Dienstag, 16. Juli 2019

FROMM Swiss Junior Trophy mit der besten Besetzung der Geschichte

Seit Samstag laufen die ersten Partien der 13. Ausgabe der FROMM Swiss Junior Trophy in Oberentfelden. Beim grössten Juniorenturnier Europas können sich die Organisatoren um Turnierdirektor Freddy Blatter in der U18-Konkurrenz über das stärkste Tableau der Turniergeschichte freuen.

Wenn am Mittwoch die ersten Spiele der U18-Hauptkonkurrenz ausgetragen werden, dürfen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer der FROMM Swiss Junior Trophy auf hochklassigen Tennissport freuen: Nicht weniger als zehn Juniorinnen und Junioren aus dem erlauchten Kreis der Top 100 der Junioren Weltrangliste werden in Oberentfelden aufschlagen und um wichtige Punkte für die Junioren Weltrangliste kämpfen. «Das ist das beste Teilnehmerfeld in der Geschichte unseres Turniers», so Turnierdirektor Freddy Blatter.
Top gesetzt ist bei den Junioren der Vorjahressieger Valentin Royer. Der Franzose hat sich seit letztem Jahr noch einmal verbessern können und ist derzeit die Nummer 36 der Welt. Bei den Frauen führt Marta Custic, die Weltnummer 42, das Teilnehmerfeld an. Erfreulich ist, dass trotz des hohen Niveaus 15 Schweizerinnen und Schweizer im Hauptfeld vertreten sein werden. Mit wenigen Ausnahmen ist also die gesamte Elite des Schweizer Tennisnachwuchses in dieser Altersklasse am Start. Darunter auch zwei Aargauer: Jérôme Kym und Sophie Lüscher.

Kym und Lüscher sind in Form
Kym, der im Februar als jüngster Davis Cup Spieler der Schweiz in die Geschichtsbücher eingegangen ist, kennt man in Oberentfelden bereits. Nachdem er an der FROMM Swiss Junior Trophy bereits in der U14-Kategorie triumphiert hatte und im letzten Sommer sein Debüt in der U18-Kategorie gab, brillierte er an selber Stätte im Februar auch bei der Elite. Am Tennis-Pro Open Aargau gewann er seine ersten Spiele auf der Profitour und erreichte die Viertelfinals. Nun wird Kym, der am letzten Samstag Vize Schweizer Meister in der Kategorie U18 geworden ist, diese Woche ein weiteres Mal in Oberentfelden antreten. «Ich bin sehr gespannt, wie er sich in diesem Jahr schlagen wird, nachdem er im letzten Sommer wegen einer Verletzung nicht sein ganzes Potenzial ausspielen konnte», so Blatter.
Auch Sophie Lüscher, die zweite Aargauerin im Hauptfeld der U18-Kategorie an der FROMM Swiss Junior Trophy, hat jüngst bewiesen, dass sie in Form ist. Zuerst hatte sie ihren Titel an den Aargauer Meisterschaften der Elite in Wohlen verteidigen können und am letzten Wochenende krönte sie sich zur neuen U18-Junioren Schweizer Meisterin. Nun wird sie versuchen, ihre Erfolgsserie an der FROMM Swiss Junior Trophy fortzusetzen.

Vielversprechendes Aargauer Trio
Dank einer besonderen Aktion sind in diesem Jahr weitere Aargauer Spielerinnen und Spieler an der FROMM Swiss Junior Trophy vertreten. Alle Siegerinnen und Sieger der kantonalen Junioren Meisterschaften, die im März ausgetragen wurden, erhalten in ihrer Altersklasse eine Wild Card, um sich an der FROMM Swiss Junior Trophy mit der internationalen Konkurrenz zu messen. Mit Arenui Lüthi und Nicolas Kobelt (beide U16), sowie Janis Simmen (U14) sehen noch weitere Aargauer im Einsatz. «Diesen drei Spielern traue ich allen einen Exploit zu», ist Freddy Blatter zuversichtlich. Die Finalspiele der FROMM Swiss Junior Trophy finden am Sonntag 21. Juli statt.

Hinweis: Alle Teilnehmer, Resultate und Spielpläne sind unter www.swissjuniorthrophy.ch zu finden.

Sonntag, 14. Juli 2019

Sophie Lüscher krönt sich zur U18-Schweizer Meisterin

An den Junioren Schweizer Meisterschaften haben die Aargauer Vertreter im Einzel vier Medaillen gewonnen. Von den drei Finalisten Sophie Lüscher, Jérôme Kym und Chelsea Fontenel konnte sich einzig Lüscher durchsetzen.

Die Form von Sophie Lüscher (N3, 39) stimmt. Das hat sie in den letzten Wochen eindrücklich bewiesen. Nach dem Aargauer Meistertitel bei der Elite in Wohlen vor einer Woche liess sie nun an den Junioren Schweizer Meisterschaften den nächsten Sieg folgen. Obwohl sie in der U18-Kategorie zum jüngeren Jahrgang gehörte, zählte sie aufgrund ihres Rankings zu den Favoritinnen.
Und dieser Rolle wurde die Turniernummer drei aus Seengen im Verlauf des Turniers gerecht, auch wenn sie im Viertelfinal gegen Julie Sappl (N4, 56) und im Halbfinal gegen Tina Nadine Smith (N3, 37) einen Satzrückstand aufholen musste. Beide Male verlor sie den ersten Satz mit 1:6, ehe sie die danach folgenden Sätze souverän gewinnen konnte. Im Final wartete dann das Duell mit Turniernummer eins Nina Geissler (N3, 27). Und diese Partie konnte Lüscher überraschend deutlich in zwei Sätzen mit 6:4, 6:1 für sich entscheiden.

Zimmermann zu stark
«Ich bin sehr zufrieden mit dem Turnier. Es ist sehr schön, wenn sich die harte Arbeit auszahlt und man an einer Schweizer Meisterschaft den Sieg holen kann», so Lüscher, die ihren zweiten Einzel-Titel an nationalen Nachwuchsmeisterschaften gewinnen konnte, nachdem sie vor einem Jahr in der Altersklasse U16 triumphiert hatte. «Der Titel vor einem Jahr war noch etwas emotionaler als diesmal, aber beide Titelgewinnen sind wunderschön und ich brauche sicher noch einen Moment, bis ich das verarbeitet habe», so Lüscher, die sich auch im Doppel eine Medaille sichern konnte. Dies an der Seite von Melody Hefti (N4, 52).
Ebenfalls zwei Medaillen gabs für zwei weitere Aargauer: Jérôme Kym (N2, 29, Möhlin) und Chelsea Fontenel (N3, 40, Wettingen). Kym startete in der Königskategorie U18 als Turniernummer eins. Nach einem souveränen Auftaktsieg wurde die Aufgabe im Viertelfinal gegen den formstarken Maurus Malgiaritta (N3, 68) bereits einiges komplizierter. In Extremis konnte sich Kym mit 7:6 im Entscheidungssatz durchsetzen. Im Endspiel wartete das Kräftemessen mit Ilias Zimmermann (N3, 59), der sich ohne Satzverlust ins Finale gespielt hatte. Und auch Kym musste sich dem Zürcher mit 4:6, 4:6 geschlagen geben. Neben Silber im Einzel sicherte sich der Fricktaler im Doppel mit Gian-Luca Tanner (N3, 49) den Titel.

Fontenel im Final chancenlos
Chelsea Fontenel war in der Altersklasse U16 an Nummer zwei gesetzt und spielte sich ohne Probleme ins Finale. Nur gerade sieben Games gab sie in drei Begegnungen ab. Im Endspiel musste sie dann allerdings anerkennen, dass Alina Granwehr (N3, 31) eine Klasse besser war. Mit 1:6, 2:6 musste sie sich ihrer Doppelpartnerin geschlagen geben. Dies nachdem die beiden gemeinsam bereits den Titel gewonnen hatten.
Der vierte Aargauer, der sich eine Medaille sichern konnte, war Janis Simmen (R2, Lenzburg). Die Nummer vier der Setzliste in der Altersklasse U14 spielte sich ohne Satzverlust ins Halbfinale und konnte dort gegen Kilian Feldbausch (R2) mit einem Satz vorlegen. Am Ende musste er sich jedoch mit 7:5, 1:6, 4:6 geschlagen geben und verpasste damit wie im Januar bei der Hallenausgabe des Turniers den Finaleinzug.

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Montag, 8. Juli 2019

Aargauer Quartett zählt zu den heissen Medaillenanwärtern

Heute laufen im Tessin noch die letzten Runden der Qualifikation für die Junioren Schweizer Meisterschaften. Ab morgen gilt es dann ernst im Hauptfeld, wo unter anderem vier Aargauer Nachwuchstalente zu den Medaillenkandidaten zählen.

Im letzten Sommer konnte sich die Aargauer Delegation an den nationalen Nachwuchstitelkämpfen über drei Goldmedaillen im Einzel freuen. Sophie Lüscher, Chelsea Fontenel und Jérôme Kym waren damals für die Titel besorgt. Und dieses Trio gehört auch in diesem Jahr wieder zu den heissesten Medaillenanwärtern aus Aargauer Sicht, auch wenn mittlerweile alle eine Altersklasse höher spielen.
Dass dies keineswegs ein Hindernis ist, hat Jérôme Kym (N2, 29) im Januar bewiesen. Obwohl er mit seinen damals 15 Jahren der jüngste Spieler der U18-Kategorie war, gewann er den Titel in der Königsklasse. Nun ist er auch in dieser Woche im Tessin an Position eins gesetzt. Damit startet Kym, der wiederum der jüngste Spieler im Tableau ist, erneut als Titelfavorit. Allerdings wird es kein Selbstläufer. Obwohl seine nominell stärksten Kontrahenten Dominic Stricker (N2, 30) und Leandro Riedi (N3, 31) fehlen, da sie im Hauptfeld des Juniorenturniers von Wimbledon engagiert sind, ist Kyms Konkurrenz stark. Allen voran Jeffrey von der Schulenburg (N3, 40), gegen den er vor wenigen Wochen auf Sand bereits einmal verloren hat, und Titelverteidiger Gian-Luca Tanner (N3, 49) dürften ebenfalls ein Wörtchen mitreden wollen im Kampf um den Titel.

Lüscher und Fontenel im Favoritenkreis
Bei den Juniorinnen kann mit Sophie Lüscher eine weitere Aargauerin in der Königskategorie um den Titel mitspielen. Die frisch gebackene Aargauer Meisterin, die im Vorjahr ihren ersten Schweizer Meistertitel im Einzel gewonnen hatte (U16), startet als Nummer drei der Setzliste ins Turnier. «Dank dem Sieg im letzten Jahr kann ich nun etwas lockerer an die Sache herangehen. Ich hatte ein super Vorbereitung und werde nun schauen, was drin liegt», so Lüscher, deren stärkste Kontrahentinnen auf dem Papier Nina Geissler (N3, 27), Tina Nadine Smith (N3, 37) und Melody Hefti (N4, 52) sein werden.
Genau wie Jérôme Kym hat auch Chelsea Fontenel die letzten drei Ausgaben der Junioren Schweizer Meisterschaften gewonnen. Zuletzt etwas überraschend im Januar, als sie sich als Neuling in der Kategorie U16 gegen die favorisierte Alina Granwehr im Endspiel durchsetzen konnte. Auch diesmal sind Granwehr und Fontenel die beiden Topfavoritinnen auf den Titel. Mit Tanja Siegrist (R1) ist zudem noch eine zweite Aargauerin im Hauptfeld der U16-Konkurrenz mit dabei. Sie gehört allerdings zu den klaren Aussenseiterinnen.

