Sonntag, 16. Dezember 2012

Starke Aargauer Leistungen an der SM in Biel

Amra Sadikovic (N1, 4, Bild) hat sich heute Nachmittag in Biel dank einem Finalsieg über Timea Bacsinszky (N1, 3) den Schweizer Meistertitel gesichert. Alexander Sadecky (N1, 10) erreichte das Finale.

„Ich möchte dieses Turnier unbedingt einmal gewinnen“, meinte Amra Sadikovic kurz vor Beginn der Schweizer Meisterschaften. Vier Tage später hat sich der Wunsch der 23-Jährigen bereits erfüllt. Gestern holte sie sich in Biel dank einem Zweisatzssieg über Fed Cup-Kollegin Timea Bacsinskzy den ersten Titel. „Es ist ein mega schönes Gefühl, dieses Turnier zu gewinnen. Der Titel bedeutet mir extrem viel“, freute sich Sadikovic nach ihrem Triumph.
Die Aargauerin steigerte sich in Biel von Partie zu Partie und blieb ohne Satzverlust. Im Halbfinal gegen Stephanie Vogt (N1, 5) konnte sie sich mit einem 6:3, 7:5-Sieg zudem für die Niederlage an gleicher Stelle vor einem Jahr revanchieren. Auch im Endspiel zeigte sie gegen die leicht zu favorisierende Timea Bacsinszky eine starke Leistung. „Ich habe versucht, sie in Ballwechsel zu verwickeln und vermehr ihre Vorhand anzugreifen“, erklärte sie ihre Taktik. Diese ging voll auf und Sadikovic mit 6:3, 7:6. Zeit zum Feiern blieb der 23-Jährigen jedoch kaum, denn bereits morgen um 7:40 fliegt sie nach Ankara, wo der nächste Turniereinsatz wartet. „Ich konnte an der SM Selbstvertrauen tanken und hoffe, dass ich nächste Woche auch in Ankara zuschlagen kann“, so Sadikovic.

Unglaubliches Comeback
Neben Sadikovic vermochte sich mit Alexander Sadecky noch ein zweiter Aargauer Tenniscrack positiv in Szene zu setzen. Der Würenloser qualifizierte sich fürs Finale und bezwang auf dem Weg dahin unter anderem den topgesetzten Titelverteidiger Adrien Bossel (N1, 6) mit 6:7, 6:4, 7:5.  Noch enger wurde es im Halbfinal gegen Raphael Lustenberger (N2, 16). Dort wehrte Sadecky im Tie Break des Entscheidungssatzes nicht weniger als 5 (!) Matchbälle in Serie ab. „Eigentlich hätte ich diese Partie verlieren sollen, aber ich habe auch bei 1:6 noch an meine Chance geglaubt“, sagt er.
Im Endspiel unterlag er dann dem Turnierfavoriten Henri Laaksonen (N1, 7) mit 6:7, 4:6. Dies obwohl er im ersten Satz noch mit 5:2 in Front lag. Dennoch zieht der 25-Jährige ein positives Fazit: „Hätte mir jemand vor dem Turnier die Finalteilnahme angeboten, hätte ich sofort unterschrieben. Trotzdem bin ich ein wenig enttäuscht, dass es im Final so knapp nicht gereicht hat“, bilanziert Sadecky. 

Hauser, Mrose und Kennel stark
Doch nicht nur die arrivierten Spieler überzeugten an der Schweizer Meisterschaft, auch der Aargauer Tennisnachwuchs spielte stark auf. Qualifikant Jens Hauser (N3, 40) setzte sich in der ersten Runde gegen Claude Benz (N3, 38) durch und unterlag danach Adrien Bossel. Auch Oliver Mrose (N3, 46), wie Hauser durch die Qualifikation ins Hauptfeld gelangt, konnte zum Auftakt mit Sandro Salvi (N2, 28) einen besser eingestuften Spieler bezwingen, ehe er gegen Sandro Ehrat (N1, 8) den Kürzeren zog.
Die 17-jährige Entfelderin Karin Kennel (N2, 14) sorgte ebenfalls für positive Schlagzeilen. Nach einem Arbeitssieg gegen Chiara Volejnicek (N2, 22) in der ersten Runde, gewann sie in danach überraschend gegen Lisa Sabino (N1, 9) in drei Sätzen. Endstation bedeutete erst Timea Bacsinszky, doch auch gegen die Westschweizerin verkaufte Kennel ihre Haut teuer. 4:6, 4:6 lautete das Verdikt am Ende.

Text von Fabio Baranzini, Bild zur Verfügung gestellt

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