Montag, 23. August 2010

Sadikovic siegt in Innsbruck

Die Aargauer Tennisspielerin Amra Sadikovic (WTA 378) gewann nach einer mehrmonatigen Durststrecke das ITF-Turnier in Innsbruck – trotz eines Misstritts im Halbfinal.

Seit ihrem Heimsieg in Wetzikon im März war es ruhig geworden um die 21-Jährige aus Birr. Sadikovic kam bei keinem ihrer Turniereinsätze über die zweite Runde hinaus und auch der NLA-Interclubauftritt, den sie für GC bestritt, verlief nicht wunschgemäss.
Beim mit 10 000 Dollar dotierten ITF-Turnier in Innsbruck ist Sadikovic nun aber wieder auf die Erfolgsspur zurückgekehrt. Die Turniernummer zwei zog ohne Satzverlust in den Halbfinal gegen die Italienerin Confalonieri (WTA 460 ) ein. Dort übertrat sich die Aargauerin im dritten Satz den Fuss und musste sich medizinisch behandeln lassen. Trotz starker Schmerzen gewann Sadikovic im Tiebreak. Umso erstaunlicher auch, dass Sadikovic ihrer Finalgegnerin Ellen Barry (WTA 479) aus Neuseeland keine Chance liess und dank dem 6:4, 6:2 den dritten Titel ihrer Karriere feierte.


von Fabio Baranzini

Dienstag, 13. Juli 2010

Schweizer Meister Titel für Kraljevic

An den Tennis-Junioren-Schweizer-Meisterschaften in Thun sicherte sich Mateja Kraljevic aus Reinach den Titel in der Königskategorie. Auch Ladina Solèr und Kevin Jordi überzeugten.

Die Saison verlief für die 16-jährige Kraljevic (N2.16) bisher überhaupt nicht nach Wunsch. Statt sich, so ihr Saisonziel, in die Top 100 der Juniorenweltrangliste vorzukämpfen, verlor sie über 200 Plätze und figuriert momentan nur noch auf Rang 432. Dennoch wurde sie an den Nachwuchs-Titelkämpfen vergangene Woche ihrer Favoritenrolle als Topgesetzte gerecht.
Im Viertelfinal war Laura Fiala (N4.64) die erste Spielerin, die Kraljevic ernsthaft zu fordern wusste, doch am Ende setzte sich die Reinacherin mit 6:0, 4:6, 6:1 durch. In der Runde der letzten vier kam es dann zum Aargauerduell zwischen Kraljevic und Ladina Solèr (N4.48). Die ungesetzte Solèr hat sich dank Sie- gen gegen die besser klassierten Mélina Gonzalez (N3.34/4) und Corina Jäger (N3.41/6) für die Halbfinals qualifiziert. Das Match der beiden Aargauerinnen endete jedoch vorzeitig, denn beim Stande von 5:0 für Kraljevic musste Solèr die Partie aufgeben. Im Endspiel traf Kraljevic auf Alessia Rossetti (N3.38), die Turniernummer fünf. Kraljevic setzte sich mit 6:2, 6:7, 6:3 durch und sicherte sich damit den Schweizer-Meister-Titel in der Kategorie U18.

Jordi mit Bestresultat
Nicht nur die Aargauerinnen präsentierten sich in einem guten Licht, auch der frischgebackene Aargauer Meister Kevin Jordi (N4.79) überzeugte im Berner Oberland. Nachdem er Mirko Richter und Jens Hauser geschlagen hatte, traf er im Halbfinale auf den aktuellen Junioren-Hallen-Schweizer-Meister Claude Benz (N3.59). In diesem Duell musste sich Jordi mit 2:6, 3:6 geschlagen geben. Dennoch war die Halbfinalqualifikation für Jordi das bisher beste Resultat an nationalen Titelkämpfen.


von Fabio Baranzini

Dienstag, 6. Juli 2010

Vögele siegt in Zermatt

Die Aargauer Tennisspielerin Stefanie Vögele (WTA 87) hat das mit 60 000 Franken höchst dotierte Frauen-Tennisturnier der Schweiz, die Raiffeisen Open in Zermatt, in beeindruckender Manier gewonnen.

Die 20-jährige Vögele, die in der vergangenen Saison erstmals in den erlauchten Kreis der besten 100 Tennisspielerinnen der Welt vorgestossen war, kam in dieser Saison noch nicht so recht auf Touren. Nachdem die beste Aargauer Tennisspielerin vergangene Woche bei einem kleineren WTA-Turnier in Italien in der Startrunde an Claudia Giovine (WTA 354) gescheitert war, entschied sie sich für die Teilnahme in Zermatt.
Vögele, die das Turnier in den Walliser Alpen vor zwei Jahren bereits einmal gewonnen hatte, ging auch bei der diesjährigen Austragung als grosse Favoritin an den Start. Nach einem sicheren Auftaktsieg setzte sie sich im Viertelfinal gegen Titelverteidigerin Anne-Laure Heitz aus Frankreich mit 6:3, 6:3 durch. In der Folge kam es dann zum Aargauer-Duell mit Amra Sadikovic. Doch auch Sadikovic vermochte Vögele nicht zu gefährden und so qualifizierte sich diese mit einem 6:3, 6:2-Sieg fürs Endspiel. Im Final profitierte Vögele beim Stande von 6:1, 2:0 von der Aufgabe ihrer Gegnerin Stephanie Gehrlein (WTA 441). Somit gewann Vögele zum zweiten Mal in ihrer Karriere das Turnier in Zermatt und dürfte mit gestärktem Selbstvertrauen ans WTA-Turnier von Prag reisen, wo sie im Vorjahr in der zweiten Runde gescheitert war.


von Fabio Baranzini

Sadeckys Turniersieg zum Geburtstag

Der Würenloser Tennisprofi Alexander Sadecky (ATP 369) hat den ersten Turniersieg bei einem ITF-Future in dieser Saison feiern können, den fünften seiner Karriere. 