Simmen an vier gesetzt
Der vierte Aargauer, der sich Medaillenchancen ausrechnen darf, ist Janis Simmen (R2). Der Junior des TC Lenzburg, gehört zwar in der Altersklasse U14 zu den Jüngsten, wird aber trotzdem an Nummer vier der Setzliste geführt. Aber aufgepasst: Das Teilnehmerfeld in der U14-Kategorie ist äusserst ausgeglichen. Hinter Patrick Schön (N4, 125) folgen nicht weniger als 13 R2-Spieler. Entsprechend schwierig sind Prognosen bei dieser Dichte, aber Janis Simmen hat schon mehrmals bewiesen, dass er an Junioren Schweizer Meisterschaften für eine Medaille gut ist.
Bei den Jüngsten in der Kategorie U12 startet ebenfalls eine Aargauerin. Es ist dies Medea John (R5) aus Gipf-Oberfrick, die den Sprung ins Hauptfeld ganz knapp geschafft hat. Damit sind sicher sechs Aargauer Nachwuchstalente dabei an den Junioren Schweizer Meisterschaften. Es ist aber gut möglich, dass sie via Qualifikation noch weitere Spielerinnen und Spieler qualifizieren können.

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Sonntag, 7. Juli 2019

Die Regentschaft von Villacampa-Rosés geht weiter

Ignasi Villacampa-Rosés und Sophie Lüscher verteidigen ihre Titel an den Aargauischen Tennis Meisterschaften in Wohlen.

Die Titelverteidigung war ein hartes Stück Arbeit für Sophie Lüscher (N3, 39). Auf dem Weg ins Endspiel bekundete die Lokalmatadorin zwar keinerlei Probleme, doch die letzte Hürde hatte es in sich. Lüschers Gegnerin hiess Tamara Arnold. Ein Name, den man in der Tennisszene kennt. Die 20-Jährige wird derzeit zwar nur noch als R1-Spielerin geführt, doch diese Klassierung entspricht keinesfalls ihrem Leistungsvermögen. Sie war vor einigen Jahren bereits einmal die Nummer 21 der Schweizer Rangliste und spielte die letzten zwei Jahre in Amerika, wodurch sie im nationalen Ranking an Terrain eingebüsst hatte.
Und die Klasse von Arnold bekam Sophie Lüscher im ersten Satz zu spüren. Obwohl es viele umkämpfte Ballwechsel und Games gab, behielt Arnold praktisch immer das bessere Ende für sich. So verrieben sich einige Zuschauer verwundert die Augen, als nach etwas mehr als 30 Minuten der erste Satz mit 6:0 an Arnold ging.

Starke Wende von Lüscher
Doch Lüscher liess sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Nach einer kurzen Toilettenpause kehrte sie wie verwandelt auf den Platz zurück. «Spielerisch war auch der erste Satz ganz ok, aber im Kopf war ich nicht bereit. In dieser kurzen Pause ist es mir gelungen, den ‚Reset’-Knopf zu drücken und neu zu starten», so Lüscher. Plötzlich war sie die aktivere Spielerin und dominierte die Ballwechsel mit ihrer Vorhand. Arnold hielt gut dagegen und so entwickelte sich ein hochklassiges Finalspiel.
War es im ersten Satz noch Arnold, welche die entscheidenden Punkte gewann, war es nun Lüscher, die sich die «Big Points» sicherte. Auch wenn sie kurz vor der Ziellinie noch leicht ins Wanken geriet – Arnold verkürzte im dritten Satz von 2:5 auf 4:5 – konnte Sophie Lüscher ihren Titel erfolgreich verteidigen. 0:6, 6:3, 6:4 lautete das Ergebnis nach fast drei Stunden Spielzeit. Für die frisch gebackene Aargauer Meisterin geht es gleich Schlag auf Schlag weiter: Ab Mittwoch bestreitet sie die Junioren Schweizer Meisterschaften im Tessin. Und an dieses Turnier hat sie gute Erinnerungen, denn im letzten Jahr gewann sie den Titel. «Dank dem Sieg im letzten Jahr kann ich nun etwas lockerer an die Sache herangehen. Ich hatte ein super Vorbereitung und werde nun schauen, was drin liegt», so Lüscher.

Zu konstant und zu präzise
Bei den Männer standen sich zwei alte Bekannte gegenüber: Ignasi Villacampa-Rosés (N1, 7) und Jonas Schär (N3, 32). Die beiden hatten sich bereits im letzten Jahr im Finale duelliert, damals mit dem besseren Ende für Villacampa-Rosés. Herausforderer Schär nahm also in diesem Jahr einen nächsten Anlauf, um den Siegeszug von Villacampa-Rosés an den kantonalen Meisterschaften zu stoppen. Der gebürtige Spanier hatte zuletzt drei Mal in Folge gewonnen und war auch diesmal wieder der grosse Favorit. Eine grössere Herausforderung, als gegen Villacampa-Rosés auf Sand zu bestehe, gibt es also derzeit nicht im Aargauer Tennis.
«Du musst gegen ihn mental unglaublich stark sein und jeden Punkt auf höchstem Level spielen. Er nutzt jede noch so kleine Schwäche sofort aus», beschreibt Schär die Schwierigkeit, gegen Villacampa-Rosés zu spielen. Der Youngster aus Oftringen liess nichts unversucht und brillierte immer wieder mit tollen Punkten. Aber mit der Konstanz und der Präzision von Villacampa-Rosés konnte er nicht mithalten. 6:4, 6:2 setzte sich der grosse Favorit durch. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Turnier – vor allem mit meinem Finalspiel. Das war das beste Match im gesamten Turnier», freute sich Villacampa-Rosés.

Positives Fazit
Grund zur Freude hatten auch die Organisatoren. «Wir hatten grosses Glück mit dem Wetter und brachten so unseren kompakten Spielplan durch. Und vor allem war das Spielniveau im Vergleich zum letzten Jahr in praktisch allen Kategorien höher», so Spielleiter Markus Küng. In der Kategorie R4/R6 setzte sich Elias Luisoni (R4) durch, während bei den Frauen Corinne Stalder (R4) obenaus schwang. Luke Müller (R7) und Corinne Moos-Trottmann (R7) heissen die Sieger in der Kategorie R7/R9 und in den Doppelkonkurrenzen siegte bei den Männern das Duo Patrik Hartmeier (N3, 41) / Dario Huber (N3, 69) und bei den Frauen Kristina (R6) und Katarina Huba (R4). Im Mixed blieb die Paarung Peter Veselovsky (R1) und Selina Kaufmann (R2) ungeschlagen.

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Mittwoch, 3. Juli 2019

Neue ITF-Regeln spielen der FROMM Swiss Junior Trophy in die Karten

Vom 13. bis 21. Juli findet die mittlerweile 13. Ausgabe der Swiss Junior Trophy in Oberentfelden statt. Das grösste Juniorenturnier Europas, an dem einst auch Dominic Thiem teilgenommen hatte, darf sich in der Altersklasse U18 auf die beste Besetzung der Turniergeschichte freuen.

So stark wie in diesem Jahr dürfte die Besetzung der FROMM Swiss Junior Trophy noch nie gewesen sein. Zwar müssen die Organisatoren um Turnierdirektor Freddy Blatter weiter darauf warten, dass sie den Sprung in die erlesene Kategorie der Grade-1-Events schaffen, aber was das Teilnehmerfeld angeht, können sie in diesem Jahr definitiv mit den Turnieren der nächsthöheren Kategorie mithalten.
Insbesondere die U18-Konkurrenz der Junioren ist äusserst stark besetzt. Nicht weniger als 14 Spieler aus den Top 100 der Juniorenweltrangliste haben sich angemeldet. Darunter auch der Schweizer Dominic Stricker, der vor wenigen Wochen in der Juniorenkonkurrenz der French Open den Final im Doppel erreicht hat, und der Franzose Valentin Royer, der die FROMM Swiss Junior Trophy im Vorjahr gewinnen konnte. «Wir hatten in der Geschichte des Turniers noch nie ein so dichtes und stark besetztes Teilnehmerfeld. Darüber freuen wir uns natürlich sehr, denn so können wir ein weiteres Mal garantieren, dass die Zuschauer richtig guten Tennissport geboten bekommen», so Turnierdirektor Freddy Blatter.

Profitieren von neuer Regel
Dass das Turnier in Oberentfelden in diesem Jahr so stark besetzt ist, hat sicherlich auch mit den angepassten Regeln des internationalen Tennisverbandes ITF zu tun. Die Juniorinnen und Junioren, die in den Top 100 der Weltrangliste stehen, profitieren seit diesem Jahr davon, dass es bei allen Profiturnieren der untersten Stufe reservierte Hauptfeldplätze für die stärksten Nachwuchsspieler gibt. «Durch diese Änderung wird natürlich die Juniorentour aufgewertet und die einzelnen Turniere, bei denen es viele Punkte für die Juniorenweltrangliste zu gewinnen gibt, werden aufgewertet. Davon können wir sicher profitieren», sagt Blatter. Auch in diesem Jahr scheuen Freddy Blatter und sein Team keinen Aufwand bei der Organisation des grössten Juniorenturniers in Europa, bei dem neben der U18-Kategorie auch in den Altersklassen U14 und U16 Konkurrenzen für die Juniorinnen und Junioren durchgeführt werden. Unter anderem wird auf der Hauptanlage im Tenniscenter Aarau West in Oberentfelden eine sonnengedeckte Tribüne für die Zuschauer aufgebaut, damit sie das Spielgeschehen mit bestem Blick auf den Center Court geniessen können.

Vor elf Jahren nahm Dominic Thiem teil
Ein Besuch an der FROMM Swiss Junior Trophy lohnt sich auf jeden Fall. Denn ein Blick in die Vergangenheit des Turniers zeigt: In Oberentfelden sind schon verschiedene Spielerinnen und Spieler angetreten, die später den Durchbruch auf der Profitour geschafft haben. Einer dieser Spieler ist beispielsweise ein gewisser Dominic Thiem. Der Österreicher, der in den letzten beiden Jahren das Finale der French Open erreicht hat und aktuell die Nummer vier der Welt ist, spielte 2008 in der U16-Konkurrenz mit. Allerdings hat Thiem bei seinem Abstecher nach Oberentfelden keine grossen Stricke zerrissen. Als Nummer eins des Turniers verlor er bereits in der zweiten Runde gegen einen Lucky Loser aus Deutschland klar in zwei Sätzen.
Ein anderes Beispiel ist die Belgierin Alison van Uytvanck. Sie hat 2009 die U18-Kategorie gewonnen und hat sich mittlerweile in den Top 100 der Welt etabliert. Ihre beste Klassierung erreichte sie im letzten Jahr mit Rang 38 und konnte in ihrer Karriere bereits drei Profiturniere gewinnen. Die Chancen sind also durchaus intakt, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer an der FROMM Swiss Junior Trophy künftige Tennisstars bei der Arbeit aus nächster Nähe beobachten können.

