Montag, 15. Juni 2015

Entfelden hätte fast den Coup gelandet

Die Interclubsaison verlief in der Region Aarau/Entfelden nicht für alle Teams wie erhofft. Gleich zwei Abstiege mussten in Kauf genommen werden, aber dafür hätten die Frauen des TC Entfelden in der Nationalliga C beinahe einen Exploit gelandet.

Was wäre das für eine Geschichte gewesen: Das Nationalliga-C-Frauenteam des TC Entfelden (im Bild Michelle Bertschi) war nur wenige Punkte davon entfernt, im ersten Aufstiegsspiel Dählhölzli Bern zu bezwingen. Diese Tatsache allein wäre noch keine grosse Meldung wert, aber die Bernerinnen traten mit Xenia Knoll an - der mit Abstand besten Spielerin der gesamten Liga. Die 22-Jährige, ihres Zeichens Mitglied des Schweizer Fed Cup Teams und derzeit die Nummer 280 der Welt, brachte einen Hauch von Profitennis ins beschauliche Entfelden. Und dennoch musste selbst Knoll – zumindest im Doppel – etwas kämpfen, um die junge Entfelder Mannschaft in die Knie zu zwingen. Am Ende sollte der Gewinn des Doppel Nummer eins den Ausschlag für die Bernerinnen geben.
Nichts desto Trotz spielte das Team von Captain Bettina Studerus eine starke Saison. In der Vorrunde blieben sie absolut ungefährdet und mussten nur gerade zwei Matches verloren geben. Als überlegene Gruppensiegerinnen qualifizierten sie sich für die Aufstiegsrunde, wo sie dann – wie eingangs erwähnt – hauchdünn an den Bernerinnen scheiterten. Und das obwohl sie gleich viele Punkte, gleich viele Sätze und zwei Games mehr gewonnen hatten. Bei den Verantwortlichen des TC Entfelden steht nun eine intensive Phase an, geht es doch bereits darum, die nächste Saison zu planen. Denn dort haben die Entfelderinnen Grosses vor: Sie nehmen den Aufstieg in die Nationalliga B ins Visier.

Pech für die Buchser
Weniger erfolgreich verlief die Saison des einzigen regionalen Nationalliga-A-Teams. Die Buchser Senioren der Kategorie 55+ waren in der vergangenen Saison in die höchste Spielklasse aufgestiegen und mussten schnell feststellen, dass im Oberhaus ein anderer Wind weht. Nur gerade ein Match konnten die Buchser in der gesamten Vorrunde gewinnen – wobei angemerkt werden muss, dass der Buchser Teamleader Herbert Gloor (R4, im Bild) verletzt war und daher seinem Team keine Punkte sichern konnte. Auch im Abstiegsspiel gegen Dählhölzli Bern musste sich die Mannschaft klar mit 1:5 geschlagen geben und wird im kommenden Jahr wieder in der Nationalliga B auflaufen.
Einen ganz bitteren Abstieg erlebten dagegen die Nationalliga B Männer des TC Aarau. In der Kategorie 45+ konnten die Aarauer als Aufsteiger in der Vorrunde gleich zwei Begegnungen mit 5:2 gewinnen, weil sie jedoch gegen Luzern Lido gleich mit 0:7 untergegangen waren, reichten die zwei Siege nicht für die Teilnahme an den Aufstiegsspielen. So mussten sie gegen Novartis Basel um den Verbleib in der Nationalliga B kämpfen. Und dieses Duell verloren sie unglücklich mit 3:4.
Eine unspektakuläre Saison zeigten die zwei regionalen Equipen der Seniorinnen, die in der Nationalliga C antraten. Die Frauen 40+ des TC Suhr und die Frauen 30+ des TC Buchs holten sich beiden den zweiten Gruppenrang und beendeten ihre Interclubsaison mit einer Niederlage im ersten Aufstiegsspiel. Sie werden damit auch im nächsten Jahr in der Nationalliga C auf Punktejagd gehen.

Text und Bilder von Fabio Baranzini

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