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Donnerstag, 4. April 2019

Von der Spielerin zur Trainerin – eine neue Rolle für Amra Sadikovic

Amra Sadikovic beendet ihre Karriere als Tennisprofi und steckt ihre ganze Energie ab sofort in den Aufbau ihrer eigenen Tennis Academy in Birrhard

Am 1. Mai öffnet im Sportcenter AARSPORTS in Birrhard eine neue Tennis Academy ihre Tore. Und die Inhaberin dieser Academy trägt einen bekannten Namen: Amra Sadikovic. Die langjährige Profispielerin aus Birr hat im letzten Herbst entschieden, ihre Karriere zu beenden. Öffentlich kommuniziert hat sie ihren Rücktritt allerdings erst jetzt, wo sie auch genau weiss, wie ihre Zukunft aussehen wird.
Und diese Zukunft ist ihre eigene Tennisschule, die sie in Birrhard eröffnen wird. Also nur wenige Kilometer von Birr entfernt, wo sie aufgewachsen ist und wo ihre Familie noch immer wohnt. «Ich habe als Kind sehr viel Zeit in diesem Sportcenter verbracht und fühle mich dort einfach sehr wohl. Mein Gefühl hat mich hierher gezogen und daher freut es mich umso mehr, dass es auch tatsächlich geklappt hat», begründet Sadikovic die Sandortwahl.

Die Energie hat gefehlt
Doch warum hat die 29-Jährige eigentlich ihre Profikarriere beendet? Mit 29 Jahren hätte sie durchaus noch zwei, drei Jahre auf der Tour mitmischen können. «Das Jahr 2018 war resultatmässig kein gutes Jahr für mich. Zudem hatte ich immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und fühlte mich oft schlapp und energielos», so Sadikovic. In dieser schwierigen Phase, in der sie körperlich nicht top fit war und die Resultate häufig ausblieben, machte sie sich immer öfter Gedanken über ihre Zukunft. Wie lange soll die Tenniskarriere noch dauern? Wie viel bin ich noch bereit zu investieren? Was kommt nach der Karriere?
Die Antworten auf diese Fragen wurden im Verlauf des letzten Jahres immer klarer. «Ich bin bald 30. Da macht man sich zwangsläufig Gedanken über die berufliche und private Zukunft. Auch mein Wunsch nach einer eigenen Familie spielte da eine Rolle. Mir wurde immer klarer, dass ich nicht mehr die Energie aufbringe, die nötig ist, um nochmals mein bestes Level zu erreichen», so die 29-Jährige.

Eigene Erfahrungen weitergeben
Im September fällte Amra Sadikovic dann den definitiven Entscheid. Die vier Turniere in den USA und in Kanada sollen ihre letzten als Profi sein. Mit zwei Viertelfinalqualifikationen und mehrere Siegen gegen zum Teil deutlich besser klassierte Spielerinnen verabschiedete sich die zehnfache Fed Cup Spielerin auf ehrenvolle Art und Weise. «Ich habe noch einmal richtig gut gespielt. Das war ein schöner Abschluss für mich», sagt die ehemalige Weltnummer 126, die 2016 auf dem Center Court in Wimbledon gegen Serena Williams das grösste Match ihrer Karriere bestritten hatte.
Dass sie nach ihrer Profilaufbahn als Trainerin arbeiten möchte, war für Amra Sadikovic schon lange klar. «Vor meinem Comeback hatte ich bereits ein Jahr als Trainerin gearbeitet. Das hat mir extrem gut gefallen. Für mich war daher klar, dass ich später unbedingt diesen Weg einschlagen will», so Sadikovic, die aufgrund ihrer abgeschlossenen Ausbildung als Berufssportlerin auch die KV-Schiene hätte wählen können. «Das war für mich keine wirkliche Option. Ich kann nicht den ganzen Tag im Büro sitzen», sagt Sadikovic lachend. Nun also steht sie weiterhin jeden Tag auf dem Tennisplatz. Allerdings nicht als Spielerin, sondern als Trainerin. «Ich freue mich extrem darauf, mein Wissen und meine Erfahrungen als Spielerin an meine Schülerinnen und Schüler weiterzugeben», sagt Sadikovic, die in ihrer Academy primär Wettkampfspielerinnen und Wettkampfspieler betreuen möchte.

Hinweis: Am 12. April organisiert die Tennis Academy Amra Sadikovic im Sportcenter AARSPORTS in Birrhard ab 17 Uhr einen Eröffnungsapéro, der für alle Interessierten offen ist.