Hinweis: Weitere Informationen zur 13. FROMM Swiss Junior Trophy finden Sie auf www.swissjuniortrophy.ch

Montag, 1. Juli 2019

Wer Tennis spielt, lebt länger

Ein Besuch am Zentralen Finaltag des Rado Interclub NLA 2019 hat gezeigt: Tennis hat einen grossen Einfluss auf das Wohlbefinden – egal für welches Alter. 

Fitness, Spielfreude, Taktik und Teamgeist heissen die Zauberworte. Da erstaunt es nicht, dass regelmässiges Tennisspielen das Leben erwiesenermassen verlängern kann. Swiss Tennis liefert den Videobeweis. Kommt hinzu, dass erst kürzlich eine Langzeitstudie gezeigt hat: Wer Tennis spielt, lebt länger. Und zwar im Schnitt satte 9.7 Jahre länger als der Schnitt der Gesamtbevölkerung.

Das Video von Swiss Tennis:

Dienstag, 25. Juni 2019

Wohlen Niedermatten schafft den direkten Wiederaufstieg

Am letzten Wochenende ist die diesjährige Interclubsaison zu Ende gegangen. Höchste Zeit also, um Bilanz zu ziehen, wie die Teams aus den nationalen Ligen in der Region Lenzburg/Freiamt abgeschnitten haben.

Letztes Jahr musste die Equipe von Wohlen Niedermatten den Abstieg in die 1. Liga in Kauf nehmen. Zum zweiten Mal hintereinander hatten sie es nicht geschafft, nach dem Aufstieg in die Nationalliga C den Ligaerhalt zu schaffen. Damit starteten die Wohler mit der Mission «direkter Wiederaufstieg» in die neue Spielzeit. Und dieses Ziel verfolgten sie kompromisslos. In der Gruppenphase verloren sie kein einziges Spiel und sicherten sich dank drei 9:0-Siegen überlegen den Gruppensieg.
Und in den Aufstiegsspielen gings im selben Stil weiter. Auch gegen Capriasca und Allmend Luzern bleiben die Wohler ohne eine einzige Niederlage. Die letzte Hürde, die es zu meistern galt, war Muri-Gümligen. Aber auch die Berner vermochten den Wohlern bei der 1:5-Niederlage nichts entgegenzusetzen und so schaffte das Team von Captain Nathan Eugster das Kunststück, den Aufstieg in die Nationalliga C mit nur einer einzigen Niederlage aus 45 Matches zu bewerkstelligen.

Zwei Mal Ligaerhalt, ein Abstieg
In eben dieser Nationalliga C sind in dieser Saison einmal mehr die Männer des TC Lenzburg angetreten. Ihre Saison lief allerdings nicht wie gewünscht. Nach zwei 1:8-Niederlagen gegen Neuchâtel und Old Boys Basel war bereits frühzeitig klar, dass die Lenzburger in diesem Jahr in die Abstiegsrunde müssen. Und dort wartete mit Teufenthal ein harter Gegner. Doch genau zum richtigen Zeitpunkt fanden die Lenzburger den Tritt und konnten die entscheidende Begegnung mit 7:2 gewinnen.
Besser lief es den Frauen 30+ des Vereins, die in der Nationalliga B antraten. Die Lenzburgerinnen belegten den starken zweiten Rang in ihrer Gruppe, mussten sich dann aber in der Aufstiegsrunde dem Team aus Dählhölzli klar mit 0:4 geschlagen geben. Die Seniorinnen 40+ des TC Lenzburg mussten dagegen den Abstieg in Kauf nehmen. Nachdem sie im letzten Jahr am grünen Tisch in die Nationalliga C aufgestiegen waren, konnten sie in dieser Saison keine Begegnung gewinnen und spielen nächstes Jahr wieder in der Nationalliga C.

Drei Aufstiege
Im TC Wohlen Niedermatten gibt es dagegen zwei weitere Erfolgsmeldungen: Die Senioren 45+ und die Senioren 55+ schafften in dieser Saison souverän den Aufstieg aus der 1. Liga in die Nationalliga C, wo sie im kommenden Jahr auf Punktejagd gehen werden. Bereits in der diesjährigen Spielzeit kämpften die Seniorinnen 30+ und 40+ des TC Wohlen Niedermatten in eben dieser Liga. Und beide schafften den Ligaerhalt. Die Seniorinnen 30+ erreichten die erste Aufstiegsrunde und die Seniorinnen 40+ sicherten sich den Ligaerhalt dank einem 4:2-Sieg in der Abstiegsrunde.
Gleich vier Teams des TC Bremgarten traten in dieser Saison in einer nationalen Liga an. Die Senioren 70+ sogar in der Nationalliga A, wo sie souverän den Ligaerhalt schafften. Die Senioren 35+ spielten in der Nationalliga B und schafften ebenfalls den Ligaerhalt. Dies dank einem 5:4-Sieg gegen Seedorf. Ebenfalls weiterhin in derselben Spielklasse (NLC) treten künftig die Senioren 45+ und die Seniorinnen 30+ an. Beide haben in der abgelaufenen Spielzeit die Liga halten können. Dasselbe gilt auch für die Senioren 35+ des TC Dottikon. Über einen Aufstieg konnten sich derweil die Senioren 55+ des TC Muri freuen. Sie spielen neu in der Nationalliga C. Nicht mehr in der dritthöchsten Spielklasse vertreten sind dagegen die Senioren 65+ des TC Muri. Sie verloren das entscheidende Abstiegsspiel gegen Belchen hauchdünn.

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Teufenthaler NLB-Team im Soll

Im Juni ist die diesjährige Interclubsaison zu Ende gegangen. Höchste Zeit also, um Bilanz zu ziehen, wie die Teams aus den nationalen Ligen im Wynental abgeschnitten haben.

In ihrer dritten NLB-Saison haben die Männer des TC Teufenthal eine solide Saison gespielt. Zu Beginn gar deutlich mehr als «nur» solide. Gegen Büsingen feierten die Wynentaler einen tollen 5:4-Auswärtssieg, gegen Genf wurden sie ihrer Favoritenrolle beim 8:1-Sieg ebenfalls gerecht und gegen die Aufstiegsaspiranten aus Sonnenberg konnten sie Zuhause vier Punkte ergattern. Damit konnte die Equipe von Captain Patrik Hartmeier mit der Spitze mithalten. Doch die letzten beiden Runden liefen dann nicht mehr nach Wunsch.
Zwar gewannen die Teufenthaler gegen Horgen mit 5:4, doch es wäre durchaus noch der eine oder andere Punkt mehr dringelegen. Dasselbe gilt für die letzte Runde. Dort kassierten die Teufenthaler eine 2:7-Niederlage, wobei sie gleich drei Matches im dritten Satz verloren. So resultierte am Ende der Saison der vierte Rang, womit die Teufenthaler ihr Saisonziel trotzdem erreicht haben. Nach dem starken Start in die Saison, wäre aber sogar noch etwas mehr drin gelegen. Aber auch so war es einmal mehr eine solide Leistung und die Teufenthaler liefen zu keinem Zeitpunkt Gefahr, irgendetwas mit dem Abstieg zu tun zu haben.

Abstieg für die zweite Mannschaft
Weniger erfolgreich war dagegen die zweite Teufenthaler Männermannschaft, die sich als Aufsteiger in der Nationalliga C versuchte. In der starken Gruppe mit Marin, Green Club Romanel und Stade-Lausanne kamen die Wynentaler trotz einem Sieg nicht über den vierten Rang hinaus. Und so wartete im Abstiegsspiel das schwierige Duell mit dem TC Lenzburg. Dieses Kräftemessen mussten die Teufenthaler mit 2:7 verloren geben und werden damit in der kommenden Saison wieder in der 1. Liga auflaufen müssen.
Zufrieden sein dürfen mit ihrer Saison dagegen die Seniorinnen 50+ und die Senioren 35+ des TC Teufenthal. Beide Equipen gingen in der Nationalliga B auf Punktejagd und beide konnten die Liga souverän halten. Die Senioren 35+ rangierten auf dem zweiten Platz in ihrer Gruppe und durften damit an den Aufstiegsspielen teilnehmen. Dort setzte es gegen Eschen Mauren eine 3:6-Niederlage ab. Ebenfalls in der ersten Aufstiegsrunde verloren die Seniorinnen 50+. Sie unterlagen der Equipe aus Thun hauchdünn. Nach den sechs gespielten Partien hatten beide Teams drei Siege auf dem Konto, wobei die Thunerinnen einen Satz mehr gewinnen und in die letzte Aufstiegsrunde einziehen konnten.

Menziker Senioren steigen auf
Ganz knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt sind die Senioren 45+ des TC Teufenthal. Das 1. Ligateam kämpfte sich bis in die letzte Aufstiegsrunde vor und unterlag dort dem TC Belchen mit 3:4. Das entscheidende Doppel verloren die Teufenthaler mit 10:12 im Champions Tie Break. Knapper geht’s nicht mehr. Grund zur Freude hatte dafür ein anderes Wynentaler Team. Die Senioren 65+ des TC Menziken schafften nämlich den Aufstieg in die Nationalliga C. Dies nachdem sie die Vorrunde gewonnen hatten und auch in den Aufstiegsrunden gegen Gelterkinden (6:0) und gegen Luzern Lido (5:1) nichts anbrennen liessen.

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Vier Mal Ligaerhalt, ein Abstieg und ein Aufstieg

Am letzten Wochenende ist die diesjährige Interclubsaison zu Ende gegangen. Höchste Zeit also, um Bilanz zu ziehen, wie die Teams aus den nationalen Ligen in der Region Aarau/Entfelden abgeschnitten haben.

Im letzten Jahr hatten die Aarauer Männer in der Nationalliga C die dritte Aufstiegsrunde erreicht. In dieser Saison sind sie nun mit praktisch unverändertem Team angetreten und haben sich erneut die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zum Ziel gesetzt. Doch das hat nicht geklappt. Die Gruppe mit Trimbach, Meggen und Givisiez war zu stark für die Aarauer. Gegen Trimbach (1:8) und gegen Meggen (2:7) setzte es zwei klare Niederlagen ab, wobei insbesondere die Begegnung gegen Trimbach viel umkämpfter war, als das Resultat vermuten lässt.
So musste das Team um Captain Kevin Jordi in die Abstiegsspiele. Daran konnte auch der klare Sieg gegen Givisiez (8:1) nichts ändern. In dieser entscheidenden Begegnung kam es zum Aargauer Derby gegen Rheinfelden. Und da liessen die Aarauer überhaupt nichts anbrennen. Im Gegenteil: Bereits nach den Einzelpartien führten sie uneinholbar mit 5:1 und werden damit auch im kommenden Jahr in der Nationalliga C auf Punktejagd gehen.


