Sicht aus. Immerhin: Es gab auch so vier Medaillen für die Nachwuchstalente aus dem Kanton.

Die Aargauer Medaillenhoffnungen an diesen Junioren Schweizer Meisterschaften lagen fast ausschliesslich auf den Schultern von Janis Simmen (N4, 78). Der junge Lenzburger, der in der Kategorie U16 an Nummer zwei gesetzt war, startete souverän ins Turnier. Maxime Bauer (R1) und Timéo Gaillard (N4, 142) schlug er bei seinen ersten beiden Auftritten ohne Satzverlust und qualifizierte sich damit für den Halbfinal.
Dort konnte Simmen dann aber nicht mehr an seine bisherigen Leistungen in diesem Turnier anknüpfen. Und das reichte nicht, um Turniernummer vier Justin Lenders (N4, 132) zu schlagen. Simmen musste sich mit 4:6, 2:6 geschlagen geben. Damit gibts für ihn die Bronzemedaille im Einzel. Kleiner Trost: Im Doppel krönte sich Janis Simmen gemeinsam mit Timéo Gaillard zum Schweizer Meister. Die beiden blieben auf dem Weg zum Turniersieg ohne Satzverlust.

Schöner Erfolg für Lüthi
In der U18-Kategorie der Junioren hat Arenui Lüthi (R1) aus Gontenschwil einen Achtungserfolg gefeiert. Er hat nicht nur als ungesetzter Spieler die Qualifikation überstanden, sondern gewann denn gleich auch noch die erste Runde. Bei seinem zweiten Auftritt im Hauptfeld war dann aber Schluss. Die Turniernummer eins Andrin Casanova (N3, 49) war zu stark.


In der Kategorie U14 qualifizierte sich Titus Cristea (R2) aus Nussbaumen für die Viertelfinals. Nach einem Freilos zum Auftakt gewann er problemlos gegen Hadrien Hofstetter (R2) und musste sich dann der Turniernummer zwei Thomas Gunzinger (N4, 145) in drei Sätzen geschlagen geben. Gunzinger hatte zuvor in der zweiten Runde bereits einen weiteren Aargauer eliminiert. Nämlich Qualifikant Robin Rutishauser (R2) aus Zufikon, der ebenfalls eine Runde gewinnen konnte.

Strässle erreicht Viertelfinal
Bei den Juniorinnen gabs aus Aargauer Sicht keinen Exploit. In der Königskategorie U18 setzte sich Aimée Frey (N4, 68) aus Frick in der ersten Runde durch, verlor anschliessend aber gegen Lara Russiniello (N4, 51) in zwei Sätzen. Bereits in der ersten Runde musste Lea Markovic (R1) vom TC Frick in der Kategorie U16 die Segel streichen. Je einen Sieg feierten dagegen Iva Ivanovic (R2) aus Döttingen und Lina Strässle (R2) vom TC Spreitenbach in der Kategorie U14. Ivanovic verlor dann aber in Runde zwei gegen die an Nummer zwei gesetzte Sarina Schnyder (N4, 73) und Lina Strässle verlor gegen Topfavoritin Noelia Manta (N4, 69). Ebenfalls bis in die zweite Runde kam Lara Da Silva (R4) aus Sarmenstorf in der Altersklasse U12. Qualifikant Yannick Treyer (R4) aus Widen musste sich bei seinem ersten Auftritt im Hauptfeld der U12-Kategorie geschlagen geben.

Cristea und Ivanovic gewinnen Silber
Im Doppel gabs dann aber doch noch weitere Medaillen für den Kanton Aargau. Neben Janis Simmen, der Gold gewann, holte Titus Cristea die Silbermedaille in der Kategorie U14. Er spielte gemeinsam mit Tiago Peterhans. In derselben Altersklasse bei den Juniorinnen gabs ebenfalls eine Silbermedaille. Und zwar hat Iva Ivanovic an der Seite von Ana Frommenwiler den Final erreicht.

 

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Montag, 11. Juli 2022

Simmen ist die grösste Aargauer Medaillenhoffnung

Morgen beginnen die Tennis Junioren Schweizer Meisterschaften in Bern. Mit dabei sind auch zehn Vertreterinnen und Vertreter aus dem Aargau, wobei einzig Janis Simmen zu den Topfavoriten gehört.

Die Aargauer Nachwuchstalente haben in den letzten Jahren etliche Medaillen an Junioren Schweizer Meisterschaften gewonnen. Mit zu den erfolgreichsten Medaillensammlern gehörten zuletzt Jérôme Kym und Chelsea Fontenel. Doch Kym ist mittlerweile nicht mehr Junior und Fontenel stand am Juniorenturnier vom Wimbledon im Einsatz und läuft daher nicht an den Nachwuchstitelkämpfen auf.
Und so ist der Kreis der Medaillenanwärter aus dem Kanton Aargau bei der diesjährigen Austragung der Junioren Schweizer Meisterschaften wesentlich kleiner als in früheren Jahren. Der Lenzburger Janis Simmen (N4, 78), der in der Kategorie U16 an Nummer zwei gesetzt ist, ist der einzige Aargauer Vertreter, der zu den engsten Medaillenkandidaten gehört. Simmen ist amtierender U16-Schweizer Meister in der Halle, qualifizierte sich im März erstmals für das Hauptfeld eines Profiturniers und hat im April sein erstes internationales U18-Turnier gewonnen. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille an den letzten outdoor Junioren Schweizer Meisterschaften in der Kategorie U16 könnte er nun seinen ersten Titel auf Sand in dieser Altersklasse gewinnen.

Frey mit Aussenseiterchancen

Vor einem Jahr war Janis Simmen nicht der einzige Aargauer, der eine Medaille holen konnte an den Nachwuchstitelkämpfen. Auch Aimée Frey (N4, 68) aus Frick war erfolgreich und holte in der Königskategorie U18 ebenfalls die bronzene Auszeichnung. Auch in diesem Jahr ist Frey wieder im Hauptfeld der U18-Kategorie mit dabei. Allerdings gehört sie als Nummer zwölf der Setzliste nicht zu den Favoritinnen. Allerdings ist die Konkurrenz in dieser Altersklasse sehr dicht beieinander. Neben Frey figurieren gleich noch acht weitere N4-Spielerinnen im Tableau. Angeführt wird die Konkurrenz von vier N3-Spielerinnen.
Aus Aargauer Sicht ebenfalls im Haupttableau mit dabei sind in der Kategorie U16 Lea Markovic (R1) vom TC Frick, sowie in der Kategorie U14 Titus Cristea (R2) aus Nussbaumen, Iva Ivanovic (R2) aus Döttingen und Lina Strässle (R2) vom TC Spreitenbach. Cristea wird in der Setzliste an Nummer acht geführt, Ivanovic ist die Nummer zwölf und Strässle die Nummer acht. In der Altersklasse U12 ist mit Lara da Silva (R4) aus Sarmenstorf noch eine weitere Aargauerin direkt im Hauptfeld.

Drei Qualifikanten
Über die Qualifikation haben sich zudem noch drei weitere Talente aus dem Kanton qualifiziert. Es sind dies in der Kategorie U18 Arenui Lüthi (R1) aus Gontenschwil, der sich als ungesetzter Spieler durch das Qualifikationstableau gekämpft hat und darunter auch einen N4-Spieler eliminieren konnte. Ebenfalls durch die Qualifikation kamen Robin Rutishauser (R2) aus Zufikon in der Altersklasse U14 und Yannick Treyer (R4) aus Widen in der Kategorie U12.

Text und Bilder von Fabio Baranzini