Mittwoch, 28. März 2012

Frischer Wind in der Zofinger Tennisszene

Uwe Danner, der unter anderem die Deutsche Topspielerin Andrea Petkovic (WTA 10) betreut hat, eröffnet in Zofingen eine eigene Tennisschule. Im Mai hat der studierte Tennis- und Konditionstrainer losgelegt.

„Als ich im letzten Oktober zum ersten Mal mit dem Auto um die Sportanlagen gefahren bin, habe ich vor Freude geschrieen“, erinnert sich Uwe Danner und gerät gleich wieder ins Schwärmen. „Die Infrastruktur mit Hallen- und Aussenplätzen, der Laufbahn und dem Fussballfeld sind perfekt.“
Sieben Monate ist es her, als Danner zum ersten Mal mit Pancho Frey, dem Besitzer der Tennishalle Zofingen, Kontakt aufnahm und mit ihm über eine allfällige Zusammenarbeit sprach. Festlegen wollte sich der 45-jährige Deutsche zum damaligen Zeitpunkt aber noch nicht. „Ich besprach mich zuerst mit meinem ehemaligen Ausbildner Beni Linder, dem ich versprochen hatte, das von ihm vermittelte Wissen so gut wie möglich weiterzugeben“, erzählt Danner, der im letzten Sommer bei Linder zusätzlich noch die höchste Ausbildung im Bereich Kondition abschloss. Der Konditionscheftrainer des Schweizerischen Tennisverbandes bestärkte Danner in seinem Vorhaben und riet ihm, Zofingen als Standort für seine Tennisschule zu wählen.

Zusammenarbeit mit Petkovic
Uwe Danner wird seinen Schülern nicht nur im Bereich Kondition sein Fachwissen weitergeben, sondern kann auch im Tennis aus dem Vollen schöpfen. Nach dem Abitur schloss er an der Technischen Universität München sein Studium als Fachsportlehrer Tennis ab und begann danach als Tennistrainer zu arbeiten. Dabei war Danner, der zu Aktivzeiten als Nummer 110 der deutschen Rangliste geführt wurde, acht Jahre Bundesliga Cheftrainer in Bochum und zwölf Jahre Landestrainer in den Bundesländer Hessen und Westfalen. „Im Auftrag des Hessischen Tennisverbandes begleitete ich dabei während fünf Jahren Andrea Petkovic, die aktuelle Weltnummer 10, bei ihren Einsätzen an Juniorenturnieren“, erzählt Danner, der mittlerweile auf über 25 Jahre Berufserfahrung zurückblicken kann. 2008 zog er gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern nach Schafisheim und arbeitete bis Ende Oktober des letzten Jahres im Sportcenter Wase.

Hohe Ziele
Im Dezember machte sich Danner daran, die Idee der eigenen Tennisschule minutiös zu planen. Er arbeitete mit Frey einen Vertrag aus und erstellte eine Marktanalyse und einen Businessplan. Sein Projekt präsentierte er in der Folge den Verantwortlichen des Tennisclubs Zofingen, mit denen er in Zukunft eng zusammen arbeiten will. „Die ersten Reaktionen waren positiv. Ich hoffe, es klappt“, so Danner, der mit seiner Tennisschule Grosses vor hat. In zwei, drei Jahren möchte er Partner Academy des Schweizerischen Tennisverbandes werden, was es ihm erlauben würde, Mitglieder des Nationalkaders zu trainieren. Damit dieses ambitiöse Vorhaben auch in die Tat umgesetzt werden kann, braucht Danner die Unterstützung der Stadt Zofingen. „Der Stadtrat muss darüber befinden, ob ich die Infrastruktur des Fussballclubs und des TV Zofingen nutzen darf“, erklärt er.

Für alle etwas dabei
Obwohl der Besitzer der Tennisschule „TennisFit“ mit dem Ziel, Stützpunkt von Swiss Tennis zu werden, sein Augenmerk auf den Leistungssport legt, will er in seiner Tennisschule alle Leistungs- und Altersklassen betreuen. Aus diesem Grund versucht er, sowohl die zur Zeit in Zofingen tätigen Tennistrainer als auch deren Kunden zu integrieren. Zusätzlich möchte Danner auch den Jüngsten seine Begeisterung für den Tennissport mitgeben. „Ich biete daher für Kinder ab drei Jahren ein polysportives Training an, das sie gemeinsam mit den Eltern besuchen können.“
Weitere Informationen unter www.tennisfit.ch


Bild und Text von Fabio Baranzini