Nur noch ein Team in der Nati C
Dasselbe gilt auch für die erste Frauenequipe des TC Entfelden. Das Team um Captain Larn McShane startete mit zwei souveränen 5:1-Siegen in die Saison, womit bereits vorzeitig klar war, dass das Team in den Aufstiegsspielen antreten wird. Dort trafen die Entfelderinnen auf die Mannschaft aus Thun, die auf dem Papier deutlich stärker war. Und so mussten sich McShane und co dann auch mit 1:5 geschlagen geben.
Weniger gut lief es der zweiten Entfelder Frauenmannschaft, die ebenfalls in der Nationalliga C auflief. Das Team von Captain Murielle Fischer erreichte in der Vorrunde den dritten Platz und traf somit im Abstiegsspiel auf Old Boys Basel. Gegen die Baslerinnen, die auf jeder Position besser klassiert waren, wehrten sich die Entfelderinnen nach Kräften und konnten die Begegnung nach den Einzelpartien ausgeglichen gestalten (2:2). Danach verloren sie jedoch beide Doppel und müssen damit den Abstieg in die 1. Liga in Kauf nehmen.

Buchserinnen steigen in die Nati A auf
Für positive Schlagzeilen sorgten dafür die Frauen 40+ des TC Buchs. Die Buchserinnen sicherten sich in ihrer Nationalliga B Gruppe nämlich souverän den Gruppensieg und trafen dann im Aufstiegsspiel auf Versoix. Und auch dieses Duell konnten sie mit 4:2 für sich entscheiden. Damit steigen die Seniorinnen des TC Buchs in die Nationalliga A auf und kämpfen im nächsten Jahr um den Schweizer Meistertitel in ihrer Altersklasse.
Der TC Buchs stellt noch zwei weitere Teams in den nationalen Ligen. Die Seniorinnen 30+ liefen in dieser Saison in der Nationalliga C auf und schafften dort den Ligaerhalt. In der Vorrunde belegten sie den dritten Rang, liessen jedoch im Abstiegsspiel gegen Schlieren gar keine Zweifel aufkommen und führten bereits nach den Einzelpartien mit 4:0. Ähnlich verlief die Saison der NLB Männer in der Altersklasse 55+. Die Buchser belegten Rang drei in der Vorrunde und gewannen danach das Abstiegsspiel gegen Arlesheim souverän mit 5:1.

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Zofingerinnen steigen in die Nationalliga A auf

Am letzten Wochenende ist die diesjährige Interclubsaison zu Ende gegangen. Höchste Zeit also, um Bilanz zu ziehen, wie die Teams aus den nationalen Ligen in der Region Zofingen abgeschnitten haben.

Bereits vor der ersten Partie der Saison hat Teambetreuer Christoph Meyer zu Protokoll gegeben, dass in dieser Nationalliga-B-Saison vieles möglich ist, da die Teams in der zweithöchsten Spielklasse des Landes sehr ausgeglichen seien. Und genau so kam es denn auch. Kein Team fiel wirklich ab, aber ein Team war etwas besser als alle anderen: die Frauen des TC Zofingen.
In ihrer vierten NLB-Saison zeichnete sich schon nach den ersten beiden Runden ab, dass sie um den Aufstieg mitspielen werden. Denn in diesen beiden Begegnungen gewannen die Zofingerinnen gegen Luzern Lido mit 6:0 und gegen Geneva Country Club aufgrund des besseren Satzverhältnisses mit 3:3. Und das waren die nominell stärksten Gegnerinnen der Gruppe.

Jetzt stehen die Abklärungen an
Die Zofingerinnen agierten auch in der Folge souverän. Sie liessen weitere Siege gegen GC (4:2) und gegen Allmend Luzern (5:1) folgen. Damit war vor der letzten Runde klar, dass im abschliessenden Spitzenspiel gegen Hörnli Kreuzlingen zwei Punkte reichen, um den Aufstieg ins Trockene zu bringen. Und auch diese letzte Hürde meisterten die Zofingerinnen souverän. Sie kassierten zwar insgesamt die erste Niederlage der Saison, doch das störte beim 3:3 gegen die Ostschweizerinnen niemanden. Das Team aus der Thutstadt sicherte sich mit einem Punkt Vorsprung auf Luzern Lido den NLB-Meistertitel und schafft damit den Aufstieg in die höchste Spielklasse der Schweiz.
Noch ist aber nicht klar, ob die Zofingerinnen den Aufstieg auch wirklich annehmen werden. Die Promotion ist nämlich mit einem deutlich grösseren Aufwand verbunden. Vor allem auch finanziell. «Wir müssen nun mit den Spielerinnen und dem Club das Gespräch suchen, um herauszufinden, ob und wie wir eine Nationalliga A Saison bestreiten könnten», so Teambetreuer Christoph Meyer. Dies bestätigt auch Nik Ammann, Präsident des TC Zofingen. «Bisher haben wir uns noch nicht über das Szenario eines möglichen Aufstiegs ausgetauscht. Das NLB-Team ist für uns jedoch ein Vorzeigeprojekt, mit dem wir den Junioren unseres Vereins aufzeigen können, wohin es allenfalls mal gehen könnte. Entsprechend haben wir ebenfalls ein Interesse daran, das Team auch in Zukunft zu unterstützen», so Ammann.

Senioren 65+ neu in der Nati B
Die Zofinger Frauen war nicht das einzige Team des Vereins, das zum Ende der Saison einen Aufstieg feiern konnte. Auch die Senioren 65+ des TC Zofingen schafften die Promotion und zwar in die Nationalliga B. Nach dem souveränen Gruppensieg liessen sie auch in den Aufstiegsspielen gar nichts anbrennen und gewannen gegen Kehrsatz mit 6:0 und gegen Morbio Inferiore mit 5:1. Weniger gut lief es dafür den Senioren 55+ des TC Zofingen. Sie liefen in dieser Saison in der Nationalliga C auf, mussten dort jedoch den Abstieg in Kauf nehmen. Nach Rang 3 in der Gruppenphase mussten sie sich in den Abstiegsspielen zwei Mal geschlagen geben: 1:5 gegen Beringen und 0:4 gegen Ried Wollerau. Damit spielt die Equipe im nächsten Jahr wieder in der 1. Liga.

Text und Bild von Fabio Baranzini, Teambild von Michael Wyss / Zofinger Tagblatt

Kurzes NLC-Gastspiel für den TC Rohrdorferberg

Im Juni ist die diesjährige Interclubsaison zu Ende gegangen. Höchste Zeit also, um Bilanz zu ziehen, wie die Teams aus den nationalen Ligen in der Region Wettingen/Baden abgeschnitten haben.

Sechs Jahre sind vergangen, seit letztmals ein Team aus der Region Wettingen/Baden bei den Aktiven in einer nationalen Liga mitgespielt hat. In diesem Jahr nun wagte die Equipe des TC Rohrdorferberg das Abenteuer. Dies nachdem sie nachträglich einen Platz in der dritthöchsten Spielklasse erben konnten, obwohl sie letztes Jahr das entscheidende Aufstiegsspiel knapp verloren hatten. Die Rohrdorferberger hatten allerdings Pech mit der Gruppenauslosung: Die Gegner aus Basel, Neuchâtel und Lenzburg waren allesamt viel stärker als die Mannschaft von Captain Thomas Külling. Und so setzte es für die Rohrdorferberger trotz Gegenwehr nach Kräften drei Mal eine 0:9-Niederlage ab.
Die logische Konsequenz war die Teilnahme an den Abstiegsspielen. Und leider wartete auch dort mit Stade-Lausanne ein stärkerer Gegner. Zwar konnte Emanuel Meier in dieser Begegnung das erste Match der Saison gewinnen, doch zu mehr reichte es nicht. Damit müssen Thomas Külling und seine Teamkollegen nach nur einer Saison wieder den Gang in die 1. Liga antreten.

Knapp am Titel vorbeigeschrammt
Ganz anders die Senioren 55+ des TC Wettingen. Sie liefen in diesem Jahr in der Nationalliga A auf und kämpften dort bis ganz zum Schluss um den Schweizer Meistertitel. Nachdem sie in ihrer Gruppe den Sieg geholt hatten, gewannen sie auch das Halbfinalspiel gegen Chiasso mit 4:2. Erst im Finale mussten sie sich in einem hart umkämpften Duell Stade-Lausanne geschlagen geben. Beide Teams hatten am Ende je drei Matches gewonnen, doch die Lausanner hatten einen Satz mehr auf dem Konto und sicherten sich damit den Schweizer Meistertitel. 
Die beiden anderen Wettinger Teams, die in den nationalen Ligen aufliefen, schafften den Ligaerhalt. Die Senioren 35+ erreichten in der Nationalliga C den dritten Gruppenrang und gewannen das Abstiegsspiel gegen Itschnach sicher mit 7:2. Und die Senioren 55+, die ebenfalls in der dritthöchsten Spielklasse antraten, gewannen ihr Abstiegsspiel gegen Ried Wollerau gleich mit 4:0 und verbleiben damit in der NLC. Den Abstieg nicht verhindern konnten dagegen die folgenden Teams: Die Senioren 55+ des TC Rohrdorferberg und die Seniorinnen 50+ des TC Mellingen müssen den Abstieg aus der Nationalliga B in Kauf nehmen und die beiden Senioren 45+ Teams des TC Mellingen und des TC Bad Zurzach werden nächstes Jahr in der 1. Liga spielen.

Nur ein Aufsteiger
Besser lief es den Senioren 55+ des TC Spreitenbach. Sie belegten in ihrer NLC-Gruppe den zweiten Rang und gewannen danach auch noch das erste Aufstiegsspiel gegen Frick mit 4:2. Erst im entscheidenden Aufstiegsspiel um einen Platz in der Nationalliga B mussten sie sich Melide mit 1:5 geschlagen geben. Damit verbleiben sie weiterhin in der Nationalliga C. Das gilt auch für die Senioren des TC Motor Columbus Baden, die in derselben Liga und Altersklasse angetreten waren. Sie setzten sich im Abstiegsspiel gegen Novartis Basel knapp durch. Den einzigen Aufstieg eines Teams aus der Region Wettingen/Baden konnten die Senioren 65+ des TC Unteres Aaretal Döttingen feiern. Sie steigen aus der 1. Liga in die Nationalliga C auf.

Text und Bild von Fabio Baranzini, Bild TC Rohrdorferberg zur Verfügung gestellt

Brugger Männer sind zurück in der Nationalliga C

Am letzten Wochenende ist die diesjährige Interclubsaison zu Ende gegangen. Höchste Zeit also, um Bilanz zu ziehen, wie die Teams aus den nationalen Ligen in der Region Brugg abgeschnitten haben.