Beim Turnier im norwegischen Gausdal konnte Sadecky seinen Aufwärtstrend der vergangenen Wochen bestätigen. Nachdem er vor Wochenfrist am gleichen Ort noch im Halbfinal am Italiener Riccardo Ghedin (ATP 256) gescheitert war, konnte er sich diese Woche noch einmal steigern.
Sadecky war beim mit 15 000 Dollar dotierten ITF-Turnier an Position fünf gesetzt und startete mit zwei problemlosen Siegen ins Turnier. Im Viertelfinal wurde er dann vom Finnen Juho Paukku (ATP 470) zum ersten Mal richtig gefordert, setzte sich aber knapp mit 4:6, 6:3, 7:5 durch und qualifizierte sich für den Halbfinal. In der Folge gab der Aargauer keinen einzigen Satz mehr ab. In der Runde der letzten vier bezwang Sadecky Harri Heliovaara (ATP 372) mit 7:6, 6:2, und im Endspiel schlug er die Turniernummer acht, den Franzosen Fabrice Martin (ATP 438), mit 7:5, 6:3.
Mit diesem Sieg hat Sadecky nicht nur sein Selbstvertrauen gestärkt, sondern er hat sich selbst noch ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk gemacht, denn heute Dienstag feiert Alexander Sadecky seinen 23. Geburtstag.


Bild zur Verfügung gestellt, Text von Fabio Baranzini

Dienstag, 29. Juni 2010

Wimbledon in Wettingen

Am vergangenen Wochenende fanden auf der Anlage des TC Wettingen die Finalspiele der Aargauer Tennismeisterschaften 2010 statt. 268 Spielerinnen und Spieler kämpften dabei um Titelehren.

Es wurde zwar nicht auf dem heiligen Rasen von Wimbledon gespielt und es standen sich nicht John Isner und Nicolas Mahut gegenüber, aber Ibrahim Fetov (N3.58) und Kevin Jordi (N4.79) mussten den Vergleich mit den beiden Akteuren des Rekordspiels nicht scheuen. Bei über dreissig Grad lieferten sich die beiden top gesetzten Spieler einen dreieinhalbstündigen Abnützungskampf, der an Spannung kaum zu überbieten war.
«Das war mein mit Abstand längstes Match», meinte Jordi nach der Partie, die für ihn alles andere als positiv begonnen hatte. Jordi war zwar der aktivere Spieler, beging jedoch auch mehr Fehler und so gewann der solid spielende Fetov den ersten Satz mit 6:4. Im zweiten Satz wurde Jordi zunehmend stärker und zwang seinen Gegner mit druckvollen Schlägen zu enormer Laufarbeit. «Ich versuchte stets, seine Vorhand anzuspielen und viel Druck zu erzeugen», beschrieb Jordi seine Taktik. Diese schien aufzugehen, denn Jordi gewann Satz Nummer zwei mit 7:6 und führte im Entscheidungssatz 5:2.
Doch der aufopfernd kämpfende Fetov hatte noch nicht genug und erzwang ein weiteres Tiebreak. Dort behielt aber erneut Jordi das bessere Ende für sich und sicherte sich so mit 4:6, 7:6, 7:6 knapp, aber verdient, den Titel. «Am Ende haben ein, zwei Fehler den Unterschied ausgemacht», erklärte Jordi. «Ich bin erleichtert, dass ich mein Ziel erreichen und den Titel gewinnen konnte.»

Duell der Klubkolleginnen
Auch im Endspiel der Frauen standen sich die beiden bestklassierten Spielerinnen gegenüber, und auch dieser Final ging über drei Sätze. Titelverteidigerin Michelle Paroubek (N4.57) sah in der Partie gegen Klubkollegin Janina Ruhstaller (R1) lange Zeit wie die sichere Siegerin aus. Nachdem Paroubek den ersten Satz mit 6:2 gewonnen hatte, fand Ruhstaller zu ihrem Spiel. Sie konnte ihre Fehlerzahl reduzieren, agierte druckvoller und konnte so die Partie noch drehen. Am Ende gewann die 17- jährige Ruhstaller die Partie mit 2:6, 6:1, 6:4 und sicherte sich damit den Aargauer Meistertitel bei den Aktiven.
In der Kategorie R4/R6 konnte sich Rico Müller (R5) als Sieger feiern lassen. Der ehemalige R1- Spieler gewann das Endspiel gegen Lucas Schibli (R4) klar mit 6:1, 6:1. Bei den Frauen entschied die ungesetzte Elena Kehrer (R5) den Final für sich, während in der Kategorie R7/R9 David Schibli (R7) und Manuela Tschabold (R7) siegten.


von Fabio Baranzini