Vögele schlägt in Shrewsbury zu

Die 22-jährige Aargauer
Tennisspielerin Stefanie Vögele (WTA 131) überzeugte diese Woche in England mit
Finalteilnahmen im Einzel und Doppel beim mit 75 000 Dollar dotierten
ITF-Turniers von Shrewsbury.


Nach der
intensiven, mit dem Gewinn des Schweizer Meistertitels aber auch erfolgreichen NLA-Interclubsaison
mit GC Ende August und ihrem unglücklichen Aus in der ersten Runde des US Opens
gleich im Anschluss, legte die derzeit bestklassierte Aargauer Tennisspielerin eine
kurze Wettkampfpause ein. Diese Woche griff Vögele beim Turnier im Englischen Shrewsbury, wo sie an Nummer drei gesetzt war, wieder zum
Racket.

Die
22-Jährige aus Leuggern wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und traf nach einem
problemlosen Auftaktssieg gegen die Einheimische Emily Webley-Smith (WTA 384)
auf Vesna Dolonc (WTA 170), mit der sie die Doppelkonkurrenz bestritt. Gegen die ehemalige
Nummer 86 der Welt behielt Vögele schlussendlich klar die Oberhand, auch wenn
sie beim 6:4, 1:6, 6:2-Sieg über die volle Distanz gehen musste. Noch härter
kämpfen musste Stefanie Vögele im Viertelfinal. Die Partie gegen die bis zu
jenem Zeitpunkt noch ohne Satzverlust gebliebene Türkin Cagla Buyukakcay (WTA 187)
dauerte knapp zweieinhalb Stunden – mit dem besseren Ende für Vögele. Sie
siegte denkbar knapp mit 5:7, 6:1, 7:6 und zog so in die Halbfinals ein. 

Erste Finalqualifikation des Jahres
In der
Runde der letzten Vier duellierte sie sich mit der acht Jahre älteren Französin
Julie Coin, gegen die sie in den vier bisherigen Duellen drei mal als Siegerin
vom Platz ging. In Shrewsbury liess Vögele ein viertes Mal folgen, denn
sie siegte problemlos mit 6:4, 6:4 und qualifizierte sich damit zum ersten Mal
in diesem Jahr für das Endspiel eines ITF-Turniers. Dort wartete die 18-jährige
Deutsche Annika Beck (WTA 134), die in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal in einem
Final auf dieser Turnierstufe stand. Gegen die amtierende Junioren French Open
Siegerin konnte Vögele nicht mehr ganz an ihre bisherigen Leistungen in England anschliessen und unterlag mit 2:6, 4:6.

Im Doppel
lief es der Aargauerin an der Seite von Vesna Dolonc gar noch besser.
Die beiden waren an Nummer zwei gesetzt und gaben bis ins Endspiel keinen Satz
ab. Im Kampf um den Titel trafen sie auf die Schwestern Karolina und Kristyna
Pliskova aus Tschechien. Die Begegnung gegen das topgesetzt Duo entwickelte
sich zu einem richtigen Krimi mit dem besseren Ende für Vögele/Dolonc, die mit 6:1, 6:7, 15:13
gewannen.


Text und Bild von Fabio Baranzini