Im letzten Jahr mussten die erste Männer Mannschaft des TC Brugg auf unglückliche Art und Weise den Abstieg in die 1. Liga in Kauf nehmen. In dieser Saison haben sie sich nun daran gemacht, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Bereits in der Vorrunde haben die Brugger keine Zweifel aufkommen lassen. Mit drei Siegen sicherten sie sich den Gruppensieg und erreichten damit souverän die Aufstiegsspiele.
Dort galt es, drei Runden zu überstehen, damit die Rückkehr in die Nationalliga C Tatsache wird. Die erste Hürde meisterten die Brugger souverän. Gegen Arlesheim gabs einen klaren 7:2-Sieg. In der zweiten Runde eliminierte Brugg, das nun auf die Unterstützung von Timo Kranz (N4, 136) zählen konnte, das Team aus Lyss ohne die Doppel bestreiten zu müssen. Bereits nach den Einzelpartien führten sie uneinholbar mit 5:1. Fehlte also nur noch ein einziger Sieg. Und den sicherten sich die Brugger gegen Kehrsatz. Zwar war das Geschehen nach den Einzelpartien noch ausgeglichen – es stand 3:3 – aber in den abschliessenden Doppelpartien gewannen die Brugger drei weitere Punkte und steigen damit wieder in die Nationalliga C auf.

Ligaerhalt geschafft
Als einziges Brugger Interclubteam spielten die Frauen bereits in diesem Jahr in einer nationalen Liga. Die Equipe von Captain Michelle Paroubek ging in der Nationalliga C auf Punktejagd. In der Gruppenphase belegten die Bruggerinnen dank einem Sieg gegen Old Boys Basel den dritten Rang und trafen damit in der Abstiegsrunde auf das Team Thun II, das in seiner Gruppe den vierten Platz belegt hatte. In diesem Duell liessen die Bruggerinnen gar nichts anbrennen und führten bereits nach den Einzelpartien mit 3:1. Und da sie auch im Satzverhältnis klar in Führung lagen, mussten die Doppel nicht mehr ausgetragen werden, da bereits feststand, das die Bruggerinnen diese Begegnung gewinnen würden. Damit gehen Michelle Paroubek und co auch im nächsten Jahr in der dritthöchsten Spielklasse der Schweiz auf Punktejagd.
Und beinahe hätte es für die kommende Saison noch eine zweite Brugger Frauenmannschaft in die Nationalliga C geschafft. Die 1. Liga Frauen des Vereins kämpften sich nämlich nach dem Gruppensieg in der Vorrunde bis in die dritte Aufstiegsrunde vor. Dort mussten sie sich dann allerdings Scheuren mit 1:4 geschlagen geben.

Aufstiegsspiele knapp verpasst
In der Nationalliga C liefen in diesem Jahr auch die Seniorinnen 40+ des TC CIS Wase auf. Trotz zwei knappen Siegen in der Vorrunde verpasste die Equipe die Aufstiegsspiele hauchdünn. Dies wegen der verlorenen Direktbegegnung gegen Cilag. So mussten sie den Gang in die Abstiegsrunde antreten, wo sie auf Lenzburg trafen. In diesem Duell liessen sie dann aber gar nichts anbrennen und gewannen souverän mit 5:1. Damit werden sie auch im kommenden Jahr in der Nationalliga C antreten.

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Es hat wieder nicht geklappt für die Rheinfelder

Im Juni ist die diesjährige Interclubsaison zu Ende gegangen. Höchste Zeit also, um Bilanz zu ziehen, wie die Teams aus den nationalen Ligen im Fricktal abgeschnitten haben.

Vor zwei Jahren spielten die Männer des TC Rheinfelden erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in der Nationalliga C mit. Dies nachdem sie zuvor aus der 3. Liga durchmarschiert waren. In der dritthöchsten Spielklasse der Schweiz wehte allerdings ein anderer Wind. Nach nur einer Saison mussten die Rheinfelder den Abstieg in Kauf nehmen. Allerdings nur, um in der letzten Saison gleich wieder in die Nationalliga C zurückzukehren.
Mit viel Zuversicht starteten die Rheinfelder um Captain Fabrizio Petraglio in die zweite NLC-Saison. Nach der klaren Auftaktniederlage (1:8 gegen Sporting Bern) punkteten die Rheinfelder gegen Zürich erstmals richtig. Zwar verloren sie ebenfalls, allerdings mit dem knappst möglichen Resultat von 4:5. Damit hatten die Rheinfelder vor dem letzten Gruppenspiel alle Trümpfe in der Hand: Vier Punkte mussten sie gegen Courrendlin-La Croisée gewinnen, damit sie sich den dritten Gruppenrang sichern können. Der hätte zum Abstiegsduell gegen das schwächer dotierte Givisiez gereicht.

Aarau zu stark
Doch das klappte nicht. Die Rheinfelder verloren zu Hause gegen Courrendlin-La Croisée, das zuvor erst zwei Matches gewonnen hatte, mit 3:6. Damit hatten zum Ende der Gruppenphase beiden Teams acht Punkte auf dem Konto, die Rheinfelder hatten jedoch die Direktbegegnung verloren. Und so wartete in der Abstiegsrunde statt Givisiez der TC Aarau, der deutlich stärker einzustufen war. Entsprechend schwierig gestaltete sich die Aufgabe für Rheinfelden. Einzig Joshua Zeoli konnte seine Partie siegreich gestalten. Alle anderen Rheinfelder blieben chancenlos und so war die Begegnung bereits nach den Einzelpartien entschieden. 1:5 lautete das Verdikt und damit stand fest: Auch im zweiten Anlauf hats für die Rheinfelder nicht geklappt mit dem Ligaerhalt in der Nationalliga C.

Aufstieg in die Nati A
Einen tollen Erfolg konnten dafür die Frauen 30+ des TC Möhlin feiern. Sie liefen in dieser Saison in der Nationalliga B auf, sicherten sich in der Gruppenphase Rang 2 und durften so an den Aufstiegsspielen teilnehmen. Nach einem ganz knappen Sieg in der ersten Runde gegen Frohberg gewannen die Fricktalerinnen die zweite Aufstiegsrunde gegen Meyrin souverän mit 5:1 und dürfen sich damit über den Aufstieg in die Nationalliga A freuen.
Die beiden weiteren Fricktaler Teams, die in den nationalen Ligen aufgelaufen sind, konnten den Ligaerhalt zu sichern. Die Seniorinnen 50+ des TC Rheinfelden schafften dies in der Nationalliga B dank einem 5:1-Sieg im Abstiegsspiel gegen Mellingen. Und die Senioren 55+ des TC Frick erreichten die erste Aufstiegsrunde, wo sie gegen Spreitenbach mit 2:4 verloren.

Text von Fabio Baranzini, Bild zur Verfügung gestellt

Dienstag, 18. Juni 2019

Wer stoppt Ignasi Villacampa-Rosés?

Vom 25. Juni bis 7. Juli finden auf der Anlage des TC Wohlen Niedermatten zum zweiten Mal in Folge die Aargauischen Meisterschaften der Aktiven statt. 281 Spielerinnen und Spieler kämpfen dabei um die Titel in neun Kategorien.

Ignasi Villacampa-Rosés (N1, 7) hat in den letzten drei Jahren dem Turnier den Stempel aufgedrückt. Drei Mal ist er angetreten und drei Mal hat er den Titel geholt. Und auch in diesem Jahr ist klar: Wer Aargauer Meister werden will, muss die spanische Ballwand überwinden. Irgendwie. Doch das ist einfacher gesagt als getan, denn der gebürtige Spanier, der für den TC Brugg spielt, hat im letzten Jahr nur gerade sechs Matches auf Sand verloren. Allesamt gegen Spieler, die N1 klassiert waren. Die restlichen 33 Partien hat er gewonnen.
In Wohlen ist auf dem Papier sein letztjähriger Finalgegner Jonas Schär (N3, 32) auch in diesem Jahr sein härtester Konkurrent. Es sind jedoch noch drei weitere N3-Spieler am Start. Es sind dies Mischa Lanz (N3, 36) und die beiden Teufenthaler NLB-Interclubspieler Patrik Hartmeier (N3, 41) und Yanik Kälin (N3, 63). Sie alle werden versuchen, den ganz grossen Titelfavoriten Ignasi Villacampa-Rosés auf seinem Weg zum vierten Aargauer Meistertitel in Folge zu stoppen. Insgesamt sind in der offenen Kategorie 38 Teilnehmer am Start, darunter acht N-Spieler.

Lüscher als Favoritin
Auch bei den Frauen ist die Ausgangslage in der offenen Konkurrenz klar: Titelverteidigerin und Lokalmatadorin Sophie Lüscher (N3, 39) aus Seengen, die früher im TC Wohlen Niedermatten trainiert hat, ist als einzige N3-Spielerin die Favoritin. Allerdings lauern mit Chiara Volejnicek (N4, 54), Tamara Arnold (R1) und Michelle Paroubek (R1) drei gefährliche Spielerinnen. Vor allem auf Tamara Arnold darf man gespannt sein. Die mehrfache Junioren Schweizer Meisterin spielt mittlerweile in den USA und bestreitet kaum noch Matches in der Schweiz. Daher auch ihre verhältnissmässig schwache Klassierung, die wohl nicht ihre wirkliche Spielstärke wiedergibt.

Strafferer Zeitplan
An den diesjährigen kantonalen Meisterschaften in Wohlen sind insgesamt 281 Spielerinnen und Spieler am Start. Das sind praktisch genauso viele wie im letzten Jahr. «Wir sind zufrieden mit der Anzahl der Teilnehmer und auch das Spielniveau verspricht richtig gutes Tennis», sagt Turnierleiter Markus Küng. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Turnierdauer etwas reduziert, um insbesondere den Spitzenspielern entgegenzukommen. «Wir wollten das Turnier etwas kompakter machen. Das ist für uns aber natürlich auch eine Herausforderung, denn so müssen wir schauen, dass wir alle Matches unterkriegen – vor allem wenn das Wetter nicht mitspielen sollte.» Der TC Villmergen hat auf jeden Fall bereits seine Unterstützung zugesichert. Wenn die Plätze knapp werden sollten, kann auch in Villmergen gespielt werden.

Text und Bilder von Fabio Baranzini

Montag, 17. Juni 2019

Die Frauen des TC Zofingen steigen in die NLA auf

In der letzten NLB-Runde der Saison kam es zum Showdown zwischen den beiden Spitzenteams aus Zofingen und Kreuzlingen. In einem hart umkämpften Duell waren es am Ende die Zofingerinnen, die den Aufstieg realisieren konnten.

Die Ausgangslage vor der letzten Partie war klar: Die Zofingerinnen brauchen zwei Punkte, um den Aufstieg in die höchste Spielklasse zu schaffen. Eigentlich eine lösbare Aufgabe, waren die Gastgeberinnen doch auf jeder Position etwas besser klassiert als die Gegnerinnen aus der Ostschweiz. Doch die wehrten sich – wie in der gesamten Saison – stark und machten den Zofingerinnen das Leben schwer. So musste sich Zofingens Nummer 1 Valentina Ryser mit 6:7, 6:7 geschlagen geben und auch Laura Vetter auf Position vier verlor ihr Einzel in einem hart umkämpften Spiel mit 6:7 im dritten Satz.
Julie Schalch und Svenja Ochsner punkteten jedoch für Zofingen. Und damit war schon nach den Einzelpartien klar, dass die Zofingerinnen den Aufstieg in die Nationalliga A schaffen werden. In den abschliessenden Doppelpartien holten beide Teams je noch einen Punkt. Damit schliesst Zofingen seine starke Saison mit einem Punkt Vorsprung auf Luzern Lido und deren zwei auf Kreuzlingen ab. Nun werden die Verantwortlichen des Teams sich mit der Frage auseinandersetzen, ob und wie im nächsten Jahr die NLA-Saison in Angriff genommen werden kann.

Teufenthal beendet die Saison auf Rang 4
Weniger erfolgreich waren dagegen die Männer des TC Teufenthal, die am vergangenen Wochenende ebenfalls die letzte NLB-Meisterschaftsrunde der Saison bestritten haben. Die Teufenthaler trafen dabei Zuhause auf das Spitzenteam Allmend Luzern. Und obwohl die Wynentaler ihre Haut so teuer wie möglich verkaufen, resultierte aus den sechs Einzelpartien bloss ein einziger Punkt. Teamleader Frank Wintermantel gewann sein Einzel auf Position eins gegen den stärker eingestuften Peter Torebko in drei Sätzen. Ausser Jasin Jakupi, der auf Position sechs erst im Tie Break des dritten Satzes verlor, waren die weiteren Teufenthaler ohne Chance auf den Sieg.
Im Doppel aber spielten die Teufenthaler dann stark auf und konnten die favorisierten Luzern fordern. Patrik Hartmeier und Dario Huber konnten das erste Doppel gegen die klar stärker klassierten Gegner mit 12:10 im Champions Tie Break gewinnen. Weniger glücklich waren die beiden weiteren Doppelpaarungen. Sie verloren beide im Champions Tie Break. Damit ging die letzte Begegnung der Saison mit 2:7 so deutlich verloren, wie keine zuvor. In der Tabelle klassieren sich die Teufenthaler damit auf Rang vier. Insbesondere in den letzten beiden Begegnungen wäre für die Wynentaler der eine oder andere Punkt mehr drin gelegen, doch auch so dürfen sie mit ihrer Saison zufrieden sein, haben sie doch mehrere Spitzenteams fordern können und hatten mit dem Abstieg überhaupt nichts zu tun.

Text von Fabio Baranzini, Bilder von Michael Wyss (Zofinger Tagblatt) und Harry Ingold

Montag, 3. Juni 2019

Zofingen steht kurz vor dem Aufstieg in die Nati A

In der Nationalliga B feiern Zofingen und Teufenthal weitere Siege, während eine Liga tiefer gleich vier Aargauer Teams den Abstieg in Kauf nehmen mussten.

Die Zofinger Frauen sind in dieser Saison einfach nicht zu stoppen. Sie gewinnen auch das vierte Gruppenspiel in der Nationalliga B souverän und behaupten sich damit weiterhin an der Tabellenspitze. Am Samstag schlugen sie Allmend Luzern auswärts gleich mit 5:1, wobei auch erstmals Teamleaderin Ylena In-Albon (N1, 8) mitmischte und einen Punkt zum Erfolg beisteuern konnte. Eine Runde vor Schluss der Nationalliga B Saison stehen die Zofingerinnen mit drei Punkten Vorsprung auf Platz eins. Der Aufstieg in die Nationalliga A ist damit zum Greifen nah. «Wir wollen unbedingt auch noch das letzte Spiel gewinnen, damit wir diese tolle Saison mit einem Sieg abschliessen können», blickt Teambetreuer Christoph Meyer voraus. Im letzten Gruppenspiel treffen die Zofingerinnen Zuhause auf Kreuzlingen. Diese Partie findet am 15. Juni statt.
Ebenfalls einen Sieg gabs für die Männer des TC Teufenthal. Sie gewannen gegen Horgen mit 5:4, dürften aber trotzdem nicht restlos zufrieden sein. Die Teufenthaler waren nämlich auf allen sechs Positionen besser klassiert als die Zürcher, mussten jedoch zwei Einzel und zwei Doppel verloren geben. Damit rutscht die Mannschaft auf den vierten Rang ab, hat jedoch weiterhin nur drei Punkte Rückstand auf Leader Sonnenberg. In der letzten Runde der Gruppenphase treffen die Teufenthaler Zuhause auf Allmend Luzern, das in der Rangliste derzeit einen Punkt vor den Wynentalern liegt.

Drei Absteiger bei den Männern
In der Nationalliga C standen an diesem Wochenende die Auf-/Abstiegsspiel auf dem Programm, wobei die Aargauer Vertreter mit einer Ausnahme nur in den Abstiegsspielen anzutreffen waren. Zwei Mal kam es sogar zu einem Derby, womit bereits vorher klar war, dass zwei Aargauer Teams den Abstieg in Kauf nehmen mussten. Im Derby zwischen Lenzburg und Teufenthal konnten die Lenzburger bereits in den Einzelpartien mit 4:2 vorlegen und sicherten sich in den Doppelpartien den entscheidenden fünften Punkt, der zum Ligaerhalt reichte. Aufsteiger Teufenthal muss damit nach nur einer Saison wieder den Gang in die 1. Liga antreten.
Dasselbe gilt für den TC Rheinfelden. Das Team von Captain Fabrizio Petraglio blieb im Abstiegsspiel gegen Aarau chancenlos. Bereits nach den Einzelpartien lagen sie uneinholbar mit 1:5 im Hintertreffen. Auch die Rheinfelder müssen damit nach nur einer Saison die dritthöchste Spielklasse wieder verlassen. Genau dasselbe Schicksal ereilte auch den TC Rohrdorferberg. Die Equipe um Captain Thomas Külling verlor nach der schwierigen Vorrunde, wo sie kein einziges Match gewinnen konnten, auch das Abstiegsspiel gegen Stade-Lausanne mit 1:5. Es wäre jedoch durchaus noch etwas mehr drin gelegen, denn zwei Partien verloren die Rohrdorferberger erst im dritten Satz.

Brugg schafft den Ligaerhalt
Der vierte Absteiger aus dem Kanton Aargau ist die Frauenequipe des TC Entfelden. Das Team von Captain Murielle Fischer konnte die Partie gegen Old Boys Basel nach den Einzelbegegnungen ausgeglichen gestalten – es stand 2:2 –, verlor dann jedoch beide Doppel und muss nach zwei Jahren in der NLC ihren Platz räumen. Den Ligaerhalt geschafft hat dagegen die Equipe des TC Brugg. Sie schlugen im Abstiegsspiel den TC Thun souverän und bleiben damit in der Nationalliga C. Ebenfalls gegen den TC Thun spielte die erste Equipe des TC Entfelden. Dieses Duell fand in der Aufstiegsrunde statt, wobei sich die Entfelderinnen klar geschlagen geben mussten. Gegen die favorisierten Bernerinnen verloren sie mit 1:5. 

Text und Bilder von Fabio Baranzini, Bild von Ylena In-Albon von Michael Wyss

Montag, 27. Mai 2019

Die Aargauer NLB-Teams überzeugen weiter

Die Frauen des TC Zofingen und die Männer des TC Teufenthal präsentieren sich auch in der dritten NLB-Runde stark und spielen weiterhin an der Spitze mit. Schwer tun sich dagegen die NLC-Teams.

Drei Spiele, drei Siege. Das die beeindruckende Bilanz der bisherigen Saison der NLB-Frauen des TC Zofingen. Trotz eines Fehlstarts in der dritten Runde – die Zofingerinnen gerieten gegen GC nach den ersten beiden Einzelpartien mit 0:2 ins Hintertreffen – konnten sie am Ende einen ungefährdeten 4:2-Sieg feiern. Die Zofingerinnen wurden damit ihrer Favoritenrolle gerecht, waren sie doch auf allen vier Positionen nominell stärker klassiert als GC. Die Thutstädterinnen führen damit die Tabelle auch noch drei gespielten Runden souverän an und sind auf Aufstiegskurs in Richtung Nationalliga A. «Wir haben eine super Ausgangslage und haben auch im Team einen tollen Spirit. Aber wir werden weiterhin Runde für Runde spielen und am Schluss schauen, was dabei rauskommt», so Teambetreuer Christoph Meyer.
Stark war auch der Saisonstart der Teufenthaler Männer. Sie feierten gegen Büsingen und Genf zwei Siege. In der dritten Runde gings nun gegen den starken Aufsteiger aus Sonnenberg. Doch die Zürcher traten nicht ganz in Bestbesetzung an, was die Teufenthaler auszunutzen vermochten. Dank Siegen von Yannik Steinegger (N3, 34), Yanik Kälin (N3, 63) und Yannick Thomet (N4, 85) stand es nach den Einzelpartien 3:3. Auch in den abschliessenden Doppelpartien schlugen sich die Teufenthaler gut, verpassten jedoch den Gesamtsieg in der Begegnung aufgrund von zwei ganz knappen Niederlagen im Doppel. Am Ende lautete das Verdikt 4:5.

Sechs Teams in den Abstiegsspielen
In der Nationalliga C war der dritte Spieltag jedoch kein Erfolg. Die zweite Teufenthaler Mannschaft musste sich trotz Verstärkungsspielern auswärts gegen Stade-Lausanne mit 3:6 geschlagen geben und beenden die Gruppe auf dem letzten Rang. Damit müssen sie in die Abstiegsspiele und treffen dort auf einen weiteren Aargauer Vertreter – entweder Lenzburg oder Rohrdorferberg. Auch diese beiden Teams kassierten zwei Klatschen. Rohrdorferberg verlor gegen Neuchâtel mit 0:9 und Lenzburg verlor gegen Old Boys Basel mit 1:8, wobei die einzelnen Begegnungen umkämpfter waren, als das Schlussresultat vermuten lässt.
In der Abstiegsrunde gibt es noch ein weiteres Aargauer Duell. Der TC Aarau, der sich zum Abschluss der Gruppenphase dem TC Meggen mit 2:7 geschlagen geben musste, trifft dabei auf den TC Rheinfelden, der am letzten Spieltag einen Dreipunkte-Vorsprung auf Courrendlin-La-Croisée verspielte und die Gruppenphase auf dem letzten Rang beendet. Einen Sieg feierte die zweite Frauenequipe des TC Entfelden. Sie setzten sich gegen Thun mit 4:2 durch. Dennoch dürften die Entfelderinnen wohl auch den Gang in die Abstiegsspiele antreten müssen. Dies im Gegensatz zur ersten Equipe des Vereins. Das Team von Captain Larn McShane verlor zwar das letzte Gruppenspiel gegen Münsingen mit 1:5, wird aber dennoch in den Aufstiegsspielen auflaufen können. Die Spielerinnen von Brugg konnten ihr letztes Gruppenspiel noch nicht austragen.

Text von Bild Fabio Baranzini / Michael Wyss

Montag, 20. Mai 2019

Kein erfolgreiches Wochenende für die Aargauer NLC-Teams

An diesem Wochenende wurden die verschobenen Interclubpartien der ersten Runde nachgeholt. Dabei standen gleich fünf Aargauer NLC-Teams bei den Aktiven im Einsatz – einen Sieg gab es jedoch nur für Aarau.

Das Team von Captain Kevin Jordi sicherte sich am Sonntag seinen ersten Sieg in dieser Saison. Nach der Niederlage gegen Trimbach (1:8) vor einer Woche bekundeten sie gegen Givisiez keine Probleme und gewannen gleich mit 8:1. Dennoch wird es für die Aarauer schwierig, sich noch für die Aufstiegsspiele zu qualifizieren. Dazu bräuchten sie einen 7:2-Sieg gegen Meggen im letzten Gruppenspiel. Alles andere als eine einfache Aufgabe, denn Meggen steht derzeit punktgleich mit Trimbach an der Tabellenspitze.
Auch für die Männer des TC Lenzburg sieht die Situation nach der ersten Runde nicht ganz so rosig aus. Sie mussten sich Zuhause dem Aufstiegsaspiranten CT Neuchâtel deutlich mit 1:8 geschlagen geben. Wenn die Lenzburger auch in diesem Jahr die Aufstiegsspiele erreichen wollen, braucht es am kommenden Samstag im Duell mit Old Boys Basel zwingend einen Sieg. Die Basler ihrerseits sind am letzten Wochenende souverän aufgetreten und haben gegen Rohrdorferberg gleich mit 9:0 gewonnen. Das Team von Captain Thomas Külling wartet damit weiterhin auf die ersten Punkte in der Nationalliga C.

Brugg und Entfelden II verlieren
Bei den Frauen standen an diesem Wochenende zwei Teams im Einsatz: Entfelden II und Brugg. Und beiden hatten einen schweren Stand gegen ihre Kontrahentinnen. Die Entfelderinnen unterlagen dem Team aus Rapperswil gleich mit 0:6 und konnten dabei lediglich einen Satz gewinnen. Immerhin zwei Punkte gabs für die Bruggerinnen. Sie schlugen sich achtbar gegen das starke Team aus Dählhölzli, wo unter anderem Xenia Knoll, die derzeit zu den Top 100 der WTA-Weltrangliste im Doppel zählt, aufgelaufen ist. Zoe Mrose punktete im Einzel und gewann zudem an der Seite von Emily Grabner auch noch das Doppel. Damit liegen die Bruggerinnen immer noch im Rennen um einen Platz in den Aufstiegsspielen, auch wenn am kommenden Wochenende das schwierige Auswärtsspiel beim aktuellen Gruppenersten Seeblick wartet. 

Text und Bild von Fabio Baranzini

Montag, 13. Mai 2019

Zofingen ist Leader, Kantersieg von Teufenthal

Die Zofinger NLB-Frauen gewinnen gegen Geneva Country Club dank des besseren Satzverhältnisses auch ihre zweite Interclub-Begegnung und Teufenthal deklassiert Drizia Genf mit 8:1.

«Wenn wir nach den beiden schwierigen Auswärtsspielen gegen Luzern und Genf an der Spitze mithalten können, dürfen wir uns nach vorne orientieren», sagte Zofingens Teambetreuer Christoph Meyer vor der Saison. Und nach eben diesen beiden Runden grüsst sein Team von der Tabellenspitze. Nach dem 6:0-Auftaktsieg gegen Luzern liessen die Zofingerinnen am letzten Samstag den nächsten Sieg folgen. Gegen die Equipe von Geneva Country Club war das Geschehen jedoch wesentlich ausgeglichener.
Valentina Ryser (N2, 23), die auch am zweiten Spieltag das Zofinger Team anführte, musste sich diesmal geschlagen geben. Sie unterlag Tess Sugnaux (N2, 14) trotz ansprechender Leistung mit 4:6, 3:6. Stark präsentierte sich dagegen auch diesmal Svenja Ochsner (N3, 26). Sie liess gar nichts anbrennen und schlug ihre Gegnerin Naïma Karamoko (N3, 34) deutlich mit 6:4, 6:2. Julie Schalch (N4, 62) war gegen die Marie Mettraux (N3, 35) nahe am Exploit, unterlag jedoch im dritten Satz mit 4:6. Erfreulich war dafür das Debüt von Laura Vetter (N4, 71). Sie schlug in ihrem ersten NLB-Match die stärker klassierte Olivia Sonnekus-Williams (N4, 60) mit 6:3, 6:1 und sorgte damit für den 2:2-Ausgleich nach den Einzelpartien. In den abschliessenden Doppelpartien sicherten sich die Zofingerinnen einen weiteren Punkt und konnten dank einem gewonnen Satz mehr auch die Direktbegegnung für sich entscheiden.

Souveräner Sieg
Auch die Teufenthaler NLB-Männer sicherten sich in der zweiten Runde den zweiten Sieg. Kam der Erfolg in der ersten Runde gegen Büsingen (5:4) noch eher überraschend, war der Erfolg gegen Drizia Genf ein erwarteter Sieg. Gegen den schwächsten Vertreter der Gruppe liessen die Wynentaler nichts anbrennen und feierten einen ungefährdeten 8:1-Erfolg, zu dem auch Hans Gloor (R2) bei seinem Debüt in der Nationalliga B zwei Punkte beisteuern konnte. Einzig Teamleader Frank Wintermantel (N2, 28) musste sich etwas überraschend Thierry Roggi (N4, 77) geschlagen geben.
Die Teufenthaler sind mit diesen beiden Siegen ideal in die neue Saison gestartet und liegen punktgleich mit Allmend Luzern an der Tabellenspitze. Am nächsten Samstag kommt es nun zum Spitzenspiel gegen den Aufsteiger aus Sonnenberg, der mit zwei Punkten Rückstand auf die Wyenentaler auf Rang drei in der Tabelle steht. Dieses Duell verspricht eine spannende Angelegenheit zu werden, wobei die Sonnenberger auf den ersten Positionen stärker einzustufen sind als die Teufenthaler.

Drei Siege, zwei Niederlagen
Auch in der Nationalliga C wurde an diesem Wochenende gespielt. Und auch da gibt es eine Erfolgsmeldung für den TC Teufenthal. Nach der 2:7-Aufaktniederlage gegen Marin rehabilitieren sich die Teufenthaler mit einem 6:3-Sieg gegen Green Club Romanel folgen. Dieser Erfolg war sicherlich auch dem Einsatz der drei NLB-Spieler Patrik Hartmeier (N3, 41), Eskil Jarlskog (N4, 100) und Jasin Jakupi (N4, 104) zu verdanken, die in der zweiten Mannschaft aushalfen. Einen Sieg gab es auch für die Frauen des TC Entfelden. Die Equipe um Captain Larn McShane (R1) feierte in der zweiten Runde den zweiten 5:1-Sieg. Diesmal gewannen sie auswärts gegen Scuola Tennis by Margaroli. Ebenfalls einen Sieg gab es für die NLC-Frauen des TC Brugg. Sie spielten gegen Old Boys Basel 3:3, gewannen die Begegnung jedoch dank des besseren Satzverhältnisses (8:6).
Eine deutliche Niederlage setzte es dafür für den TC Aarau ab. Die Männerequipe von Captain Kevin Jordi (N4, 113) kassierte im Duell mit Froburg Trimbach eine 1:8-Klatsche. So deutlich wir das Resultat vermuten lässt, war die Begegnung jedoch nicht. Sechs Partien gingen über drei Sätze, doch die Aarauer verloren ärgerlicherweise jede einzelne davon. Bereits zum zweiten Mal verloren die Rheinfelder Männer. Gegen Zürich führten sie nach den Einzelpartien mit 4:2, verloren dann aber alle drei Doppel und musste sich mit 4:5 geschlagen geben. Die Männerequipen des TC Lenzburg und des TC Rohrdorferberg, sowie das zweite Frauenteam des TC Entfelden konnte seine Begegnung wegen des schlechten Wetters nicht austragen.

Text von Fabio Baranzini, Bilder von Harry Ingold und Fabio Baranzini

Montag, 6. Mai 2019

An den Aargauer Tennismeisterschaften werden die Besten gefordert

Die ATM 2018 in Wohlen ist allen in bester Erinnerung. Sowohl sportlich wie organisatorisch war der Anlass top. Auch in diesem Jahr ist der Tennisclub Niedermatten wieder Gastgeber. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren.

Die Aargauer Tennismeisterschaften in Wohlen boten im letzten Sommer während zwei Wochen packende Spiele. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Turnier in den obersten Kategorien jeweils offen ausgeschrieben ist, sich also auch Spieler aus anderen Kantonen beteiligen können. Die Qualität der einzelnen Tableaus war denn auch beeindruckend – bei den Herren nahmen 11 N-Spieler teil, bei den Frauen deren 6.
Am Finaltag bekam das Publikum darum auch Tennis vom Feinsten zu sehen. Bei den Herren wurde der im Aargau lebende Spanier Ignasi Villacampa-Rosés seiner Favoritenrolle gerecht und machte den Hattrick perfekt. Durch ein 6:1 und 6:4 gegen den erst 18-jährigen Jonas Schär holte er den dritten Titel in Folge.

Gelungenes Turnier
Härter umkämpft war der Final der Frauen – hier bezwang die als Nummer 2 gesetzte Sophie Lüscher aus Seengen Lisa Küng (3) mit 4:6, 6:1 und 6:1. Die Schwester der bekannteren Profispielerin Leonie Küng (letztes Jahr Wimbledon-Finalistin bei den Juniorinnen) hatte zuvor im Halbfinal die Topgesetzte Dominique Meyer bezwungen.
Der Finaltag war der Abschluss eines in allen Belangen gelungenen Turniers. Bei mehrheitlich bestem Wetter bekamen die Zuschauer viele spannende Spiele zu sehen. Und auch die Rückmeldungen der Teilnehmer fielen durchwegs positiv aus. Insgesamt wurden an der ATM 2018 in Wohlen 283 Anmeldungen in neun Kategorien registriert, damit lag das Interesse über den Erwartungen. Auch hinter den Kulissen hat das OK zusammen mit vielen Helfern eine überzeugende Leistung geboten. Die Anlage des TC Wohlen Niedermatten mit den neun Sandplätzen ist ideal für ein solches Turnier, so konnten alle Spiele an einem Ort ausgetragen werden.

Kürzer als im Vorjahr
Seit einigen Jahren vergibt der Aargauer Verband die Outdoor-Meisterschaften der Aktiven jeweils für zwei Jahre an den gleichen Club. Das heisst, der TC Wohlen Niedermatten ist auch Gastgeber der ATM 2019. Schon seit einigen Monaten ist das OK unter der Leitung von Heinz Strebel wieder an der Arbeit.
Dabei kann es von den Erfahrungen aus dem Vorjahr profitieren. Was sich bewährt hat, wird mehrheitlich beibehalten, in gewissen Bereichen hat man Verbesserungspotenzial erkannt. So dauerte das Turnier letztes Jahr gleich 16 Tage, was sich als zu lang erwies. In diesem Jahr sollen die Spiele in 12 Tagen absolviert werden. Das Turnier findet darum vom 25. Juni bis 7. Juli statt.

Anmeldung geöffnet
Vieles ist bereits vorbereitet. Jetzt wartet die vermutlich wichtigste Phase auf die Organisatoren. Seit kurzem ist die Anmeldung für das Turnier für alle Interessierten geöffnet. Auch in diesem Jahr wird in neun Kategorien gespielt. Je drei Kategorien bei den Herren und Damen (N1 bis R4, R4 bis R6, R7 bis R9) sowie Herren Doppel, Damen Doppel und Mixed. Heisst: Nicht nur für die Topcracks sind die ATM ein attraktives Turnier. So stellte beispielsweise letztes Jahr die Kategorie Herren R4/R6 mit 60 Teilnehmern das grösste Tableau.
Noch wissen die Organisatoren nicht, welche Topspieler dabei sind. Denn diese entscheiden oft erst kurzfristig, an welchen Turnieren sie teilnehmen. Natürlich hoffen die Wohler, dass die besten Spieler des Kantons am Heimturnier am Start sind. Und dass sich auch viele starke Athleten aus anderen Kantonen melden. Schon jetzt aber ist klar, dass die Tennisfans in Wohlen wieder voll auf ihre Kosten kommen werden. Das elfköpfige OK und der ganze Verein wollen sich erneut von der besten Seite präsentieren. Und hoffen auf viele Teilnehmer und Zuschauer.

Anmeldung für die ATM in Wohlen

Text zur Verfügung gestellt, Bilder von Fabio Baranzini

Perfekter Start für die Aargauer NLB-Teams

Zum Auftakt der neuen Interclubsaison feiern die Zofingerinnen einen ungefährdeten 6:0-Sieg und auch die Teufenthaler Männer gewinnen ihre Auftaktpartie

Mit einem 6:0-Sieg auswärts gegen Luzern Lido hätte im Lager der Zofingerinnen vor der Partie niemand gerechnet. «Ich hätte ein 3:3 sofort unterschrieben», so Teambetreuer Christoph Meyer. Doch es lief alles für den TC Zofingen. Valentina Ryser (N2, 23), die das Zofinger Team anführte, setzte sich gegen die stärker eingestufte Walliserin Sandy Marty (N2, 19) nach hartem Kampf mit 6:4, 5:7, 7:5 durch – und das nachdem sie im dritten Durchgang scheinbar vorentscheidend mit 2:5 ins Hintertreffen geraten war.
Ein ähnliches Bild präsentierte sich im zweiten Einzel. Auch dieses Duell zwischen der Zofingerin Svenja Ochsner (N3, 26) und ihrer Kontrahentin Jessica Crivelletto (N3, 32) war hart umkämpft und auch in diesem Match gerieten die Zofingerinnen im dritten Satz in Rückstand. Diesmal mit 1:4. Doch auch Ochsner vermochte das Spiel zu drehen und gewann den Entscheidungssatz im Tie Break. Klarer waren dagegen die Siege von Alina Granwehr (N3, 31) und Neuverpflichtung Julie Schalch (N4, 62), die bei ihrer Premiere einen starken Eindruck hinterliess und souverän in zwei Sätzen gewann.

Teufenthal gewinnt auswärts
Mit dem 4:0 im Rücken spielten die Zofingerinnen in den Doppelpartien wie gewohnt stark auf und konnten sich gleich nochmals zwei Punkte sichern. Der Traumstart war perfekt. «Das 6:0 ist natürlich ein genialer Start, aber die Begegnung war viel ausgeglichener als das Resultat vermuten lässt. Wir können uns auf diesem Erfolg keinesfalls ausruhen, denn in den nächsten Partien gegen Geneva Country Club und GC werden wir wieder brutal gefordert sein», blickt Meyer auf die nächsten beiden Runden voraus.
Doch nicht nur die Zofingerinnen trumpften zum Saisonstart gross auf, auch die Männer des TC Teufenthal bewiesen, dass sie bereit sind für die neue Spielzeit. Obwohl sie auf vier von sechs Einzelpositionen schwächer klassiert waren als ihre Gegner aus Büsingen, konnten sie drei Einzelpartien gewinnen. Frank Wintermantel (N2, 28), Captain Patrik Hartmeier (N3, 41) und Yanik Kälin (N3, 63) brachten die Punkte ins Trockene. Doch es kam noch besser für die Wynentaler: Sie holten sich auch im Doppel noch zwei weitere Punkte und gewinnen damit etwas überraschend auswärts gegen die eigentlich leicht zu favorisierenden Büsinger. Am nächsten Samstag wartet nun das erste Heimspiel auf die Teufenthaler, wo sie gegen die Equipe von Drizia Genf antreten werden.

Entfelden feiert ungefährdeten Sieg
Weniger erfolgreich verlief der Start der Teufenthaler NLC-Mannschaft. Die Aufsteiger kassierten Zuhause eine 2:7-Niederlage gegen die starke Westschweizer Equipe aus Marin. Noch deutlicher musste sich der zweite Aufsteiger aus dem Aargau geschlagen geben. Der TC Rheinfelden ging auswärts gegen Sporting Bern, das mit Dominic Stricker, der in der Juniorenweltrangliste in den Top 50 steht, und dem ehemaligen Davis Cup Spieler Yves Allegro auflief, mit 1:8 unter.
Es gab jedoch am ersten Interclubspieltag in der Nationalliga C der Aktiven auch einen Aargauer Sieg zu vermelden: Die Entfelderinnen um Captain Larn McShane (R1) gestalteten ihren Saisonauftakt siegreich. Gegen die Girls RV Zürich Tennis behielten sie beim 5:1-Sieg souverän die Oberhand. Die Begegnungen von Aarau, Lenzburg und Rohrdorferberg bei den Männern, sowie die Partien von Brugg und Entfelden II bei den Frauen mussten wegen des schlechten Wetters verschoben werden.

Text von Fabio Baranzini, Bilder von Michael Wyss (Zofinger Tagblatt) und TC Teufenthal

Freitag, 3. Mai 2019

Eine Saison, in der viel möglich ist

Am ersten Maiwochenende beginnt traditionellerweise die neue Interclubsaison. Dabei nehmen die Frauen des TC Zofingen in der Nationalliga B einen Spitzenplatz ins Visier.

Es ist bereits das vierte Mal, dass die Frauen des Tennisclub Zofingen in der Nationalliga B an den Start gehen. In der ersten Saison mussten die Thutstädterinnen noch um den Ligaerhalt kämpfen, doch in den darauffolgenden zwei Spielzeiten konnten sie sich an der Spitze etablieren. Einmal gabs Rang zwei und einmal Rang drei. Und in diesem Jahr könnte es sogar ganz nach vorne reichen. Genauso gut könnte es aber auch «nur» ein vierter Rang werden, denn die Ausgangslage in der zweithöchsten Schweizer Spielklasse ist in diesem Jahr so ausgeglichen wie schon lange nicht mehr.
«In den letzten zwei Jahren war stets ein Team dabei, das deutlich schwächer war als der Rest und meistens auch eines, das deutlich stärker war. In diesem Jahr ist die Ausgangslage aber ausgeglichener – an der Spitze und am Ende der Gruppe», sagt Teambetreuer Christoph Meyer. Sein Team sieht er in der Spitzengruppe. Gemeinsam mit den Grossclubs Geneva Country Club, Grasshopper ZH und Luzern Lido.

Teamleaderin In-Albon
Wenns für die Zofingerinnen in dieser Saison ganz noch oben gehen soll, dann haben bereits die ersten zwei Begegnungen wegweisenden Charakter. Denn gleich zum Auftakt warten die Duelle mit den starken Kontrahenten aus Luzern und Genf. Und gegen beide Equipen müssen die Zofingerinnen auswärts antreten. «Wenn wir beide Partien ausgeglichen gestalten können, dann können wir uns nach vorne orientieren. Es ist aber auch durchaus möglich, dass bereits nach diesen beiden Runden klar ist, dass es nicht für einen Spitzenplatz reichen wird», so Meyer, der sich jedoch keinerlei Sorgen macht, dass sein Team in den Abstiegskampf verwickelt werden könnte.
Dafür ist die Equipe der Zofingerinnen auch definitiv zu stark besetzt. Vor allem dann, wenn Teamleaderin Ylena In-Albon mit dabei ist. Die Walliserin, die seit mehreren Jahren für den TC Zofingen aufläuft, hat im letzten Jahr einen riesigen Sprung gemacht. Sie gehört mittlerweile zu den Top 200 der Welt und wurde vor wenigen Tagen erstmals für das Schweizer Fed Cup Team selektioniert. Entsprechend ist In-Albon die stärkste Spielerin der gesamten Liga. «Es freut uns natürlich sehr, dass Ylena für diese Saison noch einmal zugesagt hat. Das ist wirklich ein schönes Bekenntnis zum Team und zum Club», freut sich Meyer.

Zwei neue Spielerinnen
Neben In-Albon sind die bewährten Kräfte Valentina Ryser, die sich in der Juniorenweltrangliste in den Top 50 etabliert hat, Svenja Ochsner, Alina Granwehr, Corina Mäder und Dominique Meyer mit dabei. Neu zum Team gestossen sind Julie Schalch und Laura Vetter. Die beiden N4-Spielerinnen kompensieren die Ausfälle von Daniela Vukovic (Pfeiffersches Drüsenfieber) und Kim Fontana (Schulter). Mit acht Spielerinnen sieht das Kader der Zofingerinnen auf den ersten Blick sehr breit aus. Doch das täuscht. Neben In-Albon spielen auch Ryser, Ochsner, Granwehr und Mäder regelmässig internationale Turniere und sind daher nicht immer mit dabei. Und auch Dominique Meyer stösst erst in der zweiten Saisonhälfte zum Team, da sie seit letztem Sommer in Amerika studiert und für das Team der California State University, Long Beach, Tennis spielt. «Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, kommen wir mit diesem Kader gut durch, aber viel Spielraum haben wir nicht», sagt Meyer. Und trotzdem: Wenn alles aufgeht, liegt für die Zofingerinnen in dieser Saison sehr viel drin. 
Die Zofingerinnen sind nicht die einzige Equipe des Vereins, die in einer nationalen Liga auf Punktejagd geht. Die Senioren 55+ des TC Zofingen spielen in der Nationalliga C.  

Text von Fabio Baranzini, Bilder von Fabio Baranzini und Michael Wyss (Zofinger Tagblatt)